Heizen wir mit der Wandheizung den Garten mit?




Heizen wir mit der Wandheizung den Garten mit?
Wir haben unser, aus Vollziegel errichtetes, älteres Bürogebäude thermographisch vermessen lassen. Büro I mit konventionellen Heizkörpern geheitzt. Büro II eine Außenwand mit Wandheizung, eine Außenwand ohne Heizung.
Wir stellen das unerwartete Ergebnis zur Diskussion.
Die Ergebnisse der thermographischen Vergleichsmessung finden sie auf unserer Webseite www.gruen-ziegelwerk.de unter " NEUES ".





Hier wird, etwas vereinfacht, eine Feuchte Wand mit einer trockenen verglichen. Das geht natürlich nicht !
Das Beispiel zeigt aber auch, daß Wandheizungen keine Maßnahme zur Energieeinsparung sind sondern eine Maßnahme zum Bausubstanzerhalt.
Selbstverständlich heizen Sie den Garten dabei mit, was aber in Kauf genommen wird zugunsten eines trockenen Gebäudes.

Grüße vom Niederrhein



Offensichtlich im Gegenteil



Vielleicht bin ich ja zu blöd, um etwas zu begreifen - entweder die (provokante?) Absicht des Fragestellers, oder die Ergebnisse der Thermographie -, aber für mich sagt das Gutachten ganz klar, dass die Außenwände im Bereich der Wandheizung KÜHLER sind als in der Bereich, in dem konventionell geheizt wird. Zurückgeführt wird das darauf, dass die Wand durch die Wandheizung getrocknet wird. Wie man daraus schließen kann, die Wandheizung erwärme den Garten mit, erschließt sich mir nicht.
Also habe ich wohl irgendwas nicht begriffen.



wandheizung



.......und zugunsten eines angenehmeren raumklimas, schließlich baut man für den menschen und nicht für verordnungen. im übrigen ist der Verbrauch tatsächlich merklich niedriger durch die subjektive empfindung von Strahlungswärme im gegensatz zu konventionellen lösungen. vermutlich wird die baubranche durch die zu erwartenden sanierungsmaßnahmen, die durch diese hysterie verursacht werden, einen lange nicht mehr erlebten wirtschaftlichen aufschwung erfahren. außerdem ist am ende der untersuchung das ergebnis ja ganz klar, oder hab ich da was falsch verstanden?
mit freundlichen grüßen aus einem mit wandheizung angenehm beheizten raum carmen riedl



Sehr interessant, aber...



... leider ist auch der Wandaufbau unterschiedlich, die Traufwand mit Wandheizung ist immerhin 6cm dicker, davon 2cm Schilfrohrdämmung... aber nur (!!!) durchschnittlich 0,4°C kälter. Bin mir sicher, daß eine konvetionell beheizte Wand mit dem gleichen Aufbau deutlich geringere Oberflächentemperaturen aufweisen würde - und damit, zumindest was den Transmissionswärmeverlust angeht, die günstigere Konstruktion darstellt...

Außerdem: Der praktische Feuchtegehalt von Ziegeln liegt zwischen 1,5% und 2,5%. Wo hier durch zusätzliche Trocknung ein Einsparungspotential liegen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Außer es liegen konstruktive Mängel vor (Spritzwasser, offene Fugen, poröse Oberflächen), die zu einer erhöhten Materialfeuchte führen, aber dann können diese Mängel i.d.R. auch konstruktiv sehr viel einfacher, billiger und nachhaltiger behoben werden als durch Beheizen.

Darum kann eine Wandheizung ja trotzdem angenehm, gesund und wünschenswert sein, nur ohne außreichende Dämmung der Außenwand ist sie halt energetisch, was den Wärmedurchgang der Wand angeht, nicht die optimale Lösung.

Streitbare Grüße
Frank

p.s.: Die Giebelwand darf, unabhängig vom Feuchtigkeitsgehalt, natürlich nicht mit der Traufwand verglichen werden, da bei der Thermographie auch die Temperierung durch diffuse Stahlung eine Rolle spielt. Und die ist je nach Himmelsrichtung unterschiedlich...



Au ja, streiten! ;-)



"... leider ist auch der Wandaufbau unterschiedlich, die Traufwand mit Wandheizung ist immerhin 6cm dicker, davon 2cm Schilfrohrdämmung... aber nur (!!!) durchschnittlich 0,4°C kälter. [...]
Außerdem: Der praktische Feuchtegehalt von Ziegeln liegt zwischen 1,5% und 2,5%. Wo hier durch zusätzliche Trocknung ein Einsparungspotential liegen soll, kann ich mir nicht vorstellen."

Von den 6cm zusätzlicher Wanddicke liegen nur 3 als Dämmung außerhalb der Wandheizung. Also ist dort die Wand 3*100/40 = 7,5% dicker. Dass dies zu "deutlich geringeren Oberflächentemperaturen" führen soll, 1,5% - 2,5% Trocknung der Ziegel dagegen völlig wirkungslos sein sollen, finde ich argumentativ etwas gewagt.



Da halte ich gegen , ebenfalls ;-)



Aber die entscheidenden 2cm Schilfrohrdämmung liegen sicherlich außerhalb... wenn man also nicht nur die Dicke sondern auch die Dämmwirkung der Materialien berücksichtigt (Rechenwert Schilfrohr 0,055 ) entsprechen 40 cm Ziegel 2cm Dämmstoff der WLG 040, die 2cm etwa 1,5 cm dieses Dämmstoffs, der Aufbau entspräche also einer 70 cm dicken Ziegelwand...

Außerdem trocknen die Ziegel nicht völlig aus, außen werden die Ziegel ähnlich feucht sein wie ohne Wandheizung, innen sicher etwas trockener... also im Schnitt wahrscheinlich zwische 1,0 und 1,5%, ist nicht wirklich spektakulär...oder?

Bis gleich... Gruß Frank



OK, Streit beendet



Hallo Frank,

da bin ich ganz schön erstaunt, wieviel läppische 2cm eines mäßig guten Dämmstoffes ausmachen. Aber auch beruhigt - wir haben davon immerhin gerade 10cm außen rum machen lassen.
Wenn ich allerdings bedenke, dass diese 10cm nach Deiner Rechnung einer 1,5m dicken Ziegelwand entsprechen sollen, frage ich mich, ob ich nicht doch Fischer und Kurz glauben soll . . .

Beste Grüße,
Konrad



Schade, war doch gerade so schön...



... aber wenigstens kann ich dann jetzt in Ruhe weiterarbeiten...

Friedliebende Grüsse

p.s.: Leider weiß ich nicht, was Fischer und Kurz dazu zu sagen haben...



Merkwürdig,



warum sind auf den Bildern mit und ohne Wandheizung die Fensterrahmen so unterschiedlich warm? Sollte da die Sonne die Messergebnisse verfälscht haben? Fensterrahmen über 23°C ist schon fragwürdig.

Vielleicht kennt jemand eine Erklärung?



Aber



warum sollten wir denn den Garten heizen?

Sind die Fotos außen und innen zeitgleich aufgenommen?

Wann wurden die Wandheizung davor das letze mal angestellt?

Interessant wäre mal eine Thermografie nach 1,2,3.. Stunden.

Übrigens könte die Vorlauftemperatur der Wandheizung deutlich abgesnkt werden was die Energieverlust durch das Bauteil weiter verringert.

Der Bundesverband Flächenheizung gibt an das der u-Wert des dahinter leigenden Bauteils kleiner als 0,45 W/m²K sein sollte.

Ich habe bei mir eine Wert von ca. 0,65 w/m²K in Kombination mit der Wandheizung realisiert und bin sehr zufrieden mit den Energiekosten.

Grüße aus Koblenz



Die Ausgangsfrage für uns vor der Messung war: Wieviel mehr heizen wir den Garten mit der neu eingebauten Wandheizung mit? Wir waren von diesem positiven Ergebnis für unser Branche so überrascht, dass wir es im Forum zur Diskussion stellten.



Den Garten wollen wir natürlich möglichst wenig heizen. Wir hatten die Wandheizung seit ca. 14 Tagen vor der Messung ständig in Betrieb. Am Abend vor der Messung, die Messung soll bei einer Temperaturdifferenz von mindestens 20 Grad Celsius vor Sonnenaufgang erfolgen, erhöhten wir auf maximale Vorlauftemeratur um ein deutliches Messergebnis zu erhalten. Die Verbindungstür zu Büro II war geschlossen. Gemessen wurde morgens Winterzeit nach 6.00 Uhr.Herr Kinz hat den Messbericht mittlerweile ergänzt.Das Messergebnis lässt umfangreiche Schlüsse zu.
Alle Außenwände von Warmräumen durch in klimalehm - Heizungsputz eingebetete Heizelemente trocken heizen.
Andere Heizsysteme sind zweitranig einzusetzen. Folge: Enorme Heizenergieeinsparung bei geingen Sanierungskosten/ Gesünderes Wohnen - beste Wohnquwalität