Innendämmung 30er Jahre Haus

19.02.2009



Liebe Forumsmitglieder,
ich bin im Moment auf der Suche nach der besten Lösung für die Innendämmung eines 30er Jahre Hauses.
KG bleibt ungedämmt teilweise im Hang aber trocken
EG 36cm Vollziegel
OG Fachwerk teils offen (Mansardendach) teils ausgemauert mit Vollziegel außen mit Schiefer (auch im Bereich des ausgemauerten Fachwerks.
DG Unterdach Holz Teer-bzw. Bitumenbahn und Schiefereindeckung.

Das bisher ungenutzte DG soll ausgebaut werden.
Allerdings sollen alle Arbeiten von innen erfolgen.
Neue Dachdeckung ist nicht vorgesehen.
Im OG gibt es viele Verschnittpunkte von ausgemauertem Fachwerk und Dachkonstruktion.

Sparrenhöhe ca. 12cm.

Die bisher bevorzugte Variante ist im ausgemauerten Bereich eine Diffusionsoffene Dämmung von 6cm (Pavatex Diffutherm ) darauf Wandheizung und Lehmputz.
Im Sparrenbereich Homtherm flex CL darunter pro clima intello und GK-Platten.
Die ursprünglich von mir präferierte Hinterlüftung der Dämmung läßt sich nur schwer herstellen.
Zwar wären die 2cm Lüftungsebene kein Problem, aber an Traufe und Giebel bekomme ich die nach DIN geforderten Lüftungsquerschnitte nicht hin.
Die Frage ist also ob ich auf die Hinterlüftung verzichten soll (Was kann passieren?)

Freue mich schon auf die Antworten.



Hinterlüftung



Ich würde auf die Belüftung nicht verzichten.
Die bituminöse Unterdeckung des Schiefers ist Dampfdicht.
Besteht die Möglichkeit Zwangslüfter in die Schieferfläche mit ein zu binden?Also Schieferflächenlüfter.
Wenn ja würde Ich die einbauen lassen.



Innendämmung 30er jahre



Hallo,

das eigentliche Problem ist die Sparrenhöhe von 12 cm mit der Folge, daß
- eine ausreichend dicke Dämmschicht nicht eingebaut werden kann
- die Zusatzlasten nicht im Bereich zulässiger Verformungen aufgenommen werden können.

Die fehlende Hinterlüftung ist dann nur ein weiteres Problem.

Zudvor müssen Sie Ihr Dach statisch ertüchtigen, wofür es zwei Möglichkeiten gibt (ich kenn ja das Haus nicht):
1. Haus-in-Haus-Lösung: das Dach bleibt wie es ist, Sie stellen eine neu gebaute Kiste aus kaltverformten Stahlleichtprofilen rein und bringen im Hohlraum die Dämmung unter.

2. Sie doppeln die Sparren auf 25 cm auf, wofür es eines erfahrenen Zimmermanns bedarf, damit das ganze auch statisch wirkt.

Grüße vom Niederrhein



Innendämmung



Das Aufdoppeln der Sparren wäre kein Problem.
Statisch ist auch alles schon geklärt.
Die Entscheidung wie dick die Dämmung wird liegt auch an der dadurch einhergehenden nutzbaren Raumhöhe.
Ist halt alles nur ein Kompromiss.
Die eigentliche Frage ist jedoch Das System ohne Hinterlüftung
Fasrige Dämmung und variable Dampfbremse.
Wenn man die Studien von pro clima liest, denkt man ja da kann nichts mehr schief gehen.





Hallo,

die pro-clima rettet da sicher einiges, schützt aber nur vor der ganz großen Katastrophe, und von den kleinen wird man geplagt.
Das heißt, anfallsweise ist die Dämmung ohne Hinterlüftung naß, m.a.W.: sie dämmt nicht. Sie trocknet dann wieder aus, was unter Wärmeaufnahme vonstatten geht.
Die Frage ob keine oder eine anfallsweise nasse Dämmung besser wäre, erinnert mich an das Beispiel der Uhren:
Die eine geht täglich eine Minute vor, die andere steht. Welche ist genauer ?

Grüße vom Niederrhein



Den Uhrenvergleich



muss ich mir merken.
Vielen Dank.
Wie gesagt mein Problem ist, dass ich auf jeden Fall die Konstruktion soweit wie möglich schützen möchte. Das Dach ist dicht, einbindende Bauteile gibt es in der Dämmebene nicht, bzw. lassen sich abkoppeln und darunter durch dämmen.
Die Hinterlüftung herzustellen würde in Traufe und Giebel einen großen Aufwand bedeuten.
somit bleibt wohl nur die Möglichkeit evtl. anfallende Feuchtigkeit wieder in den Raum entweichen zu lassen.
Eine herabgesetzte Dämmleistung (vorübergehend) ist da denke ich das kleinere Übel oder wie ist Ihre Meinung?

Vielen Dank schon mal für die Antworten



Hintrlüftung



Hallo,

ich würde auf gar keinen Fall auf eine Hinterlüftung von ca. 4 cm verzichten !
Die Sache mit den Schieferflächnlüftern müß doch irgendwie zu machen sein. Es ist allemal den Aufwand wert.

Grüße



Schieferflächenlüfter



Ich will mich mal drauf einlassen.
Das hieße die Flächenlüfter am Giebel einbauen und entlang der Traufe für Belüftung sorgen.
Beim Gielbel sehe ich kein Problem, dort kommt man über die Kaminkehrerstiegen gut ran.
Das Problem ist nun die Traufe.
Da eigentlich von außen nichts gemacht werden sollte Höhe ca. 8m ist im Moment auch kein Gerüst geplant.
Allerdings habe ich gestern festgestellt, dass man von innen an das von unten an die Balkenköpfe befestigte Brett herankommen könnte.
Gibt es eine Variante, wie ich z.B. Dosenbohrungen setzen kann und diese von innen mit einem Gitter verschließen kann?
So daß es von außen trotzdem noch erträglich aussieht ?



Lochblech



Ja.Öffnungen einbauen und mit Lochbleche aus Zink oder Aluminium abdecken.
Ansonsten über dem Fußgebinde der Traufe je nach Deckung die Trapetzflächenlüfter einbauen und einbinden.