Wie schön oder unschön ist K-Glas?

20.10.2011



In unserem Haus werden die Fensterflügel der alten Kastenfenster getauscht. So wie sie waren, ohne Wärmeschutzverglasung, ohne Dichtungen - gute alte Schule! Die Firma hat uns eine alternative Verglasung für die Innenfenster angeboten, eine sogenannte K-Verglasung, die bessere Dämmwerte bringt, aber trotzdem nur 4mm stark ist. Nun müssen wir entscheiden, ob wir das wollen oder nicht. Es spricht an sich nichts dagegen. Wir fragen uns nur, ob man es sieht oder nicht. Die Firma sagt, nein, es ist nicht erkennbar. Kann das jemand bestätigen? Hat jemand eine derartige Verglasung bei sich oder schon mal wo gesehen? Bin für jeden Hinweis dankbar.



Doch,



sieht man - die Scheiben schillern bei entsprechendem schrägem Licht leicht bläulichviolett und wirken leicht verspiegelt. Trotzdem würde ich es erwägen, bei uns kommt es hauptsächlich deshalb nicht in Frage, weil ich es für unvertretbare Ressourcen- und Geldverschwendung halte, das aktuelle intakte Glas nur für geringfügige Heizenergieeinsparungen zu tauschen.

Aber warum keine Dichtungen an den Innenflügeln? Die machen das Leben im Winter ganz entschieden wesentlich angenehmer! Hier im Haus behelfen wir uns mit einer "90%-Version" und zwar im fertigen Fenster eingebrachte Dichtungen aus Silikon - weniger wissenschaftlich gesagt, man spritzt eine Wurst Silikon in den Falz des Kastenstocks, deckt sie mit einem Streifen Baufolie ab und schließt das Fenster. Das Resultat ist ziemlich elastisch und gibt bei Ausdehnung des Holzes nach, nur eines kann es natürlich nicht: sich über den Querschnitt beim Einbau hinaus ausdehnen. Deshalb versuchen wir, das immer bei möglichst trockenem Holz zu machen. Mein Vater hat die Technik vor über 30 Jahren von einem Bekannten übernommen der das gewerblich betrieben hat, und bei uns bewährt sie sich eindeutig. Die auffallendste Wirkung war, dass ich nach einer gründlichen Abdichtung nach dieser Methode in meinem Wohnschlafzimmer erstens fast immer die höchste Temperatur habe und zweitens viel öfter Lüften muss weil es sonst abgestanden riecht - der Luftwechsel durch das Fenster ist also spürbar geringer geworden.



Anfang Februar nächsten Jahres --



-- kann ich hier auf eine 10 - jährige Mitgliedschaft zurückblicken.
-
Ein Antwortzwang bestand in all den Jahren Niemals.
-
Das ist doch gut so -- ODER ?
-
K-Glass wird nur noch in England hergestellt, weil die
Beschichtungsmethode so furchtbar umweltschädlich ist.
-
Die restlichen dummen Isolierglashersteller auf dem europ.
Festland sind derzeit noch damit beschäftigt, die Scheibenzwischenräume ihrer 2/3 - fach Isoliergläser mit Edelgasen vollzupumpen, um eine überperfekte "Wärmedämmung" zu erreichen----

-
In immer kürzer werdenden zeitlichen Abständen bekomme ich
von meinem Glaslieferanten mitgeteilt, daß wieder eine
Preisanpassung fällig ist-
-
Bei Isolierglasscheiben, deren Scheibenzwischenraum mit
Argongas gefüllt ist, hält sich die Teuerung ja noch in gewissen Grenzen . ---
-
Bei einer Krypton - Füllung hingegen ist die Preisexplosion so gewaltig, daß man dann doch lieber lange Unterhosen ( Stalingrader) anziehen sollte.-
-
Noch ein Foto von einem Verbundfenster mit K-Glass im Innenflügel.
-
Gruß, A. Milling



Worauf



bezieht sich das denn jetzt?!?
Hierauf?
http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/176698$.cfm

Wenn ja ist da aber einiges falsch angekommen!



Danke für die Feedbacks



Vielen herzlichen Dank für die schnellen Antworten! Ich dachte mir schon, dass man diese Schicht ja irgendwie sehen muss, und dass sie nicht besonders "gesund" sein kann, weder für mich noch für die Umwelt. Bezüglich der Dichtungen verfolgen wir folgende Strategie: Ursprünglich wurden uns Silikonhohlraumdichtungen empfohlen, die eingeklebt werden. Sowohl das Bundesdenkmalamt, wie auch der Energieberater waren sich aber einig und haben gemeint, dass ein gut gemachtes Kastenfenster so gut schließt, dass es nicht reinzieht. Da die Fensterflügel ja neu angefertigt werden, sollten diese also auch entsprechend gut schließen. Nur an Stellen, wo im Stock eine größere Unebenheit vorhanden ist, kann dafür nicht garantiert werden. Wenn die Fensterflügel von Anfang an mit Dichtungen geliefert werden, muss das beim Einbau bereits berücksichtigt werden, ergo, ohne Dichtungen geht dann gar nix mehr. Umgekehrt kann ich die Dichtungen aber jederzeit einbauen, wenn ich will. Also haben wir entschieden es zunächst ohne Dichtungen zu machen zu lassen und die Fensterfirma zu "nötigen" entsprechend sorgfältig zu arbeiten. Erst dann, wenn es tatsächlich noch reinzieht, wollen wir weitere Maßnahmen setzen. Ich hoffe, ich liege mit meiner Laienlogik damit nicht ganz falsch.
Die Technik von Kellergassenkatze mit dem Silikon finde ich sehr spannend, da nur dort gedichtet wird, wo es auch tatsächlich notwendig ist, also z.B. bei Unebenheiten im Fensterstock. Vielen Dank für den Tip.
Und danke auch für das Foto von der Tischlerei Milling. Hier sieht man´s ja wirklich ganz deutlich. Das ist mir die minimale Heizkostenersparnis irgendwie nicht wert, denke ich!
Am meisten Angst hab ich ja davor, dass die neuen Flügel sich verziehen im Laufe der Jahre. Aber ich habe mir eine Firma mit wirklich den allerbesten Referenzen gesucht. Ich hoffe die kriegen das hin.
Lieben Gruß aus Wien an alle!



Ok,



die Logik hat einiges für sich!

Dass sich die Flügel mit der Zeit verziehen ist natürlich nicht ganz unmöglich.

Bei uns steht übrigens nächsten Frühjahr ein ganz besonderes Projekt ins Haus das ich auf Wunsch gerne hier dokumentieren kann... unsere hofseitigen Außenfenster wurden Ende der 70er getauscht und die Nachbauten sind alles andere als ästhetisch ansprechend (jegliche Zierlemente fehlen, die Bänder passen nicht und die Beschläge sind aus Aluminium statt Messing). Jetzt ist mir, PVC-Wahn sei "Dank" aus dem Nachbarhaus (dem, "Zwilling") ein von den Maßen genau passendes originales Kastenfenster zugelaufen, natürlich der Kastenstock samt Blendrahmen von den Fensterexperten zersägt. Die Interessante Aufgabe ist jetzt, entweder alle zersägten Teile zu Restaurieren oder den kompletten äußeren Rahmen nachzubauen und das Außenfenster erneut zu tauschen - 1. Stock Altbau mit Hochparterre, 3 Flügel mit Oberlichten, Fenster 145x210 (Innenlichte des Kastenstocks). Den Umgang mit einem Fitscheneisen sollte ich wohl vorher auch noch lernen... es sei denn wir finden einen Profi, der uns bei dieser verrückten Aktion unterstützt.