Fachwerk.de - Dachziegel - die richtige Wahl
dem Zeitgeist folgend, wurde unser Häusledach in den 60ern mit Faserzementplatten gedeckt. Die sollen durch Tonziegel ersetzt werden. Hinsichtlich der Farbe wurden wir amtsseitig gebeten, das eifeltypische anthrazit zu verwenden. Aber was ist mit der Form? Wir haben einen Restbestand alter Ziegel gefunden, die meiner Meinung nach einem Krempziegel sehr nahe kommen. Irgendwo habe ich allerdings gelesen, dass dieser Ziegeltyp typisch ist für Niedersachen und Sachsen-Anhalt. Und wenn ich mir die Dächer in unserer Umgebung so anschaue, sind diese vorwiegend mit Rheinländer oder Frankfurter Pfannen gedeckt, abgesehen von den nach wie vor dominierenden Asbestplatten.
Wie würdet Ihr entscheiden, der Umgebung angepaßt oder eher authentisch?
Hinweis zum Urheberrecht: Das Foto stammt aus der Chronik "600 Jahre und mehr... Geschichte und Geschichten von Wershofen und Ohlenhard".
Viele Grüße
Karin
ganz schön faszinierend
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Tadelakt-Schmiede | Karin Pusch | 24.01.05
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Tadelakt-Schmiede | Karin Pusch | 24.01.05
Grenzwanderung
Hallo Karin,
Du schneidest hier verschiedene Aspekte an.
Zuerst zu Niedersachsen und SA. Das ist der Kerngebiet der Links-Kremper.
Daneben gibt es dann noch den Rechtkremper und auch den Flachkremper - alles ältere Formen.
Insofern ist überhaupt nicht auszuschließen, daß die eine oder andere Variante der Krempziegel auch in anderen Regionen anzufinden war / ist.
Die Frage "angepasst oder authentisch" ist nicht ganz leicht zu beantworten. Dem Zeitgeist folgend müßten wir uns doch alle von Hamburgern ernähren.
Woran haben sich den die Nachbarn mit Frankfurtern etc. orintiert? An nichts - das aber gnadenlos !!!
Übrigens: Gur erhaltene Kremper gibt es käufig in historischen Baustoffhandlungen. Die sind quasi unverwüstlich.
Entscheidend ist auch immer, wenn Du nicht die gesamte Lattung erneuern willst, vorher den Lattenabstand zu messen - und danach einen historischen Ziegel zu wählen
Gruß aus BS
Bernd
Es ist insofern nicht auszuschließen, da
anonymus | 24.01.05
Hallo Karin,
Du schneidest hier verschiedene Aspekte an.
Zuerst zu Niedersachsen und SA. Das ist der Kerngebiet der Links-Kremper.
Daneben gibt es dann noch den Rechtkremper und auch den Flachkremper - alles ältere Formen.
Insofern ist überhaupt nicht auszuschließen, daß die eine oder andere Variante der Krempziegel auch in anderen Regionen anzufinden war / ist.
Die Frage "angepasst oder authentisch" ist nicht ganz leicht zu beantworten. Dem Zeitgeist folgend müßten wir uns doch alle von Hamburgern ernähren.
Woran haben sich den die Nachbarn mit Frankfurtern etc. orintiert? An nichts - das aber gnadenlos !!!
Übrigens: Gur erhaltene Kremper gibt es käufig in historischen Baustoffhandlungen. Die sind quasi unverwüstlich.
Entscheidend ist auch immer, wenn Du nicht die gesamte Lattung erneuern willst, vorher den Lattenabstand zu messen - und danach einen historischen Ziegel zu wählen
Gruß aus BS
Bernd
Es ist insofern nicht auszuschließen, da
anonymus | 24.01.05
Höhere Belastung durch Ziegel
Hallo Karin
Ich kenne den Zustand Eures Daches nicht, doch möchte ich darauf hinweisen, dass der Austausch von Wellplatte mit Ziegeln zu einer enormen Mehrbelastung des Dachstuhls führt.
Wenn das Dach zudem auch noch ausgebaut werden soll, empfehle ich eine Überprüfung der Statik.
Schöne Grüsse aus dem verschneiten Franken.
Hallo Karin
Ich kenne den Zustand Eures Daches nicht, doch möchte ich darauf hinweisen, dass der Austausch von Wellplatte mit Ziegeln zu einer enormen Mehrbelastung des Dachstuhls führt.
Wenn das Dach zudem auch noch ausgebaut werden soll, empfehle ich eine Überprüfung der Statik.
Schöne Grüsse aus dem verschneiten Franken.
... sinnvoll sanieren ...
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Ingenieurbüro Leyh | Dipl.-Ing.(FH) Thomas Leyh | 25.01.05
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Ingenieurbüro Leyh | Dipl.-Ing.(FH) Thomas Leyh | 25.01.05
yepp
Hallo Thomas,
das haben wir natürlich berücksichtigt. Jetzt, wo die Statik berechnet wurde, geht's an die Verstärkung des Dachstuhls und dann kommt die Dacheindeckung dran.
Gruß, Karin
Hallo Thomas,
das haben wir natürlich berücksichtigt. Jetzt, wo die Statik berechnet wurde, geht's an die Verstärkung des Dachstuhls und dann kommt die Dacheindeckung dran.
Gruß, Karin
ganz schön faszinierend
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Tadelakt-Schmiede | Karin Pusch | 25.01.05
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Tadelakt-Schmiede | Karin Pusch | 25.01.05
Hallo Karin
die Frankfurter Pfanne ist natürlich keine Pfanne sondern ein Betondachstein. Aber das ist dir wahrscheinlich klar.
Ich kann mir vorstellen, dass die Rheinlandpfanne ganz gut zu eurem Haus passt. Sie ist im Gesamtbild sicher etwas ruhiger wie der Kremper, der ja ein wenig kantiger ist.
Gruß Fred
die Frankfurter Pfanne ist natürlich keine Pfanne sondern ein Betondachstein. Aber das ist dir wahrscheinlich klar.
Ich kann mir vorstellen, dass die Rheinlandpfanne ganz gut zu eurem Haus passt. Sie ist im Gesamtbild sicher etwas ruhiger wie der Kremper, der ja ein wenig kantiger ist.
Gruß Fred
Der Weg ist das Ziel
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 25.01.05
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 25.01.05