Dachboden ausbau

29.12.2020 Anglebde


Servus miteinander,

ich bin grad dabei einen ca. 150 Jahre alten Bauernhof zu renovieren. Dabei soll der Dachboden ebenfalls ausgebaut werden.
Der Boden besteht aus Lehm - Stroh Gemisch. Darüber waren Bretter auf dem Balken genagelt. Beim entfernen der Bretter war zu erkennen das der Lehmboden mit ordentlich Mäusekot bedeckt war.

Würdet Ihr nun die komplette Lehmdecke entfernen oder ca. 2cm der oberen Schicht abtragen und aussaugen? Gerne würde ich den Lehmboden erhalten lassen..
Was meint ihr?



Fachwerkdevise



sollte sein, soviel als möglich Vorhandenes zu bewahren. Wenn es zumutbar ist, würde ich etwas abtragen und wieder einen Verstrich aufbringen. Oft ist dies aber aus geruchlichen Gründen nicht umzusetzen.



Absaugen, wenn's nicht mehr riecht



Moin, ich habe auch meinen Dachboden auseinander reißen müssen. War extrem durchgebogen und brauchte neue Balken. Bei mir mussten also die gesamten Stroh/Lehm Decken raus, damit neue Balken gelegt werden konnten. Dabei habe ich auch zwei Mäusetstädte in einer gefühlten Größe von Hamburg gefunden. Ich konnte aber nicht alles 'rausholen, da irgendwann mal um den Schornstein herum Beton gelegt worden war. Ich habe mich entschlossen, das einfach so lassen - aussaugen und fertig. Begründung - Die Nester müssen sehr alt gewesen sein (Sütterlin Paprerfetzen...) und es riecht nicht ... also Altbestand. Mein Vorschlag wäre, es bei Dir einfach so zu lassen und absaugen, wenn es nicht riecht und nicht frisch sein sollte - stell ein paar Mausefallen mit lecker Schinken auf, und wenn sich in zwei Wochen keine Maus blicken lässt solltest Du damit sicher sein.


Ach ja, und wie Pope sagt: alles was bleiben kann - sollte auch behalten werden. Bei mir kommt der Lehm wieder nach oben - aber in Ziegelform in den Fehlboden ...

Frohes neues ...

Andreas