Bodenplatte herstellen

18.03.2011



Hallo Community,

ich habe in unserem gerade erworbenen alten Bauernhaus im Erdgeschoss die vergammelten Holzdielen entfernt. Darunter liegen etwa 30 cm Sand, darunter Lehm.

Ich möchte nun eine neue Bodenplatte Betonieren. Der Sand soll entfernt werden.
Den Bodenaufbau habe ich mir folgendermaßen vorgestellt:
(von unten nach oben)
- Styrodur 8-10 cm
- Folie 0,5 mm
- Beton 15 cm mit 2 Lagen Stahlmatten
- Dämmung 3 cm für Fußbodenheizung
- Niedrigestrich mit Stahlfasern 4 cm
- Fliesen

Gibts da direkt auffällige Fehler oder Verbesserungsvorschläge?

Der wichtigere Punkt meiner Frage ist folgender:

Wie sieht das ganze im Randbereich aus?

1) Muss die Betonplatte durch "Nasen" formschlüssig mit der Außenwand bzw. Fundament verbunden sein?

2) Kommt eine Randdämmung um die Platte?

2a) Falls "Ja": Das Fundament ist gemauert und hat somit keine glatte Oberfläche. Kann der Randdämmstreifen einfach davor geklemmt werden, oder muss der irgendwie verklebt werden, damit Zwischen Dämmstreifen und Fundament keine Leerräume bleiben?

3) Gibts da möglicherweise Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit? Was muss man diesbezgl. beachten?

Für Tips wäre ich sehr dankbar!

Vielen Dank im Voraus!

MFG

Simon



Fußbodenaufbau



Ich mache Ihnen einen Gegenvorschlag:
- Sand drinnen lassen, verdichten, ev. 5 cm ausräumen,
- Trennlage (Folie),
- 5-10 cm Unterbeton,
- Abdichtung (Dichtschlämme oder Schweißbahn),
- Wärmedämmung,
- Heizestrich,
- Fliesenbelag.
Unterbeton und Estrich nicht mit den Fundamenten verankern!

Viele Grüße



Bodenplatte herstellen



Danke für die Antwort!

Wo liegt der Vorteil Ihrer Variante?
Auffällig ist, dass die Dämmung über der betonplatte liegt.

Der Sand muss größtenteils raus, damit ein betimmtes Niveau nicht überschritten wird. Denn auch der Vorgeschlagene Aufbau ist ja höher als 5 cm.

Dreundliche Grüße

Simon



Hallo



Hier im Forum wurde das Thema Fußbodenaufbau in älteren Häusern schon öfter diskutiert. Es gibt sicher mehrere Varianten die zum Erfolg führen. Natürlich sind alle Hinweise und Gedanken hier immer sehr aufschlussreich. Die von Ihnen beschriebene Vorzufindende Situation ist auch eine Möglichkeit sich vielleicht auf den Einsatz von Schaumglas einzulassen. Der Einbau und auch die Wirkungsweise, dieses Baustoffs bieten sich regelrecht an in Ihrem Fall. In einigen von mir betreuten Projekten haben wir ähnliche Bedingungen vorgefunden und uns eingelassen Schaumglas zu verwenden. Der Kunde ist immer wieder beeindruckt von dem Ergebnis. Dass nicht nur schnell gearbeitet werden konnte sondern auch die gewünschten Effekte voll zum Tragen gekommen sind sprechen für sich. Wärmedämmung, Tragfähigkeit und auch der Verzicht auf Folien usw. haben sich bisher immer bestätigt.
Wollen sie mehr über den Einsatz Erfahren kontaktieren Sie mich einfach vielleicht kann ich Ihnen auch bei Ihrem Projekt behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen die Lehmschwalbe
Ralf Pawlik