Nachträgliche Trittschalldämmung im Altbau

02.10.2005



Hallo zusammen,
wir wohnen in einem Altbau ca.BJ.1930 mit Holzbalkendecke und Dielenböden, welche wir in unserer Wohnung abgeschliffen und geölt haben. Wir sind sehr glücklich mit diesem Boden und erfreuen uns jeden Tag daran.
Der Haken daran ist allerdings die Wohnung unter uns bzw. die Menschen die unter uns leben sollen. Man hört einfach jeden Tritt in der Wohnung und umgekehrt auch jedes Geräusch aus der Wohnung unter uns.
Die Wohnung unter uns steht zur Zeit leer und soll von Grund auf saniert und renoviert werden.
Die Geschosshöhe wäre meiner Meinung nach mit 2.75 Meter hoch genug um hier eine Trittschalldämmung an der Decke vorzunehmen, da wir unseren Dielenboden behalten möchten.
Meine Frage ist solch eine Dämmung möglich, mit welchen Kosten muß ich rechnen und habe ich dann wirklich einen Trittschallschutz sodaß ich meinen Mitmenschen unter mir nicht mehr auf dem Kopf rumlaufen muß?



tsd



hallo,
grundsätzlich gehört eine Trittschalldämmung oben, dort wo der Tritt herkommt. Es handelt sich um eine Entkoppelung der Decke und des Fussbodens. Wenn Sie eine Schalldämmung von unten einbauen, bleibt die Übertragung des Trittschalls über die Decke ins Mauerwerk in den Raum darunter. Es gibt zwar Methoden um den Schall von unten zu dämmen (Mit schwingende und abgehängte Decken) aber sie werden nur ein Teil Dämmung hergeben. Die Geräusche die von untemn nach oben gehen, können Sie mit einer solche abgehängte Decke reduzieren. Gegen Luftschall ist jedoch Masse das beste.
M.f.G.
J.E.Hamesse



Lauftschalldämmung



Hallo, kan meinem Vorredner nur teilweise Recht geben. Natürlich gehört eine Trittschalldämmung oben aufgebracht, allerdings haben wir bei einem Freund etwas entdeckt was mich stutzig gamacht hat. Er hat einen alten Dreiseithof wieder aufgebaut und in einem zunächst untergeordneten EG Raum, seine Werkstatt eingerichtet. Und das mit Holzbearbeitungsmaschienen. Über diesem Raum liegt seine Ess- Küche. Trotz des Maschienenlärms war es im oberen Raum sehr ruhig. Umgekehrt hatte er auch kaum Geräusche von oben nach unten. Bei Sanierungsareiten stellte er fest das in diesem Raum eine sehr seltene Holzbalkendecke durch eine nachträgliche abgehängte Konstruktion verkleidet wurde. Als er diese Verkleidung abnahm, wurde die Schallbelästigung deutlich erhöt. Leider weis ich den genauen Aufbsu der Decke nicht, vor allem der Aufbau der abgehängten Decke. Wenn du mir mir Kontakt aufnimst, will ich dir gerne seine Telefonnummer geben. Mit lehmigen Grüßen Martin