Doppelte Dämmung/doppelte Dampfbremse?

14.04.2013



Liebe Experten,
ich habe ein Haus, BJ 1962. Das Dach habe ich unlängst durch 14 cm Zwischensparrendämmung und 6 cm Aufdachdämmung wärmeisolieren lassen. Unter der Dämmung im (derzeit noch ungenutzten Dachboden) befindet sich im Schrägdach eine Dampfbremsfolie.
Nun denke ich darüber nach, das Dachgeschoss auszubauen. Dazu zwei Fragen, die sich mehr oder weniger auf die oberste Geschossdecke beziehen.
1) In einer neu geschaffenen Gaube hat der Dachdecker auf die Dampfsperre (zur Abdichtung gegen ein darunter liegendes Bad) Klemmrockreste zwischen die Dachbalken gelegt. Darüber befindet sich das leicht geneigte, gedämmte und mit Dampfbremse versehene Schrägdach. Wenn nun der Klemmrock auf der obersten Geschossdecke quasi von oben aus dem Dachboden durch Menschen mit Feuchtigkeit beaufschlagt wird, sinkt doch die Dämmwirkung. Muss ich hier den Dämmstoff noch einmal durch eine Dampfbremse von der Feuchtigkeit aus dem künftig genutzten Dachboden abschotten?
2) Ich vermute, dass bislang zwischen den Dachbalken der obersten Geschossdecke Glaswolle (die gute Alte...) ohne irgendwelche Membranen laienhaft verbaut ist. Macht es Sinn, zusätzlich zum bereits gedämmten Dach diese Glaswollschicht in der obersten Geschossdecke durch einen leistungsfähigeren Dämmstoff zu ersetzen? Wenn ja, müsste dieser dann zusätzlich durch eine Dampfbremse geschützt werden? Meine Vorstellung war bisher, dass ich auch hier Klemmrock einbringe und diesen quasi in Dampfbremsfolie einschlage? Nun habe ich in anderen Dialogen etwas über abnehmende Diffusionsgradienten gelesen und gerate ins Zweifeln. Feuchte Luft aus den Räumen unter der obersten Geschossdecke müsste dann zwischen den Balken durch folgenden Schichtaufbau: Putz/Sauerkrautplatten, Dampfbremse, Dämmstoff, Dampfbremse, Bretter. Dann käme der Dachboden und dann (weiter nach oben) nochmal Dampfbremse und Dämmstoff des Daches.
Pfuh, ich hoffe, ich habe den Spagat zwischen detailliert und nicht zu ausführlich getroffen. Für Tipps bin ich extrem dankbar.
Danke im Voraus,
viele Grüße,
Tobias



Räume mit weitgehend...



... gleicher Nutzung müssen definitiv nicht durch eine Dampfbremse getrennt werden. Das gilt auch für Bad gegen Wohnraum.
Durchfeuchtung der Dämmung ist hier nicht zu befürchten, also auch kein Nachlassen der Dämmwirkung, außerdem herrschen ja auch weitgehend gleiche Temperaturen.

MfG,
sh



Danke!



Lieber Herr Hausleithner,
danke für die Antwort. Das beruhigt und hilft. Ich hatte nur beim Anbringen eines Rauchmelders in den Wohnräumen unter der obersten Geschossdecke den Eindruck, dass es durch die Dübellöcher (es war Winter) richtig kalt reinzieht...aber (besser) dämmen werde ich ja noch...nur nach Ihrer Antwort nicht dampfbremsen ;-)
Freundliche Grüße,
Tobias