Fachwerkwand wie dämmen

28.11.2005



Hallo Guten Tag,

ich habe ein Reihenstadt-Haus Bj. 1860 mit hofseitiger Fachwerkfassade, das Holz und die Ausfachung aus Klinkersteinen ist noch sehr gut erhalten , allerdings ist die Wand mit Lehmputz ist nur ca. 17 cm stark , von Innen hat man zu DDR Zeiten eine verputzte Trockenbauwand aus sogenannten HWL-Platten ("Sauerkrautplatten) hergestellt, zwischen Fachwerk und Ständerwand ist ca. 5 cm Luft, die Wärmedämmung ist aber gleich null, die Luft zirkuliert schön dazwischen und das Holz ist nicht feucht und auch nicht angefault. Nun zu meiner Frage wie kann ich diese Wand am besten dämmen. Muss ich die HWL-Wand abbauen ???

Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Danke

Gruss Jens



Dämmen einer FW-Wand



Guten tag,

wenn es irgend geht, würde ich von außen dämmen: 10 - 12 cm Dämmstoff und hinterlüftete Fassade, Material nach örtlicher tradition.

Wenn das nicht geht, von innen eine kapillaraktive Innendämmung vorsetzen. Die Rücktrocknung des Holzes - wie sie bisher dank einiger Unzulänglichkeiten ungewollt geschieht - muß dadurch sichergestellt bleiben.
Ich würde etwa 8 cm Holzweichfaserplatte vorschlagen, satt in Kalkputz einzubetten. Dazu muß das Sauerkraut weg.
Es gibt noch Alternativen: z.B. Schilfrohrmatte + kalkputz oder Wärmedämmputz.

Gruß



Berechnen sollte man schon



Eine Berechnung des Wandaufbaus sollte schon erfolgen.
Mit Lehm und Holzweichfaserplatten ist eine sehr gute bauphysikalische Lösung möglich.
Über unsere Handels- und Lieferpartner können wir Ihnen diese Berechnungen bieten und auch dementsprechend ausführen. Eine Gewährleistung der baulichen Ausführungen sollte dabei ebenfalls vordergründig mit in betracht kommen.

Grüße zum Feierabend
Jens



satt in Kalkputz einzubetten



Vielen Dank. Ich werde eine 8 cm Holzweichfaserplatte in Kalkmörtel einbetten.



Noch ne Frage,



habe noch ne Frage wo bekomme ich diese Platten her , ich wohne in Mecklenburg Vorpommern, kennt jemand einen Vertrieb hier in MV. Danke

Viele Grüße Jens



MV



ist groß und weit, kann es vielleicht etwas genauer sein ?

Gruß



Liefermöglichkeit



Wir sind diese Woche nochmals in diese Richtung unterwegs, doch wäre es eben schön, wenn man eine genauere Mengenangabe hätte. Wir arbeiten mit vielen Herstellern eng zusammen und können somit auch Streckengeschäfte abwickeln.
Nachtrag: Würden trotzdem in Lehm einbetten, da bessere Diffussion gegeben und auch nicht mit Nut-Feder-Platten, sondern mit Stufenfalzprodukten.

Melden Sie sich telefonisch unter Mobil: 0160-7226041.

Grüße zum 2. Advent
LehmhandWerker Udo



Hallo Vielen Dank



ich brauche 12 m2 und ich möchte mit 100 mm Stärke arbeiten , 0,040 er sollte es sein, was würde mich die sache denn kosten, mir erscheint kalkmörtel als die bessere Lösung,

Danke

Gruss Jens



... es gibt auch noch andere Methoden.



Erkundigen Sie sich doch mal nach Wärmedämmlehm
von Haacke Cellco. Der Wärmedämmlehm eignet sich
hervorragend für die Innendämmung von Fachwerkgebäuden.



Bleiben Sie bei massiver Bauweise!



Lassen Sie unübersichtliche Konstruktionen!

Meine Empfehlung: Stellen Sie eine massive Wand vor die Fachwerkwand, und bauen Sie dann eine Strahlungsheizung ein.
So stellen Sie sicher, daß es keine Kondensationsprobleme gibt und bekommen geleich noch eine statisch tragende Konstruktion. Abgesehen davon haben Sie dann das angenehme Wohnklima!

Bei der Wahl der Wandheizung plädiere ich für Heizleisten, die sind besonders schnell und einfach zu montieren, und können auch raumweise an bereits bestehende Heizungsanlagen angeschlossen werden!
Bei Heizleisten gibt es mittlerweile auch sehr günstige Produkte, die man dann auch wirklich selbst einbauen kann!
Bei radiatherm werden Lamellenbündel nur noch auf handelsübliche 22 mm Cu-Rohre geklickt!

Konstruktionen mit Schilf oder Holzweichfaserplatte haben auch den Nachteil, daß es recht schwierigt wird irgendetwas schwereres anzuhängen!


viele Grüße von der vorpommerschen Ostseeküste

Der Ingo von Born a. Darß