Verputz zwischen den Rähmbalken reißt und platzt auf.

09.06.2020 Thomas


Verputz zwischen den Rähmbalken reißt und platzt auf.

Hallo, ich hoffe es kann mir jemand helfen. Ich habe immer wieder das Problem das der Putz, hauptsächlich in den kleinen Gefachen zwischen den Rähmbalken reißt, wegplatzt und sich teilweise auch über die gesamte Putztasche richtig rausschiebt. Die original Lehmgefache sind mit einem Unterputz aus Tubag - Trasskalkputz mit einem Armierungsgewebe und einem Oberputz aus Knauf Marmorit SM 700 hergestellt worden. Das "Amierungsgewebe ist nur mit dem Lehmgefach verbunden" und hat keinen Kontakt zum Holz. Der Putz hat einen Grundanstrich mit Keim Granital bekommen und wurde anschließen mit einer Keim Lasurtechnik versehen. Das Holz wurde 2009 mit Jotun Optimal und 2019 mit Jotun Demidekk Ultimate gestrichen. Ich habe im Laufe der Jahre immer mal wieder, gerade die kleinen Gefache, mit SM700 ausgebessert und nach gestrichen. Leider hält es nicht. Die kleineren Schäden( siehe die Fotos) kamen teilweise nach einem halben Jahr. Die größeren Risse und Abplatzungen haben sich über Jahre langsam entwickelt. Könnte in einem Fall vielleicht der SM 700, ich hatte immer noch ältere Reste, schon zu alt gewesen sein.
Mit freundlichen Grüßen Thomas



putzprobleme



ich vermute, beide Putze, sowohl der Trasskalk als Unterputz als auch der SM 700 sind mit Festigkeitsklasse CS III zu hart und machen die Bewegungen der Lehmausfachung und des Fachwerks nicht mit. Zudem scheint mir der Kellenschnitt zwischen Putz und Balken nicht ausgeführt worden zu sein. Gerade der SM 700 als Klebe- und Armierungsmörtel klebt am Balken und reißt dann natürlich ein.



Kellenschnitt



Hallo, danke für ihre Antwort. Kellenschnitt habe ich noch nicht gehört. Ich denke das damit ein Trennschnitt/Fuge gemeint ist. Das könnte gut sein.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas



Kellenschnitt



Hallo, danke für ihre Antwort. Kellenschnitt habe ich noch nicht gehört. Ich denke das damit ein Trennschnitt/Fuge gemeint ist. Das könnte gut sein.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas



Gefachputz



Zumindest auf dem Foto ist ja nur der Bereich zwischen Holz und Putz betroffen.
Hinter dem Putz kann der Lehm direkt das Holz berühren, was zur Abdichtung ohnehin sinnvoll ist.
Bei starren Zement- oder Kalkzementputzen sollte, wie Pope schon geschrieben hatte keine feste Verbindung bestehen, die das Arbeiten der Hölzer behindert und zu den sichtbaren Zwängungen führt.
Nur weichere (Kalk-)Putze als den verwendeten CSIII verwenden, was eigentlich dem ausführenden Betrieb/Handwerker bekannt sein sollte.
Kellenschnitt würde helfen und leichte Abschrägung der Putzflächen zum Holz hin seitlich und oben.



Kellenschnitt



Hallo, ja auch ihnen vielen Dank für ihre Meinung.
Der ausführende Handwerker war ich. Hatte mir sogar Fachbücher von Manfred Gerner geholt.
Ich war der Meinung den richtigen Putz genommen zu haben. Es ist wie gesagt nur in
den kleinen Gefachen und hat sich zum Teil
über 20 Jahre entwickelt. Nach den Renovierungen
in den nachfolgenden Jahren habe ich dann die kleineren Schäden bekommen.



Acryl-/Alkydharzkombination



Eine Acryl-/Alkydharzkombination auf dem Holz ist auch nicht im Sinne dieses Forums, um es mal vorsichtig auszudrücken.



Verputz zwischen den Rähmbalken reißt und platzt auf.



Hallo,
danke für ihr Kommentar. Mir war immer bewusst das man beim Fachwerk diffusionsoffene
Materialien nehmen muss bzw. soll. Die von mir verwendeten Materialien, wie auch die Jotun
Optimal, mittlerweile Jotun Demidekk, sind laut Technischen Datenblatt gut wasserdampfdurchlässig
und laut meiner Fachliteratur auch dafür geeignet. Natürlich gehen, wie man sieht, da die Meinungen auseinander. Ich bin aber für jeden Tipp und Erfahrung sehr dankbar.




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