Fachwerk.de - Alte Eichentür mit (nicht mehr vorhandenen) barocken S-Bändern
Hallo zusammen,diese alte Eichentür mit den Maßen 182 x 72 cm haben wir auf dem Dachboden gefunden. Nachdem gefühlte 6-8 Schichten Lack entfernt wurden kam der Abdruck zweier (leider nicht mehr vorhandenen S-Bändern) zu Tage. Auch der nachträglich angebrachte Rahmen aus Weichholz (Verbreiterung und Verlängerung der Tür) wurde entfernt. Das Türblatt ist alles andere als rechtwinkelig. Ich gehe von einem Baujahr, passend zu unserem Haus, von 1750-1780 aus.
Kann das jemand bestätigen?
Abenteuer 1914, [Edit] wahrscheinlicher ist wohl um 1800 [Edit] so jetzt steht' fest: 1750-1780.
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Mitch Behn | 16.10.11
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Mitch Behn | 16.10.11
Ein weiteres Foto
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GesamtansichtAbenteuer 1914, [Edit] wahrscheinlicher ist wohl um 1800 [Edit] so jetzt steht' fest: 1750-1780.
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Mitch Behn | 16.10.11
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Mitch Behn | 16.10.11
Die noch sichtbaren Spuren --
-- der nicht mehr vorhandenen Widderhornbänder deuten darauf hin, daß das geschätzte Alter der Tür ganz sicher
um 1800 einzuordnen ist. --
-
Bitte noch ein Foto von der anderen Seite des Türflügels
hier einstellen. -- Für meinen Teil vermute ich stark , daß der
Flügel einseitig überschobene Füllungen aufweist, wie sie
seinerzeit üblich waren.
-
Allerdings muß man auch vermuten, daß im Laufe der vielen Jahre die gesamte Tür mehrmals wiederverwendet und umgearbeitet wurde. -
-
Besonders verdächtig erscheint mir die Tatsache, daß auch noch ein deutlicher Abdruck eines Kastenschlosses sichtbar ist. --
Diese Schlösser wurden damals immer auf der Rauminnenseite
montiert, daß Diese von Außen nicht manipuliert werden konnten. ---------- Bin gespannt auf ein weiteres Foto.
-
Mit besten Grüßen , A. Milling
-- der nicht mehr vorhandenen Widderhornbänder deuten darauf hin, daß das geschätzte Alter der Tür ganz sicher
um 1800 einzuordnen ist. --
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Bitte noch ein Foto von der anderen Seite des Türflügels
hier einstellen. -- Für meinen Teil vermute ich stark , daß der
Flügel einseitig überschobene Füllungen aufweist, wie sie
seinerzeit üblich waren.
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Allerdings muß man auch vermuten, daß im Laufe der vielen Jahre die gesamte Tür mehrmals wiederverwendet und umgearbeitet wurde. -
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Besonders verdächtig erscheint mir die Tatsache, daß auch noch ein deutlicher Abdruck eines Kastenschlosses sichtbar ist. --
Diese Schlösser wurden damals immer auf der Rauminnenseite
montiert, daß Diese von Außen nicht manipuliert werden konnten. ---------- Bin gespannt auf ein weiteres Foto.
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Mit besten Grüßen , A. Milling
Anfertigung von Verbundfenstern u. Isolierglasf. mit hist..getreuen Profilen und Rahmenquerschnitt
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Tischlerei Milling | Tischlermeister Andreas Milling | 16.10.11
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Tischlerei Milling | Tischlermeister Andreas Milling | 16.10.11
Nach Foto 1 würde ich sagen: Barock, also bauzeitlich. Ist der unterste (älteste) Anstrich ein helles Grau ?
Nach Foto 2 gebe ich aber Andreas recht. Es gehört wohl doch in die nachfolgende Bauphase.
Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an.
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Dipl.-Restaurator (akad.) | Dietmar Fröhlich | 17.10.11
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Dipl.-Restaurator (akad.) | Dietmar Fröhlich | 17.10.11
Ich sehe nichts,
was einer bauzeitlichen Entstehung widerspricht.
Die Bänderspuren wirken ja auch nicht klassizistisch.
Anhand der schönen Spuren (Kompliment, Ihr seid sehr schonend vorgegangen) könnten Bänder nachgefertigt werden.
Grüße
Thomas
was einer bauzeitlichen Entstehung widerspricht.
Die Bänderspuren wirken ja auch nicht klassizistisch.
Anhand der schönen Spuren (Kompliment, Ihr seid sehr schonend vorgegangen) könnten Bänder nachgefertigt werden.
Grüße
Thomas
Ein Kastenschloss
war noch dran, habe ich nur im Zuge der Entlackung abgeschraubt. Foto folgt.
Auch von der Rückseite der Tür folgen noch Fotos, die ist allerdings noch nicht entlackt aber auch auf der anderen Seite zeigen sich im Lack Spuren der Bänder.
Der unterste Anstrich war hellgrau und knochenhart.
Was genau habe ich unter der Bezeichnung "bauzeitlich" zu verstehen?
Herzlichen Dank schon mal.
war noch dran, habe ich nur im Zuge der Entlackung abgeschraubt. Foto folgt.
Auch von der Rückseite der Tür folgen noch Fotos, die ist allerdings noch nicht entlackt aber auch auf der anderen Seite zeigen sich im Lack Spuren der Bänder.
Der unterste Anstrich war hellgrau und knochenhart.
Was genau habe ich unter der Bezeichnung "bauzeitlich" zu verstehen?
Herzlichen Dank schon mal.
Abenteuer 1914, [Edit] wahrscheinlicher ist wohl um 1800 [Edit] so jetzt steht' fest: 1750-1780.
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Mitch Behn | 17.10.11
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Mitch Behn | 17.10.11
"Bauzeitlich"
soll bedeuten, daß die Tür aus der Bauzeit des Hauses stammt.
Grüße
Thomas
soll bedeuten, daß die Tür aus der Bauzeit des Hauses stammt.
Grüße
Thomas
Rückseite des Türblatts
Wie versprochen hier ein Foto der Rückseite. Bergezustand.
Wie versprochen hier ein Foto der Rückseite. Bergezustand.Abenteuer 1914, [Edit] wahrscheinlicher ist wohl um 1800 [Edit] so jetzt steht' fest: 1750-1780.
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Mitch Behn | 19.10.11
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Mitch Behn | 19.10.11
Was hat...
...das alte Mädchen schon gelitten...
Den öffnenden Flügel meiner Hauseingangstür hab' ich im Keller gefunden, hinter einer Bretterverkleidung war damit ein Durchbruch zugeschlagen. Das Teil (Bj. 1902) war in gutem Zustand. Der "Ersatz" der Tür, eine Papptür aus den Zutaten "Vergebliche Liebesmüh", Abfall klebergebunden und viel Farbe in ekelbraun, war nahe am zerkrümeln.
Bauen ist nicht immer logisch...
Grüße
Thomas
...das alte Mädchen schon gelitten...
Den öffnenden Flügel meiner Hauseingangstür hab' ich im Keller gefunden, hinter einer Bretterverkleidung war damit ein Durchbruch zugeschlagen. Das Teil (Bj. 1902) war in gutem Zustand. Der "Ersatz" der Tür, eine Papptür aus den Zutaten "Vergebliche Liebesmüh", Abfall klebergebunden und viel Farbe in ekelbraun, war nahe am zerkrümeln.
Bauen ist nicht immer logisch...
Grüße
Thomas