Innendämmung

In unserer Wohnung trat immer wieder Schimmel auf (vor allem in einem Raum an der Wetterseite). Seitdem ich die Tapete von den Wänden genommen und mit Kalkfarbe getrichen habe, ist das Problem größtenteils beseitigt. Nun fängt mein Vermieter an, im Hausflur Zwischenwände anzubringen.Sein Schlafzimmer dahinter wäre ungenügend gedämmt. Dafür hat er Gipskarton verwendet, welches durch kleine runde Öffnungen belüftet werden soll (Abstand zur Wand ca 10 cm). Ich halte das ja für eine optimale Schimmelzuchtstätte, da kaum Luftaustausch stattfinden kann.In seinem Schlafzimmer hat er angeblich selbiges gemacht.Ist das tatsächlich eine wirksame Art zu dämmen? Dann doch eher ohne Luftraum dazwischen, oder?

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| 05.01.16

Gipskarton mit Hinterlüftung


So wie du das beschreibst stellt das keinerlei Dämmung sondern nur eine Wandverkleidung dar.
Bei Hinterlüftung bildet sich keine stehende, dämmende Luftschicht-
10 cm Abstand sind dafür ohnehin viel zu viel.

Die Dämmung sollte mit vollflächig angesetzten, kapillaraktiven Dämmstoffen hergestellt werden.
Das Schlafzimmer muß zumindest moderat beheizt und genügend belüftet werden.

Andreas Teich

Innendämmung


ist denn Ihr Vermieter an Beratungsvorschlägen interessiert und Hinweisen zugänglich? Ich habe noch nicht verstanden, wo genau Ihr Interesse an der Umbaumaßnahme besteht. Allgemein gesagt sind Systeme, die zwischen Dämmung und zu dämmender Wand hinterlüftet werden wirkungslos bis schädlich. Wobei man bei der Vorblendung einer normalen GKP nicht wirklich von Dämmung reden kann. Ups, Herr Teich war schneller.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
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| 05.01.16


Danke für die Antwort.Ich möchte das nicht umbauen, aber da es sich um einen öffentlichen Zugang für alle handelt bin ich schon am überlegen, wie gesund (Schimmelbildung dahinter) es für die Mieter ist. Gut, in seinem Schlafzimmer ist es mir egal was er verbaut. Bei uns in der Wohnung sind keine Verschalungen sondern nur Putz und darauf Rauhfaser.

Er sprach davon, dass so vermieden wird, dass Wasser an der Wand kondensiert (kalter Flur/Hauseingang, warme Wohnung/Schlafzimmer), da die Luft ja nun nicht mehr auf die Wand trift, sondern auf Gipskartonverschalung. Ich habe so meine Befürchtungen, dass er von seinem Tun keine Ahnung hat. Das wollte ich nun genauer Wissen, von Menschen, die sich damit auskennen, also Euch ;-)

Ich hatte schon das ein oder andere Schimmelproblem in der Wohnung und auch da hatte ich den Verdacht, dass es eher an dem unzureichendem Wissen einer effizienten Sanierung liegt, denn an unserem Lüftungsverhalten.

Wenn ich könnte, dann würde ich das Haus (altes Fachwerk, aber sehr zerbaut und dran rumgedoktert) an mich nehmen und es selber sanieren.

Bin gerade dabei mich bestmöglichst zu erkundigen, was er wo und wie verbaut hat. Einfach um ein Bild und Gefühl von dem Haus zu bekommen.

Danke nochmal.


Gerd | 05.01.16

Irrtum


der Vermieter ist im Irrtum. Kalte Luft kondensiert nicht an einer wärmeren Wohnungswand, sondern warme Luft kondensiert an kalten Oberflächen.
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| 05.01.16

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