Feuchte Bruchsteinwand

Diskutiere Feuchte Bruchsteinwand im Forum Sanierung allgemein im Bereich - Hallo zusammen. Wir haben ein Problem mit Feuchtigkeit in einem Raum des Hauses. Ich habe schon viel gelesen und mehrere Unternehmen vor Ort...
Feuchte Bruchsteinwand

Auf dem zweiten Bild ist unterhalb des roten Markierungskringel, direkt über dem Brüstungsmäuerchen eine ziemlich ausgewaschene Fuge zu sehen. Durch die könnte Wasser von der Mauerabdeckung in die Wand geflossen sein. Kann es sein dass die Feuchtigkeit, die jetzt noch innen zu sehen ist, ein "Überbleibsel" aus der Zeit ist, bevor die neue Terrasse über das Mäuerchen gebaut wurde? Denn es ist schon so wie Waldkater schreibt, eine durchfeuchtete Wand braucht u. U. mehrere Jahre um vollständig auszutrocknen.

Zu deiner Frage bezügl. Verfugen: Ja, das kann man selbst machen. Dazu werden die Fugen ca. 2 cm tief ausgekratzt, die und die Steinflanken gereinigt und entstaubt und mit frischem Fugenmörtel neu verfugt.
Wenn man sich mit Kalkmörtel befassen will, kann man sich den Fugenmörtel auch selbst mischen oder man kauft sich einfach fertigen Mörtel, z. B. von Tubag: https://www.tubag.de/produkte/trass-und-restaurierungssysteme.html
Oder:
Falls die von Waldkater vorgeschlagene Glas-Überdachung der Terrasse keine Option ist, könntest du die Wand auch bis zur Ecke vollflächig zu verputzen und dabei auch gleich eine Abdichtung des Spaltes zwischen Terrassenboden und Wand anbringen.

Die Wand mit Fliesen zu belegen, bevor die Ursache der Durchfeuchtung behoben ist, halte ich für kontraproduktiv. Denn dann hat sie gar keine Chance mehr auch nach innen hin auszutrocknen, es dauert viel länger wenn die Feuchte nur noch nach außen raus kann.

Gruß,
KH
 
Vieles richtig, aber..

..könnten die Feuchteschäden an der Innenseite auch zum Groß auch durch Tauwasser entstanden sein?
Klar ist, dass die Fugen außen geschlossen werden müssen.
Auch wäre die Wasseraufnahme durch eine Fassaden- Imprägnierung sinnvoll.
Und dann die Frage beantworten wie wird konkret beheizt und wie wird der Raum genutzt?
 
Tauwasser

Nein in dem Fall nicht
Ich habe am 7.02. zu dem Fall geschrieben
ist nach wie vor meine Meinung

VG. Detlef
 
Zukünftige Raumnutzung

In dem Raum soll vor der Wand vor Kopf eine Toilette stehen, rechts auf der Wand unter dem Fenster ein Heizkörper hängen und auf der linken Innenwand ein kleines Waschbecken montiert werden.
 
Arbeitsplan

Ich werde also zunächst die Dachanschlüsse von meinem Dachdecker begutachten lassen und mir dann ein fachkundiges Unternehmen suchen um die Wand, die vom Schlagregen getränkt wird ordentlich verputzen zu lassen (wobei das ja sicherlich jeder machen kann, der Fassadensanierungen durchführt).
Es sei denn, es gibt auch hierfür Spezialisten, sodass man nicht unbedingt das Unternehmen aus der Nachbarschaft fragen sollte?
 
Spezialisten

Ein Fachkundiges Unternehmen wird das hin bekommen
Ganz wichtig ist der Innenaufbau
Das größte Hindernis sind die Bauschädlichen Salze , welche berücksichtigt werden müssen .
Im zuge der Abtrocknung werden diese expandieren.
daher mit Sanierputz WTA aufbauen

Gr. Detlef
 
Noch eine Theorie....

"Ich werde also zunächst die Dachanschlüsse von meinem Dachdecker begutachten lassen...."
Die Dachrinne ist 30 cm vor der Wand. Wenn die eine undichte Stelle hätte, würde das Wasser vor der Wand runter tropfen. Würden die Tropfen vom Wind gegen die Wand geblasen, würde höchstens einen mehr oder weniger breiten Streifen nass werden, aber nicht die ganze Wand.
Auf dem 4. Bild ("Vom Regen getränkt die 2." ) sieht man dass ein Streifen an der Innenecke zum Anbau trocken ist. Ich tippe mal der Streifen ist so breit wie der Dachüberstand des Anbaus. Das könnte andeuten, dass die Wand vielleicht nicht durch Schlagregen, sondern durch Spritzwasser vom Dach des Anbaus "beregnet" wird. Der trockene Streifen ist sozusagen der "Schatten" des Dachüberstands vom Anbau, wo das Spritzwasser nicht hin kommt.....????....
Ist nur ne weitere Theorie....

Gruß,
KH
 
Spezialisten

Vielen Dank für den Hinweis.
Nachdem der Raum nun seit Ende 2016 mit vielen Ideen und erfolgloser Ursachenforschung brach lag, bin ich nun zuversichtlich ihn zu Ende diesen Jahres bestimmungsgemäß nutzen zu können.
 
Noch eine Theorie

Hallo KH.

Jetzt, wo du es erklärst: der trockene Streifen passt tatsächlich als Schatten durch den Dachüberstand.

Das heißt hier kommt nicht nur der Schlagregen ins Spiel, sondern auch noch Wasser, welches eventuell über die Dachrinne der benachbarten Dachfläche hinweggespült und zusätzlich an die Wand gedrückt wird.

Sollte aber doch ebenfalls durch eine vollflächig verputzte Wand nicht mehr problematisch sein.
 
Re: Noch eine Theorie II

"....sondern auch noch Wasser, welches eventuell über die Dachrinne der benachbarten Dachfläche hinweggespült..."
Nein, vergiß mal die Dachrinne. Ich rede von Spritzwasser, nicht von überschießendem Wasser.
Jeder Regentropfen der auf einen festen Untergrund prallt/fällt, spritzt in vielen kleinen Tropfen wieder hoch, bzw. seitlich weg. Die Tropfen die von den ersten 2, 3, 4 Ziegelreihen abprallen fliegen dann zum Teil über die Traufe und Dachrinne in allen Richtungen nach unten (und werden evtl. noch vom Wind gegen die Wand gedrückt), deshalb hats vermutlich den "Schatten" in der Ecke unterm Dachüberstand.
Aber selbst wenn dem so wäre, wäre es nur eine Erklärung für die nasse Wand, aber immer noch keine Lösung.
Wenn ein Glasdach über der Terrasse keine Option ist, stimme ich aus optischen/ästhetischen Gründen Mario zu. Die Bruchsteine sind als Sichtmauerwerk gebaut. Es wäre eigentlich schade sie zu zu verputzen, wenn es mit einer Reparatur der Fugen getan wäre.
Praktisch oder finanziell gesehen wäre ein Verputzen der paar wenigen m² die schnellere und kostengünstigere Variante, wenn du das Verfugen nicht selbst machen kannst/willst.

Eine Salzbelastung, bzw. Ausblühungen kann ich auf keinem der Bilder erkennen. Von daher würde ich auch sagen dass ein Sanierputz nicht notwendig wäre (falls verputzt werden sollte).

Gruß,
KH

PS: @Mario: (Frozelmodus ein) Manchmal komme ich mir vor lauter "vielleichts", "wahrscheinlichs", "eventuells", "könnte-seins" auch vor wie sellemols in Delphi... ;-) (Frozelmodus aus)
 
Salzbelastung

Auch wenn sie auf den Bildern nicht zu sehen ist
logischer weise ist eine Salzbelastung (Salpeter ) vorhanden
Es ergibt sich aus dem vorhandenen feuchten Material
darum ... noch einmal
Vorsicht mit dem Aufbau der Innenfläche
Ich würde so nicht verfliesen
sollte ein Putz zum tragen kommen , muss dieser die expandierenden Mauersalze speichern können

Gr.Detlef
 
Sichtmauerwerk

Ich habe das ganze nochmals überdacht, mir einige Videos zum Verfugen bin Natursteinwänden angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Arbeit, handwerkliches Geschick vorausgesetzt, kein Hexenwerk ist. Mit dem richtigen Füllmaterial sollte ich das auch selbst hinbekommen. Ich habe im Garten noch einen aus Bruchsteinen gemauerten Grill stehen an dem ich erst etwas üben werde.
Die Optik ist mir auch sehr wichtig, sodass ein vollständiges Verputzen meine letzte Option ist, sollte eine Neuverfugung fehlschlagen.
 
Bauschädliche Salze...

..es muss ja nicht immer Salpeter sein.
Aber auch dazu: wenn man an der Oberfläche nichts sieht kann es auch bedeuten, dass diese Salze (oder auch andere Bestandteile) in Lösung sind und somit unsichbar bleiben.
Aber dies bedeutet auch, dass dann die Wärmeleitfähigkeit "sehr gut" ist und dann kommt wieder das Tauwasserproblem dazu. Graphik folgt noch.
 
Thema: Feuchte Bruchsteinwand

Ähnliche Themen

E
Antworten
1
Aufrufe
319
Bromm Edmund
B
S
Antworten
6
Aufrufe
1.128
Mike7
M
G
Antworten
2
Aufrufe
714
GEhlerding
G
Zurück
Oben