Fachwerk.de - Granitsockel verfugen

Granitsockel verfugenHallo, ich bin auf der Suche nach Informationen zum Verfugen oder aussfüllen von Granitsockelfugen. Da auch im Erdbereich die Fugen fast nicht mehr existent sind, muss ich nun handeln. Die vorhanden Fugen sind oberflächlich von Basalt ähnlicher Konsistenz und darunter nur noch Sand, welcher sich teilweise handtief ausräumen lässt. Vorschläge vom Bausstoffhandel gehen von Trasszement, Vormauermörtel bis zum normalen Kalk-Zementmörtel. Eine Verwendung von Kalkmörtel im Erdbereich wurde nicht empfohlen. Ich habe mich bei den Angeboten der Fa. Tubag etwas eingelesen und ziehe die Verwendung von Trass-Werkstein-Mörtel "Spezial" (M10) im Erdbereich und Trass-Werkstein-Mörtel (M5) im restlichen Sockelbereich in Betracht. Ist dies so sinnvoll und sind noch etwaige unterschiedliche Körnungen zu beachten? Danke.
Selbst ist der Mann
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Pinne | 02.04.08
Granitsockel verfugen
Glücklicherweise sind die Granitblöcke so hart, das Zementmörtel, wie hier verwendet, keinen großen Schaden anrichten konnten.
Im Prinzip können Sie jeden frostsicheren Kalkmörtel, hydraulischen Kalkmörtel oder Traßmörtel verwenden. Wichtig ist eine grobe Körnung des Zuschlages mit geringem Feinkornanteil, damit hinter den Fugen kein Wasserstau entstehen kann.
Beim Verfugen die Oberfläche nicht zu glatt ausstreichen, um Bindemittelanreicherungen und zu hohe Verdichtung auszuschließen.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 02.04.08

Beim reinen Zementmörtel, typischerweise noch kunststoffvergütet und damit besonders gedichtet, besteht die
Gefahr eines Wasserstaus schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Bis zum Abfrieren ist es dann eine Frage der Zeit. Ich habe selber schon Platten aus Granit gesehen, die durch den Fugenmörtel (oder-Kleber) auseinandergerissen worden sind. Granit als metamorphes Gestein ist nämlich alles andere als homogen, und auch bei diesem Marterial sollte darauf geachtet werden, daß die Fuge weichstes Teil im Verbund bleibt.
Als reparaturmörtel sind Zementvorsatzfugen völlig ungeeignet, weil sie einfach durch Eis und Wasser herausgeschoben werden.
Mein Favorit: Hydraulischer oder hochhydraulischer Kalkmörtel mit entsprechend grobem Korn. Fugen ordentlich vornässen !
Im Übrigen stimme ich den Bemerkungen von Herrn Böhme voll zu.

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 02.04.08

Kann ich somit auch im Erdbereich, die Fugen mit den benannten Kalkmörteln verfugen?
Es wäre nett, sofern dies die Forumsregeln zulassen, wenn zu konkreten Fertigmörteln ein Tipp gegeben werden könnte.
Selbst ist der Mann
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Pinne | 02.04.08
Fugen im Erdbereich
Ja.

Bei konkreten Produkten bin ich angesichts der Markenvielfalt überfragt.
Bei uns > granol > Wülfrather.
Wo anders was anderes.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 02.04.08

hier koenen Sie biligste (aber: frostsichere) Kalkmoertel verwenden. Das ist kein Marmor :)


m.trojanowski | 08.04.08

Passende Bilder aus der Bilddatenbank:

Zurück zur Ausgangsfrage... - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Zurück zur Ausgangsfrage... - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Zementmosaikplatten - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Zementfugenalltag - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Wasser läuft durch Bruchsteinfundament - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Was ist das für ein Material? Womit verfugen? - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo