Fußbodenaufbau Obergeschoss Fachwerkhaus

Hallo,

ich suche nach Tips, wie ich den Fußbodenaufbau gestalten könnte. Es ist eine Balkendecke. Die Zwischenräume sind mit Lehmwickeln ausgebaut. Über den Wickelen wurde nochmal Lehm balkenbündig gezogen. Den alten Fußbodenaufbau darüber habe ich entfernt. Er bestand aus mit Keilen unterlegten Kanthölzern, auf die Bretter genagelt waren. Er schwang sehr beim darauf laufen, außerdem haben die Mäuse darunter Tango getanzt.
Jetzt bin ich etwas ratlos, wie ich den Fußbodenaufbau jetzt gestalten könnte.
Ich will was ohne Hohlräume, wegen der Mäuse.
Ich habe in einen Fachwerkhausbaubuch einen Aufbau gesehen, bei dem erst ein Lehmestrich dann Faserdämmplatten und als Abschluss OSB-Platten eingebracht wurden.
Mein Fußboden hat maximal 10cm Höhenunterschied. An der höchsten Stelle kann ich ca. 3cm aufbauen. Quasi die OSB-Platten + den Laminat der dann drauf soll.
Aus diesem Grund denke ich darüber nach nur Lehmestrich + OSB-Platten zu verbauen.
Allerdings bin ich mir mit dem Lehmestrich nicht sicher. Mir fehlt eigentlich die Zeit den in mehren Schichten einzubringen und lange austrocknen zu lassen.
Schüttung? In der eigentlichen Decke sind viele Risse, durch die mir die zum Teil wegsickern würde, glaube ich. Aber richtiger Estrich geht doch auch nicht auf die Decke oder?
Wie gesagt Kanthölzer und Dielen sollen es nicht werden wegen den Mäusen. Der Fußboden soll hohlraumfrei sein.
Mit Lehm habe ich wenig/keine Erfahrung. Habe bisher nur etwas alten frisch angemsicht und damit ein paar Löcher verschmiert. War ganz zufrieden mit mir bis er trocken war. Das Schwindverhalten ist schon enorm...
Bei uns schein der Lehm eher fett zu sein, wenn ich mir die Gefache unter dem Lehmputz so anschaue.
Danke schon mal für eure Antworten.

Gruß Thomas

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.12.16

Viele Möglichkeiten sind da denkbar


Man benötig trotzdem noch ein paar detaillierte Infos, um genauer die entsprechende Lösung zu finden.
Eine leichte Schwingung wird eine Holzbalkendecke trotzdem beibehalten.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 13.12.16

Nach Ihrer Schilderung der Situation


wäre das einfachste, Balken seitlich auflaschen oder Keile Schneiden. Dann am einfachsten die Gefache bis Oberkante mit Perlite füllen, OSB Verlegen dann Laminat.

Für vollflächige Verarbeitung von Lehm oder Schüttung ist nur unter sehr großem Vorbehalt möglich.
in diesem Fall sollte die Tragfähigkeit der gesamten Decke inklusive der Gefachbereiche geprüft werden.

Mitglied der Fachwerk.de Community
ST-Service & Trade UG | | 13.12.16

Decke


Hallo vielen Dank schon mal für die Antworten.
Ich war jetzt einige Tage unterwergs und hatte kein Internet.

Welche Infos werden noch benötigt? Ich will sie gern liefern.

Ich habe nicht generell ein Problem mit leichten Schwingungen.

Der alte Fußboden schwang aber sehr stark und das hatte nicht mit der Decke an sich zu tun, sondern mit der Konstruktion die aufgebaut wurde um diese eben zu bekommen.

Die Kanthölzer waren der Länge nach schräg aufgeschnitten um das Gefälle auszugleichen. Außerdem waren sie mit Keilen unterlegt, die sich mit der Zeit auch gelockert haben. Das Ganze war nicht mit den Balken verschraubt, sondern alles genagelt. Da hatten auch die wenigsten Nägel die Balken getroffen.
Auf die Balken waren 28mm starke Nut und Federbretter genagelt und diese schwangen, da der Abstand zwischen den Balken ca. 1m betrug. Dafür waren die Bretter wohl zu dünn.

Die Tragfähigkeit der Decke reicht, das ich mit meinen aktuell ca. 90kg noch nicht durchgebrochen bin.
Die Lehmwickel bzw. die Bereich zwischen den Balken fühlen sich nicht locker an.

Ein Stockwerk darüber wurden früher mehrere Zehtner Futter auf dem Haufen gelagert. Auch nur auf einer Lehmdecke.

Macht es einen großen Unterschied, wenn vollflächig mit Schüttung oder Lehm gearbeitet wird, ohne die OSB-Platten nochmal mit einer Unterkonstruktion direkt am Balken abzufangen? Die Lasten müssten sich doch durch die Platten und die Schüttung etwas verteilen oder? Flächenpressungen sind mir aus meiner Arbeit als Maschinenbauingenieur bekannt. Ob ich da viel in den Baubereich übertragen kann, fällt mir gerade schwer einzuschätzen. Da die Decke nicht aus einem homogenen Schwerstoff wie Beton o.Ä. besteht, weiß ich nicht, welche Tücken das so mit sich bringt.

Die Lösung mit Hölzern an den Balken und der Schüttung in den Zwischenbereich hatte ich auch schon erwogen. Allerdings frage ich mich, ob die Schüttung sich setzen wird und dann die OSB-Platten quasi wieder hohl liegen und die Decke wieder schwingt oder kann ich ein Setzen der Schüttung ausschließen?

Danke schon mal.
Thomas Görke


Thomas Görke | 19.12.16

Es kommt darauf an,


Es kommt darauf an,welche Schüttung man verwendet.

Ich habe eine Perlite verwendet, die verdichtet bis zu 4 t/m² tragen kann.

Die Schüttung wird bis Oberkante Holz zwischen die Auflaschung oder Keile eingebracht und verdichtet.
OSB oder Rauhspund drauf und fertig.

Bei einem Abstand der Balken von ca. 1 m und ca. 10 cm Höhenausgleich wäre mit zu Gewagt mit vollflächiger Schüttung arbeiten, da der Großteil der Last auf den Gefachen liegt

Mitglied der Fachwerk.de Community
ST-Service & Trade UG | | 20.12.16

Fußbodenaufbau-Bilder aus der Bilddatenbank: