Baugeldzinsen könnten weiter steigen

Diskutiere Baugeldzinsen könnten weiter steigen im Forum Hauskauf, Finanzierung & Recht im Bereich - Nach den heftigen Zinsanstiegen der vergangenen zwei Monate hat sich die Stabilisierung bei den Baugeldzinsen im Wochenverlauf fortgesetzt. Die...
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Nach
den heftigen Zinsanstiegen der vergangenen zwei Monate hat sich die
Stabilisierung bei den Baugeldzinsen im Wochenverlauf fortgesetzt. Die
Investoren an den Anleihemärkten bleiben allerdings verunsichert. An den Märkten
sind zwei Szenarien realistisch.



  • Erstens: Steigende Inflationsraten werden von einem stabilen
    Wachstum begleitet und zwingen die US-Notenbank und bald auch die Europäische
    Zentralbank (EZB) zu weiteren Leitzinserhöhungen.



  • Die zweite Überlegung basiert auf der Annahme, dass es sich bei
    der durch die Energiepreise ausgelösten Inflation nur um ein vorübergehendes
    Phänomen handelt. Es wäre möglich, dass die Konjunkturentwicklung gebremst wird
    - aber die höheren Kosten im Laufe des nächsten Jahres gleichzeitig zu
    schwächerem Wachstum führen, was wiederum den Preisdruck senken würde.



Während das erste Szenario für weitere Zinsanstiege auch im Jahr
2006 spricht, gäbe es im zweiten Fall nach einem zwischenzeitlichen Hoch keine
grundlegende Trendwende am Anleihemarkt. Dann wären wieder tiefere
Langfristzinsen möglich. Interhyp erwartet bis Jahresende aufgrund der
vorherrschenden Inflationssorgen weiterhin leichte Zinsanstiege bei den
Baugeldzinsen.



Immobilieninteressenten sollten sich davon unabhängig machen und
kalkulieren, welche Hypothekenbelastung für sie akzeptabel ist. Die Bauzinsen
befinden sich trotz des jüngsten Zinsanstiegs noch immer rund drei Prozent unter
dem langjährigen Mittel. Das heißt: Mit einer monatlichen Rate von 750 Euro kann
ein Darlehen über 160.000 Euro bedient und mit 2 Prozent getilgt werden. Die
Rechnung "Kaufen statt Mieten" geht weiterhin auf. Darüber hinaus gibt es

bis Jahresende die Eigenheimzulage
. Wer den Schritt in die eigen vier Wände
macht, sollte Zinskonditionen vergleichen und ein Finanzierungskonzept wählen,
das zu seiner finanziellen Situation passt. Empfehlenswert sind Darlehen mit
langen Zinsbindungen sowie eine Tilgung von mindestens zwei Prozent. Die lange
Zinsbindung schützt vor einer frühzeitigen Anschlussfinanzierung zu
möglicherweise höheren Bauzinsen, und die erhöhte Tilgung lässt die Schuldenlast
schnell schmelzen. Volltilgerdarlehen kombinieren diese Vorteile.
Darlehensnehmer, die Sondertilgungen vornehmen möchten und die Zinsen optimieren
wollen, können ihre Finanzierung über Kombi-Darlehen abwickeln. Bei dieser
Kreditart wird ein klassisches Annuitätendarlehen mit einer variablen
Darlehenstranche gekoppelt. Abgesichert werden können Immobiliendarlehen mit so
genannten Darlehensabsicherungen. Sie greifen im Fall der Arbeitslosigkeit und
sorgen dafür, dass die Monatsrate weiter bedient werden kann.



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