Putz unter Tapete angeschimmelt

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youdontcare

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Hallo,
ich möchte gerne auf euer Wissen zurückgreifen. Über die Suche bin ich immer wieder auf gute Beiträge in diesem Forum gestoßen.
Nun zu meiner Frage:
Der Gipsputz (ich glaube es ist Gipsputz) hat an einigen Stellen Schimmelflecken. Bis vor kurzem waren die Flecken von einer ebenfalls verschimmelten Raufasertapete verdeckt. Es hat teilweise auch unter der Tapete geschimmelt und dort sind jetzt Flecken am Putz.

Sollte der Gipsputz entfernt werdern oder ist es möglich mit einer chemischen Behandlung und anschließender Trocknung die Wand schimmelfrei zu bekommen? Welche Mittel wären zu empfehlen?
Wegen dem Schimmelrisiko soll an den Wänden keine neue Tapete angebracht werden.
Ich hatte überlegt die Wand mit Sumpfkalk zu streichen. Würde das den Schimmel im Putz bekämpfen?
Ich habe gelesen, dass Sumpfkalk auf Gipsputz nicht immer gut funktioniert.

Oder sollte der Putz abgeschlagen werden?

Vielen Dank für eure fundierten Meinungen.
 

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Hallo Youdontcare,

Schimmel ist immer die Folge eines Bauschadens.

Bevor also eine mögliche Sanierung erfolgt, muss erstmal abgeklärt werden, welche Ursachen es gibt.

Aus Ihrem Beitrag und den darin fehlenden Informationen können keinerlei Sanierungsmaßnahmen empfohlen werden.

Handelt es sich um eine Außenwand? Wie ist sie aufgebaut? Liegt sie auf der Wetterseite? Wir wird geheizt? Verlaufen Rohre durch die Wand? Gab es einen Wasserschaden?

Lg Holger
 
Schimmel braucht zum wachsen die passende Temperatur, genügend Feuchtigkeit und "Futter". Entzieht man ihm mindestens eines davon, kann er nicht wachsen bzw. stirbt er ab. Es braucht keine Chemie um das Wachstum zu unterbinden.
Als Sofortmaßnahme, um das Wachstum momentan zu stoppen, kannst du die Flecken mit mind. 80%igem Alkohol (Isopropanol, Sprŕitus, o. ä.) einsprühen. Damit machst du aber nur momentan den Pilz und die Sporen unschädlich.
Ansonsten gilt was @Flexsn geschrieben hat: Du musst die Ursache finden und beheben!
 
Die Wand ist kalt und die Feuchtigkeit kondensiert. Falls ein Fenster mit besserer Isolierung als die Wand eingebaut wurde, kann dies eine Ursache sein. Kleine Stellen in der Art hatte ich auch vor der Renovierung. Unten in der Außenecke ist es bei ungedämmten Wänden oft ein Problem.

Meine Lösung war gemäßigte Isolierung mit 4 cm Holzweichfaserplatte in Lehm geklebt und mit Lehm verputzt. Seitdem ist alles ruhig. Gerade am Fenster nachschauen ob zwischen Fensterlaibung Wand keine Luft durchziehen kann. Das hatte ich bei mir und kann auch der Punkt im dritten Bild sein.
 
Hallo Flexsn,
zu den Rückfragen, ich hoffe ich kann das treffend beschreiben.
Zunächst muss ich mich outen, es ist kein Fachwerkhaus.
Es handelt sich um eine Wohnung die ca 1 1/2 Jahre überbelegt war und an verschiedenen Stellen Schimmel entwickelt hat, vermutlich u.a. durch falsches Heizungs- und Lüftverhalten. Die Mieter die jetzt ausgezogen sind, sagten, das bereits die Mieter vor ihnen Probleme mit Schimmel hatten. Das Problem wurde jedoch stets mit neuer weißer Farbe überstrichen.
Es ist ein ungedämmtes Haus, aus den 50er Jahren. Hohlblocksteine. Die betroffenen Stellen sind die Außenwände.
Eine Thermografie wurde von Innen und Außen gemacht. Dabei wurde ein Leck entdeckt, das von der Balkongitterbefestigung des darüber liegenden Balkons ausgeht.
Die Bilder stammen von dem anderen Zimmer. Dort lässt sich kein wirklicher baulicher Mangel feststellen. Die vorherigen Mieter hatten an der Außenwand deckenhohe Schränke aufgestellt, ohne auf Hinterlüftung zu achten und das Zimmer vermutlich zu wenig geheizt. Die Heizungsrohe laufen durch die Innenwand. Die Innenwände sind schimmelfrei.
Zum trockenlegen werde ich ab morgen einen Bautrockner, Kondensattrockner zur Verfügung haben.
 
Guten Morgen,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Ursache sind dann wahrscheinlich, zu mindestens aus der Ferne betrachtet, die Kältebrücken.

Ich gehe davon aus, dass Sie Mieter/in sind?

Ich würde dann erst mal so vorgehen, wie KHH es beschrieb. Falls Allergiker im Haushalt sind, würde ich zumindest für die Reinigung, kurz Atemmasken tragen und anschließend sehr gut lüften.

Unter Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit im Wohnraum würde ich dann erst einmal die Wand einige Zeit, zum Beispiel 2-3 Monate, offen lassen. Das reicht aus, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Wird richtig gelüftet und geheizt, ist eigentlich die Art des Wandschmuckes dann fast egal. Nur von diffusionsdichten Oberflächenbehandlungen würde ich abraten. Möbel würde ich mindestens 10 cm von der Wand wegrücken.

Liebe Grüße
Holger
 
Guten Morgen,

nachdem du jetzt die Ursache für die Schimmelbildung identifiziert und Schritte zur Behebung eingeleitet hast, finde ich es wichtig, auch über die zukünftige Prävention nachzudenken. Wie Holger schon sagte, ist die Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit und ein angemessenes Heiz- und Lüftverhalten entscheidend. Ein Hygrometer kann hierbei helfen, die Feuchtigkeit im Raum im Auge zu behalten und entsprechend zu reagieren.

Zum Thema Sumpfkalk auf Gipsputz: Sumpfkalk hat antibakterielle Eigenschaften und kann durchaus helfen, Schimmelbildung vorzubeugen. Allerdings ist es richtig, dass Sumpfkalk auf Gipsputz nicht immer die beste Haftung hat. Eine Alternative könnte Kalkfarbe sein, die speziell für Innenräume entwickelt wurde und auch auf Gipsputz besser haftet. Diese bietet ebenfalls eine gute Diffusionsfähigkeit, was für ein gesundes Raumklima förderlich ist.

Letztendlich könnte es auch eine Überlegung wert sein, langfristig in eine nachträgliche Innendämmung zu investieren, um die Wärmebrücken zu minimieren und so das Risiko von Schimmelbildung zu verringern.

Viel Erfolg bei der Sanierung und alles Gute für ein gesundes Wohnklima in deiner Wohnung!:)

Liebe Grüße
 
Thema: Putz unter Tapete angeschimmelt

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