Dachdämmung

28.02.2004



Nun haben wir unser 200 Jahre altes Haus fast gekauft. Bald haben wir den Schlüssel.
Der Denkmalschutz will den Dachstuhl erhalten, mal sehen ob sich das machen läßt.
Meine Frage: Die Dachdämmung erscheint mir mit Dampfsperre sehr riskant. Zumal der Anschluß zum Fachwerkgiebel schwierig werden dürfte. Ich hörte die These, daß man die Dampfsperre auch weglassen kann. Stimmt das?
Noch eine Frage: Außendämmung auf das Fachwerk (Erneuerung der Existierenden) wie geht das kostengünstig und ungefährlich fürs Haus? Jetzt ist nur eine Holz(Stülp)schalung drauf. Die soll am Ende auch wieder drauf.





salute , wenn man das Dach mit Zellulose dämmt, kann man auf die Dampfbremse verzichten. wie man eine Fassade mit wenig geld sehr gut dämmt, ist auf unserer seite zu sehen.
der lehmputZähr



Kaltdach ?



Ist der Dachstuhl ausgebaut oder ist es ein Kaltdach.
Wenn Kaltdach, würde ich nur die Decke "vernünftig" dämmen und ansonsten das Dach lassen wie es ist.
Alles andere wäre Dämmwahn und eine Dampfsperre ist sowieso absoluter Unsinn - funktioniert nur im Labor.

Geld kann man auch sinvoller ausgeben, ohne auf Versprechungen der Dämm-Industrie und ihren angeschlossenen "Außendiensten" hereinzufallen.
Und - die Schalung würde ich dort lassen wo sie ist - wenn sie denn noch in Ordnung ist.
Gruß



Eigentlich ja



Es ist ein Kaltdach. An sich stimme ich ihnen zu. Jedoch muß/möchte ich das Dach ausbauen weil das Haus nur 90m² Wohnfläche hat. Ein Denkmalschützer riet mir zu einer vor- und hinterlüfteten Dämmung mit Dämplatten. Da macht mir die Dachlast jedoch Angst.



Tipp vom Dachdeckermeister



Hallo, haben Sie schon mal über eine Aufsparendämmung nachgedacht? Sie können dann den Dachstuhl erhalten. Auch ist eine Dampfsperre nicht nötig. Sie brauchen nur eine Klimamembran, um das Dach Winddicht zu bekommen. Ich kann Ihnen die Aufsparendämmung mit Polystyrol empfehlen, die ist auch nicht so schwer wie eine Mineralische. Schauen Sie doch mal auf die Seite " www.bayerdach.de". Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Schöne Grüße
Andrè Küchen



Einfach währt am längsten



Hallo,

es ist schön, dass der Bauherr von sich aus gewisse Dinge mit dem Bauchgefühl einschätzen kann. Lassen sie die Sperre weg. Nehmen Sie als Dämmung Cellulose, Hanf oder Flachs. Es sind Baustoffe die mit Feuchte umgehen können. Außen können sie eine Unterdachplatte z.B. von Gutex einbauen. Innen nehmen wir meist reine Kalkputze (Mörtelwerk wie zu Ostzeiten) oder Lehmputze auf Putzträgern und als Untergrund Holzschalungen. Ja, in den Detailanschlüssen liegt der teufel.

Dämmen Sie das Fachwerk nicht von außen nur, wenn sie ggf. eine Holzschalung einbauen. Nicht kostengünstig jedoch die beste Lösung ist eine Verstärkung der Lehmwand mit Lehmsteinen nach innen. Das die Holzschalung wieder eingebaut wird ist gut, sie können die Traglattung ebenfalls mit Lehm umbauen

Viel Spaß und Daumendrücken
Michael Reisinger