altes lehmbau fachwerk




wir interessiern uns für ein altes Fachwerkhaus und uns ist nicht klar ob wir ausser dem Lehmfachwerk noch nen zusätzliche wärmedemmung brauchen





In der Regel kann man die Dämmung an einem alten Fachwerkhaus nur innen verbessern. Aber auch nicht um jeden Preis. Dieser Rat wurde hier schon mehrfach gegeben: Gute Fachleute mit Gespür für alte Häuser mit vor Ort nehmen und ganz konkret an der Wand beraten lassen. Und nicht nur eine Meinung einholen.
Ferndiagnosen zu stellen ist fast unmöglich. Zuerst sind vielleicht diejenigen Handwerker dabei, die vor allem Euer Bestes wollen: Euer Geld mit viel & event. falschem Materialeinsatz. Gute Fachleute mit etwas Idealismus für alte Häuser gehen zuerst auch mal ohne Taschenrechner durch ein fremdes Haus. Und sagen auch ehrlicherweise was aus der Sicht des Hauses nicht geht und nicht sein darf.

Viele Grüße
Dietmar



Stimmt



Dietmar hat natürlich recht, aber ich hoffe ihr habt noch etwas besseres als euer Geld ;-))





@Fred Heim

Ich kann dem Einwand nur zustimmen. Die Frage ist immer wie stark sind die Wände und wie ist deren Aufbau. Was jahrhunderte lang gut war, muß man nicht der Wärmeschutzverordnung opfern. Gespart wird meistens nichts, sondern die alte wertvolle Bausubstanz wird oft schneller verschlissen duch zusätzliche Maßnahmen.



Kann sein, kann nicht sein!



Es muss halt alles gut geplant werden. Eine Wärmedämmung ist ja nicht grundsätzlich schlecht. Energie einsparen ist natürlich sinnvoll und machbar und die Häuser werden heute so wie so anders bewohnt, wie vor 100 Jahren. Das bedeutet auch, dass alle Bauteile anderen Bedingungen unterliegen.

Aber ich will dir nicht grundsätzlich wiedersprechen. Alles muss bei alten Häusern mit Sinn und Verstand geplant und umgesetzt werden (eigendlich auch bei neuen)



EnEV beim Wort



Wenn ich mich nicht irre, muss keine Dämmung erfolgen, wenn an der Fassade nichts gemacht wird. Aus meiner Sicht heißt das beim Fachwerkhaus, wenn ich nur die Balken streiche und an einigen Stellen den Putz erneuere, brauche ich auch keine Dämmung anbringen. Wenn ich bei einem verputzten Ziegelhaus den Putz komplett erneuere, muss ich dämmen. Wo bei einer Fachwerkwand eine komplette Erneuerung der Oberfläche anfängt, kann man diskutieren. Die Erneuerung der Fassade einer verkleideten Fachwerkwand macht sicherlich eine (Außen-)Dämmung erforderlich.

Ob Dämmung ökologisch, ökonomisch und für die Bausubstanz sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Viele Grüße
Stephan Schöne



@Stephan Schöne



Was sie geschrieben haben stimmt fast:
Sie müssen eine Wand dämmen, wenn 20% dieser Wand (eines Bauteils) bearbeitet werden soll, dann gibt es auch einen Grenzwert, den sie einhalten müssen. Daher kommt auch mein Anliegen, dass ich immer wieder erzähle:
Das gesamt Energiekonzept des Hauses erfassen, dann muss man an den Wänden, die sicherlich das größte Problem darstellen nicht so viel unternehmen. Arbeiten, die so wie so geplant sind, wie neue Heizung, Dachgeschossausbau mit entsprechender Dämmung, neue Fenster oder überarbeitete Fenster, dämmen der Sohle oder der Kellerdecke, führen evtl. dazu, dass an den Wänden 2-4 cm Innendämmung ausreichen und schon habe ich kein Problem mehr.