Unterspannbahn

18.12.2015 Jo



Hallo Zusammen,
Bin gerade bei der Sanierung eines 100 Jahre jungen Fachwerkhauses.
Häng seit geraumer Zeit aber an einem Problem fest, auf das ich auch hier drin noch keine durchgängige Lösung fand.
Die leidige Dachdämmung.
Zwischensparrendämmen-kein Problem, aber wie machen mit der Unterspannbahn. Das Häuschen steht nahe an einem Fluss,oft nebelig, ich kann bei dieser Witterung gerade zusehen, wie der Tau außen an den Festerscheiben runtertröpfelt, also
wird das wohl so auch auf der Unterspannbahn passieren.
Muste etwas ausholen, aber dies als Grund warum ich denke es muss die Unterspannbahn rein.
So. Zwischen die Sparren nageln mit leisten, und auf die Lattung mittig auch eine Leiste als Abstandshalter, find ich gut, der Tip ist von hierdrin.
Aber wie bekomme ich jetzt das Wasser von der Usp aus dem Dach raus. Dazu hab ich eine Idee, und gerne Eure Fachmeinungen dazu.Satteldach.
Ich nehm das Traufbrett komplett raus. Säge dies längs ab
und machs wieder rein.Lasse einen Spalt vorne offen.(Bild)
Jetzt biege ich mir ein Titanzinkblech zurecht als U ( Bild )und montier das irgendwie da rein, schräg wie der Sparrenwinkel.Das Blech lasse ich einige cm über das Brett vorstehen.Mach noch vorne ne Tropfkante hin, das Bild zeigt nur ein vorläufiges ein Provisorium.
Darauf klebe ich die Unterspannbahn und klemme ein Vogelschutzgitter, im c gebogen noch oben drauf.Wie ich das befestige weis ich noch nicht, das ist aber nicht das Problem, wird schon gehen.

Was denkt ihr dazu ?

Gruß
J.Krauss





Hier noch Bilder





Hier noch eine Skizze, auf den Bildern ist das schwer zu erkennen.



DG- Ausbau



Ich halte die Umdeckung/Neudeckung der Dachfläche für die bessere Lösung. In dem Zusammenhang kann das Problem gleich richtig gelöst werden.



DG Ausbau



Danke.
Der Trick ist zwischenzeitlich im Eimer, da das ganze Gebäude
praktisch aus einen später angebauten Mansardendach 90° dazu angebaut, an das Satteldach besteht, und im Übergang der zweien das unmöglich so zu lösen ist.

Werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen und das machen lassen, obwohl mir die Idee jetzt recht gut gefallen hätte.
Alles runter,Unterspannbahn drauf, Konterlattung und Lattung neu.Dann wird auch gleich die Belüftung am First gemacht.
Ich hatte bei der Lösung nur noch etwas Sorge was bei Sturm passieren könnte,
wenn ich keine gescheite Entlüftung oben habe.

Es interessiert mich trotzdem, was wäre an der Lösung Riskant gewesen ? Ich hörte jetzt die letzten Monate immer
den inen Grund dagegen,aus verschiedensten Richtungen, lass davon die Finger, weil du bekommst die Unterspannbahn nicht sauber entwässert und das Wasser läuft dir in die Wände, wenn du nachträglich eine USP einbaust.
Das hätte ich jetzt ausgeknobelt bekommen. Es haben doch praktisch alle Altbaudämmaktionen dasselbe Problem.
Wäre das eine Kompromisslösung für ein reines Satteldach ?

Grüsse
Jo



neues Dach



Es geht nicht um die USB, auf die Idee mit dem nachträglichen Anbringen sind schon andere und früher als Sie gekommen. Es geht um den Zustand der Eindeckung, jedenfalls nach dem was auf den Fotos zu sehen ist.





Aha. Ok,vielen Dank.
Das Thema beschäftigt mich erst ein knappes Jahr, beruflich habe ich auch nichts damit zu tun.

Grüsse
Jo



Unterdeckplatten



Ich wäre da nicht zu knickerig, und würde auch Unterdeckplatten aus Holzweichfaser verlegen...



Zustand der Eindeckung



, ist doch noch gut.
Flachdachpfanne mit hochliegendem Seitenfalz, alle Nasen sind noch dran und ausblühungen und abplatzer sind auf der Innenseite auf dem Foto nicht zu erkennen.
Also kein Grund, die Eindeckung zu entsorgen.
Auch ihre Gedanken zur Unterdeckbahnvariante von innen inkl. Kanttropfblech, fand ich tadellos.
Mit Grüßen Danilo