Stallgebäude

04.08.2015 Toby



Hallo,
ich belese mich schon lange hier im Forum und habe auch immer wieder Tipps, Tricks und Anregungen hier finden können, doch leider komme ich, seit nunmehr zwei Tagen durchstöbern, nicht weiter. Es geht um einen alten Pferde- Hühner- Kaninchenstall.

An den Wänden war eine Art Betonputz, diesen habe ich entfernt, nach kurzer Zeit (zwei Tage) waren die Wände auch sichtbar trockener.(Bis denn wohl das Mauerwerk trocken ist werden wohl einige Jahre vergehen...)

Der Fußboden war aus Ziegeln mit Beton verfugt in eine kleine Schicht Sand gelegt und auch nass.

Die Wände sollen einen Kalkputz erhalten, einige Probestellen sehen recht gut aus zwar gibt es Verfärbungen, damit kann ich aber leben. Richtig trocken sind diese auch nicht ich denke das liegt auch an dem Fundament welches Feuchtigkeit zieht.

Nun das Problem, der Fußboden....
da es eine Werkstatt (für Mopeds und Rasenmäher) werden soll würde ich gerne einen Estrichfußboden haben, allerdings:
fehlen jegliche Art von Sperrung, dass Haus hat aber ein Fundament (auch gemauert ich schätze 80- 100cm), die Raumhöhe ist 3,50m also genug Platz für einen Fußbodenaufbau.
Ich dachte an eine Kiesschicht (15cm) mit eventuell Drainage, Trennschicht (Folie) und dann Estrich.

Für eine Werkstatt möchte ich den Aufwand auch so gering wie möglich halten.

Ich hoffe auf Tipps, Tricks und vor allem Verbesserungsvorschlägen.

Danke im vorraus, Toby



Werkstattboden herstellen



wenn der Ziegelboden noch vorhanden und tragfähig ist würde ich ihn lassen.
Bei Unebenheiten/ scharfen Kanten etc eine dünne Mörtelschicht aufbringen, darauf Feuchtigkeitssperre, Bitumenbahnen, EPDM oder andere stabile Folien ( keine PE-Folie) auslegen und bis Oberkante Fußboden hochziehen.
Als Dämmung ggf XPS-Platten oder ökologisch u technisch besser Glasschaumplatten verlegen.
Darauf Zementestrich verlegen- ca 6 cm stark und ggf noch Fliesen verlegen.
Angenehmer arbeiten- besonders im Winter- ließe es sich auf einem Holzdielenboden, der auf Lagerhölzern auf der Feuchtigkeitssperre verschraubt werden könnte. Dazwischen Dämmung einbringen.

Drainage, Schotter etc nur bei drückendem Wasser- dem Beton macht Feuchtigkeit nichts aus, die durch die Feuchtigkeitssperre am weiteren Aufsteigen gehindert wird.

Andreas Teich



Werkstatt



Wenn Sie den Aufwand so gering wie möglich halten wollen:
Direkt auf das Ziegelpflaster ca. 30-50 mm Zementestrich als Verbundestrich einbauen. Den Estrich können Sie mit einem Dichtmittel (Ceresit, gibt es im Baumarkt)dichten. Die Oberfläche reiben und mit der Glättkelle abziehen.
Die Wände mit einem Pinselputz PII neu bekleiden, frescal (ca. 1 Stunde nach dem Putzen) mit Weißkalkhydrat streichen.



Leider



Musste ich den Boden entfernen, da sonst der Aufbau zu hoch wäre und ich einen Höhenunterschied zwischen Hof und Gebäudeboden hätte den mein kleiner Rasentraktor, ohne Rampe nicht bewerkstelligen kann. Ich danke trotzdem für die Antworten. Vor allem auch Herrn Böttcher ein großes Dankeschön. Habe schon sehr viele Tipps in anderen Threads von Ihnen gelesen die mich zum nachdenken und umdenken angeregt haben. Sehr gute Arbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Toby