Frage zur Fasade und Innendämmung

18.10.2012 Carsten



Hallo,

ich habe eine Frage zur Ausführung einer Fasade in Verbindung mit der möglichkeit einer Innendämmung mit evtl. Einbau einer Wandheizung.

Es Handelt sich um ein Fachwerkhaus. Das Bj. ist mir nicht bekannt.

Ursprünglich hatte das Haus einen Kriechkeller und ein Bruchsteinfundament welches ca. 80cm aus dem Erdreich ragte.
Das Bruchsteinmauerwerk wurde abgebrochen und durch ein Betonfundament mit mind. 80cm Höhe und 70cm Dicke ersetzt.

Die Kriechkeller wurden zugeschüttet und mit ca. 20 bis 30cm Dicken Betonbodenplatten zu betoniert welche auf den Beton Streifenfundamenten der ehem. Bruchsteinwand aufliegen.

Vor die Fachwerkausenwand wurde bis zu 1. Etage eine Bimswand mit Hinterlüftung auf dem Betonsockel vorgemauert.

In der zweiten Etage soll eine Stülpschalung aus Lärchenholz
verbaut werden.

Alle Blaken und Gefache sind von ausen komplett frei gelegt.

_Jetzt zu meiner Frage:

Wie sollte der Wandaufbau der Fassade aussehen. Ich würde den Innenausbau gerne im Trockenbauverfahren erstellen und aus Platgründen im Ausenbereich auch gerne von Innen dämmen.

Danke für ein paar Meinungen und Erfahrungen.

Gruß Carsten



Also...



... Die Bimswand würde ich schreddern, wenn möglich... so unkontrollierbare Lufträume sind oft von Übel, außerdem gewinnt man ordentlich Raum... aber Achtung: Die Wand kann auch statische Funktion haben (Auflager für Deckenbalken)...

Weiter: Holzfaserplatten (5-6cm) von innen kleben/dübeln, Schienensystem Wandheizung, Lehmputz... feddisch... alles einfach, diffusionsoffen, usw...

Die Schalung im OG unbedingt hinterlüftet ausführen...

Wie siehts denn mit der Dämmung der Betondecke aus?

Ist die bestehende Heizung für Wandheizung geeignet? Sone Mischergruppe oder ein FWR ist nicht ganz billig...

MfG,
sh





Guten Morgen,

ich habe das falsch formuliert, die Bimswand steht vor der Ausenwand und schließt an der 1 Etage mit einer Traufe ab.

Die Lärchenschalung schließt an der Traufe an.

Die Bodenplatte soll mit Fermacell Trockenestrich und ca. 4 cm Dämmung belegt werden.



Verständnisfrage



Wie können alle Balken und Gefache von außen frei gelegt sein, wenn da jetzt eine Wand davor steht?

MfG,
sh





Fotos bitte !
Das ganze führt zu Missverständnissen. Man kann so auch keine konstruktiv wichtigen Elemente beurteilen.

Grüße





Also, hier eine kleine Skizze nach Farben beschrieben:

1. Türkis, neuer Betonsockel mit Sperrschichten
2. Rot, reste de alten Bruchsteinfundaments
3. Gelb, verputze Bismwand mit Luft zur alten Fachwerkwand
4. Blau, Fachwerwand, mit Bims,Backstein oder Lehmgefachen
5. Braun, neue Bodenplatte 30cm mit Sperren usw.



Wie breit...



... ist denn der Luftspalt?

MfG,
sh





Er beginnt bei ca. 5cm und endet bei ca. 10cm in Richtung 1
Etage.



Überlege mal...



... in Richtung Einblasdämmung...

MfG,
sh





Einblasdämmung ?
Wie sicher soll denn die vorgemauerte Wand mit der existierenden verbunden sein ? Wenn da nichts ist, was ich vermute, wäre einblasen ein völlig unkalkulierbares Risiko.

Ich rate vorher zu einer nachträglichen verdübelung unter Aufsicht eines Statikers. Schließlich gibt es keine einbindenden Querwände, keinen Mauerwerksverbund.

Grüße





Die gemauerte Wand steht lediglich um das Haus "drum herum".

Noch einmal auf meine Frage zurück kommend,

wie kann/sollte die Lärchenschalung und die Dämmung des Hauses sinnvoller Weise ausgeführt werden.

Das EG kann nicht mehr von aussen gedämmt werden.
Das OG könnte lediglich recht dünn(vielleicht 6cm) von aussen in der Verschalung oder von innen gedämt werden.

Der Ausbau soll wenn möglich in Trockenbauweise erfolgen.





Genau das meinte ich: Die gemauerte Wand steht lediglich um das Haus "drum herum".

Sie steht eben nur rum, ohne festgehalten zu werden.
Das EG kann aber durch Ausblasen kerngedämmt werden (sinnvollste Ausführung). Das OG kann mit üblichen Hilfskonstruktionen so gebaut werden, dass eine Stülpschalung
als Vorhangschale vor Hinterlüftung und ausreichende Dämmung passt. Im industriellen Maßstab liefert z.B. die Firma STO hierfür Beispiele: STO-Ventec R. 10MB zum download.

Handwerklich wäre das mit einer entsprechenden Traglattung zu bewerkstelligen. Hier ist Detailplanung erforderlich !

Grüße





Wie soll dann der Innenausbau erfolgen.

Ständerwände ohne weitere Dämmung ?





Hallo,

wenn Sie mit "Innenausbau" die Wandbehandlung der Innenwände meinen: Sie können irgendwie Verputzen oder nur streichen, oder spachteln und Streichen oder putzen und streichen.
Einen Trockenbau auf Abstand würde ich eher ablehnen, weil er bauphysikalisch problematisch ist. Die stehend Luftschicht führt zu einer unnötigen Abkühlung und fehlenden Innenbelüftung der inneren Mauerfläche.

Grüße





Könnte man eine Wand folgend von nnen nach aussen geshen
aufbauen.

Fermacel 10mm
Kantholz (Installationsebene
OSB Platte (12mm)
Dünne Steinwolldämmung (ca. 40mm)
Fachwerkwand mit oben genannten Gefachen
Steinwolle ca 80mm
Diffusionsoffene Unterspannbahn
Kantholzkonstruktion (Hinterküftung)
Lärcheschalung



Ja...



... das würde wohl gehen... rein bauphysikalisch...
Allerdings gefällts mir nicht... Die Fenster im Giebel, so vorhanden, werden ganz schöne "Höhlen" werden...
... und Wandheizung ist dann auch nicht.

MfG,
sh





Lieber Carsten,

warum fragen Sie eigentlich, wenn Ihre Meinung doch schon feststeht ? Ich denke zum Einbau einer baumarktmäßig gebastelten Innendämmung aus weniggeeignetem Material mit untauglicher Konstruktion ausreichendes gesagt zu haben.

Grüße





Herr Beckmann,

genau eine solche Antwort, soweit es eine ist, ist eine recht
anstregende Art und Weise welche ja in jedem Forum present ist.

Ich Suche hier keine Absolution und ja, ich habe eine favorisierte Vorstellung welche allerdings nicht in Stein gemeiselt ist.

Ich habe ein Haus in oben beschriebenem Zustand zu sanieren.

Herr Hausleithner hat mir wenigstens einen Vorschlag bestätigt.

Es geht auch nicht darum es aus Baumarkt oder Fachmarktmaterialien zu erstellen. Ich verwende einfach mal Oberbegriffe.

Sie favorisieren ja sicherlich Materialien und Lösungen welche auch mir helfen könnten.

Scheuen Sie nicht mir diese Mitzuteilen.



Moooment mal...



Ich habe nichts bestätigt oder für "gut" befunden...

Das Scheitern der angedachten komplizierten und komplexen Konstruktion mit viel Materialmix ist je nach Baustoffen und Ausführung nicht im Rahmen des Unmöglichen... ich habe schon so dermaßen viel "Dämm-Gammel" entfernt, vielleicht hast Du ja mal die Muße, eine Woche mitzufahren...

Meine prinzipiellen Vorschläge für eine einfache und nachhaltige Konstruktion habe ich unterbreitet, zu diesen stehe ich... wenn die blöde Bims-Wand eh nicht da ist wo ich sie zunächst vermutet hatte, dann umso besser...

Die beschriebene Trockenbau-Variante findet im FW-Haus nicht meine Billigung, aber es könnte w.g. durchaus klappen... Aber: Warum wohnt man denn im FW-Haus, wenn alles mit "modernen" Baustoffen zugeklebt wird? Was ist mit Fenstern, Lüftung, Heizung... es fehlt ein Konzept... m.E. wird das Haus sozusagen "vergewaltigt"...

Sorry, musste raus... nix für ungut...

MfG,
sh