Bodenaufbau Holzbalkendecke / Verschalung oder Aufbau?

24.01.2010



Hallo,

im bauexpertenforum.de wurde mir empfohlen, meine Frage hier zu stellen. Darum hier noch einmal:

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es geht hier um mehrere Zimmer mit je etwa 20qm und Spannweiten zwischen 4 und 5m. Die Balken sind unterschiedlich dick, sehen aber alle gut aus. Auch in der Mitte schwingen sie fast nicht.

Wir möchten den Boden mit einer Trockenschüttung und Estrichelementen aufbauen. Meine Frage ist, wie wir den Untergrund am besten aufbauen, weil ich in der Aufbauhöhe eingeschränkt bin. Am Ende des Raumes kann man erkennen, wo vorher die alten Sockelleisten verlaufen sind (unterer brauner Rand). Später sollen wieder Alt-Berliner Sockelleisten rein und die Heizkörper lassen nicht so viel Platz. Wie man sehen kann, sind die Holzbalken nicht ganz gerade, sondern fallen nach rechts ab. Das kann man ebenfalls in Bezug auf den unteren braunen Rand sehen.

Um den Bodenaufbau nun so gering wie möglich zu halten, habe ich mir überlegt, an die Seiten der Holzbalken Kanthölzer zu schrauben, um die Zwischenräume zwischen den Holzbalken zu verschalen. Damit würde ich die Materialstärke von Verlegeplatten sparen, die ich ansonsten auf die Balken schrauben müßte. Ist das vernünftig, oder soll ich den Untergrund für die Schüttung doch auf die Balken und nicht zwischen die Balken schrauben?

Wie hoch sollte die Mindesthöhe der Schüttung sein?

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Zusätzlich habe ich folgendes angegeben:


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Mit der Schüttung will ich einen festen und ebenen Boden erreichen, auf dem ggf. auch gefliest werden kann.

Die Zwischenräume würde ich beispielsweise mit Steinwolle füllen. Bessere Idee?

Ist mein Konzept insgesamt schlecht? Mir ging es darum zu erfahren, ob ich den Untergrund zwischen die Balken oder auf die Balken bringen soll.

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Ein Bilden findet man hier: http://www.bauexpertenforum.de/imagehosting/121044b5b9318e843a.jpg





Hallo Heidi,

Im Prinzip brauchst Du nur den Fehlboden, die Bretter die lose zwischen den Balken lagen, wieder einlegen, einen Rieselschutz drauf machen und dann mit Lehm oder gebrannten Sand wieder auffüllen. Das Gewicht ist für den Schallschutz wichtig und verhindert auch ein Aufschwingen der Decke. Eventuell mal einen Statiker zur Masse befragen. Dann kann der Fußboden mit der Schüttung so wie Du geschrieben hast aufgebaut werden. Am höchsten Punkt sollte mindestens 1 cm Schüttung unter den Estrichelementen liegen.

Grüße aus Schönebeck



Fußbodenaufbau



Hier eine weitere Variante:
Wenn Sie schon so weit gekommen sind und (unnötigerweise) die Deckenfüllung ausgebaut haben, dann können Sie auch mit Lewisplatten weiterarbeiten.
Den Hohlraum mit Miwo oder ähnlichem Dämmmaterial auffüllen, um den Trommeleffekt zu mindern, Lewis- Schwalbenschwanzplatten schallentkoppelt montieren und Estrich einbauen.

Viele Grüße



unnötigerweise



Naja, die alten Dielen waren beschädigt und nach meiner Vorstellung nicht mehr zu restaurieren. Als die Dielen raus waren, haben wir gesehen, dass dieser Fehlboden zu weiten Teilen eingebrochen war. Mindestens die Hälfte war kaputt. Also haben wir auch diesen entfernt, um die Konstruktion zu erneuern.



unnötigerweise



Naja, die alten Dielen waren beschädigt und nach meiner Vorstellung nicht mehr zu restaurieren. Als die Dielen raus waren, haben wir gesehen, dass dieser Fehlboden zu weiten Teilen eingebrochen war. Mindestens die Hälfte war kaputt. Also haben wir auch diesen entfernt, um die Konstruktion zu erneuern.



unnötigerweise



Naja, die alten Dielen waren beschädigt und nach meiner Vorstellung nicht mehr zu restaurieren. Als die Dielen raus waren, haben wir gesehen, dass dieser Fehlboden zu weiten Teilen eingebrochen war. Mindestens die Hälfte war kaputt. Also haben wir auch diesen entfernt, um die Konstruktion zu erneuern.





Diese Lewis-Platten gefallen uns ganz gut. Dort ist zu lesen:
Eigengewicht inkl. Vergußmasse ca. 90 kg/qm (ca. 0,9 kN/qm).

Das sollte doch für nahezu jede Holzbalkendecke kein Problem sein, die in gutem Zustand ist?



weitere Alternative



Fehlboden ersetzen, seitliches auflaschen der Balken zum Ausgleichen von unebenheiten etc.
Hohlraum mit Lehm-Hobelspan-Dämmung füllen.
Rauhspund mind. 28 mm stark verlegen.
Für Fliessen kann dann ein Trockenestrich verlegt werden.

Grüsse Thomas





Die Lewis- Platten wurden eigens für Anwendungen auf Holzbalken konzipiert. Dürfte statisch kein Problem sein, lediglich die Ausführung sollte da einer Firma überlassen werden. Dafür geht es aber auch ungleich schneller.
Die Aufbauhöhe beträgt etwa. 60mm.

Grüße aus Schönebeck





Danke. Ich habe nochmal alles nachgemessen.

Der Raum ist 4,80 x 4,50m.
Die Balken haben alle einen (durchschnittlichen) Durchmesser von 170mm. Einer ist nur rd. 140. Dafür hat der daneben 200mm. Alle anderen etwa 170mm. Der Abstand zwischen den Balken beträgt je 500 bis 600mm.

Grundsätzlich waren wir auf der Suche nach einer "Eigenbau-Lösung". Daher dachten wir auch an die Schüttung. Von den Lewis-Platten haben wir heute zum ersten Mal gehört.



Wenn der Fehlboden...



...belastet werden soll (über die Last der Füllung hinaus), muß er auch entsprechend ausgeführt werden. Alte Fehlböden sind dafür üblicherweise nicht geeignet.

Wenn es an Aufbauhöhe fehlt, warum dann nicht wieder eine Dielung? Die Variante von Georg funktioniert mit Sicherheit, Holzböden werden aber von vielen als angenehmer empfunden, klimatisieren ein wenig. Dielenböden sind zudem nicht der Mode unterworfen, im Gegensatz zu Fliesen somit zeitlos.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Holz



Ja, zwei Punkte halten uns noch von den Lewis-Platten ab.

1. Wir sind Holzfreunde
2. Den Estrich können wir nicht selbst auf rd. 22qm gießen. Das ist also mit weiteren Kosten verbunden.

In diesem "ersten" Zimmer, das wir renovieren/sanieren, wird ein Parkett-Boden verlegt.

Ich hatte zwischenzeitlich auch schon wieder überlegt, einfach OSB-Platten auf die Balken zu schrauben und den Parkett schwimmend darüber. Dazwischen natürlich eine Trittschalldämmung.

Ich hätte zu den Lewis-Platten noch eine Frage. An und für sich hört sich das natürlich gut an. Vor allem hätte man eben doch Ruhe, weil der Boden tatsächlich steif und eben wäre.

Was würde es etwas kosten, in einem 22qm großen Raum Estrich eingießen zu lassen? Das Zimmer ist im ersten Stock und an der Straße gelegen. Wenn ich das auf der Anbieterseite richtig lese, sprechen die von einer Estrichhöhe von etwa 35mm. Ist natürlich auch alles eine Preisfrage. Wir haben davon nämlich 10 Zimmer, die alle etwa 22qm groß sind, aber wegen Bewohnung nacheinander gemacht werden müssen.

Für Eure Hilfe und die Tipps besten Dank.





Hallo,

wenn ohne hin Dielung oder Parkett drauf soll halte ich einen derartigen Fußbodenaufbau für ungeeignet. Vor allem auch da Sie nur Zimmerweise arbeiten können. Hier sollte es dann erheblich günstiger sein die Fehlböden wieder einzubauen und aufzufüllen. OSB Platten können Sie auch schwimmend in Schüttung verlegen, ist zwar deutlich schwieriger als Trockenestrich da Nut und Feder statt Stufenfalz, aber möglich. Dann Parkett (geklebt) oder Dielung (geschraubt) drauf.

Grüße aus Schönebeck



Schüttung



also direkt auf einen neuen (und entsprechend stabilen) Fehlboden? Darauf schwimmend OSB-Platten?

Letzte Frage:

Worin sind die wesentlichen Unterschiede, ob ich OSB- oder Estrich-Platten schwimmend auf der Schüttung verlege? Jetzt für den Parkett-Boden, aber auch später, wenn ich vor der gleichen Frage im Bad stehe, wo gefliest werden soll?

Danke.





Hallo,

OSB Platten sind Holzspanplatten die relativ diffusionsdicht sind. Sie haben Nut und Feder. Estrichelemente sind meist auf Gipsbasis. Sie haben eine Stufenfalz was die Verlegung grade auf Schüttung deutlich vereinfacht. In Bädern würde ich auf Estrichelemente zurück greifen da diese unkomplizierter zu fliesen sind.

Grüße aus Schönebeck



Bitte beachten:



Auf Estrichelementen können später keine massiven Dielen verschraubt werden.

Die Schüttungen gehen auch mitunter nach hinten los, wenn sie nachsacken, oder in den Unterbau verrieseln. Das muß nicht passieren; da es aber ohne Zweifel vorkommt, empfehle ich, auf Schüttungen zu verzichten, wenn sich andere gute Möglichkeiten ergeben. Eine Ausnahmerolle hat unter den Schüttungen Mehabit, weil sich die bitumierten Hanfschäben miteinander verkleben.

Ich würde ferner prüfen, ob der Trittschall wirklich sooo unverzichtbar ist. Mit dem Untergrund verklebte Parkette sind stabiler, und wesentlich besser schleifbar.

Grüße

Thomas