Sandsteinsockel Bitum?

28.08.2009



Hallo zusammen,

nachdem wir unser Sandsteinfundament unseres 300 Jahre alten Fachwerkhauses mit Zement- und Dachdeckermörtel ausgefugt haben, stellen wir uns die Frage, ob wir nun noch eine Bitumschicht anbringen sollen. Oder zerstört diese den Stein? Was meinen Sie? Sollten wir ggf zusätzlich/alternativ irgendwelche Abdichtplatten anbringen oder alles so lassen?

Vielen Dank im voraus!
LG Lars



Sockelmauerwerk



Hallo Lars,
die Frage verwirrt mich etwas.
Meinst Du wirklich das Fundament?
Dann wäre dessen Freilegung ein höchst gefährlicher Zeitvertreib.

Ich gehe mal davon aus, das Du hoffentlich damit das Sockelmauerwerk, also den Bereich so von - 0,5 m bis etwa 1 m unter bzw. über dem Boden meinst.
Wieso zum Verfugen Dachdeckermörtel verwandt wurde, ist mir schleierhaft.
Der ist speziell zum Vermörteln von Anschlüssen usw. bei Dachziegeln entwickelt worden und nicht für einen Sandsteinsockel. Der muß wasserdicht und elastisch sein, Eigenschaften die am Naturstein-Sockelmauerwerk nicht erforderlich sind.
Zementmörtel kann bei entsprechend hoher Festigkeit zu Schäden am Mauerwerk führen.
Es ist also definitiv das falsche Material eingesetzt worden.
Wenn man falsches Material einsetzt, kann dies zu Schäden führen.
Was Du mit der Bitumenschicht meinst, kann ich auch nur raten.
Oberhalb des Bodens soll der Sockel sicher nicht schwarz vollgeschmiert werden.
Bleibt also der erdberührte Teil des Sockelmauerwerkes.
Beim Material bin ich mir auch nicht sicher und muß wieder raten.
Ich vermute mal, Du meinst eine kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung.
Nun, die ist für diesen Einsatz völlig überflüssig und ungeeignet. Außerdem wird so ein Material immer in einem System mit anderen Materialien zur Abdichtung erdberührter Kellerwände eingesetzt, es gehört in die Hände von Fachleuten.

Kann natürlich auch sein, das Du irgendwelches Straßenbau- oder Dachdeckermaterial einsetzen willst, wie Heißkleber, Kaltbitumen, kationische oder anionische Bitumenemulsionen usw.
Falls dies so ist,rate ich Dir die Finger von zu lassen. Auch die sind nicht gemacht worden, Sandsteine damit warum auch immer vollzuschmieren.

Wie wärs mit ein oder zwei Fotos, dann braucht man nicht herumzuraten?
Einfach als Mitglied registrieren lassen, das kostet nix und tut nicht weh.

Viele Grüße



Lied ist Leid!



Hallo

300 Jahr inspiziert - 300 Jahr is nix passiert un dann hads Woohm gemacht!

Dann ist die Zementschwarte und der Dachdeckermörtel hingepampt worden!

Würg!

Manchmal möcht ich da sagen:
"Spremgt doch die alte Hütte weg und baut euch ein Minergiehaus, das nach 15 Jahen Schrottwert hat und abgewrackt werden muss"
Manchmal möcht ich fragen: Warum kauft ihr ein altes Haus um es kaputt zu machen?

Herr Böttcher ist so höflich und zurückhaltend und sagt:
"die Frage verwirrt mich etwas!"

Kain Dsementd
Kain Dachdeggamördl im Fundamendberaich
keine schwarze Pambe im Sogglberaich!
kain Hüdrfobiermiddelchen vom neddn Beroda

aimpfach nur an guudn Kalkgmöddl
is guud - duud guhd - wedd nix bessas nochkumma!

FK



Lied ist Leid!



Hallo Herr Kurz,

vielen Dank für die höflichen und anmaßenden Hinweise. Nicht jeder ist hier Fachmann und lässt sich gerne vorführen, danke!

LG



Sockelmauerwerk



Hallo Georg,

vielen Dank für Deine hilfreiche Antwort.

Ja, es handelt sich um das Sockelmauerwerk, welches wir aus Unwissenheit mit den falschen Materialien (Zementmörtel Z01 MG3 und Dachdeckermörtel Sakret MG2)verfugt haben. Was kann jetzt im ungünstigsten Falle passieren? Wir haben es genutzt, damit keine Feuchtigkeit hochziehen und keine Mäuse bzw. Marder etc. "einziehen" können. Ist die Wahl so falsch, das wir den Mörtel wieder entfernen sollten?

Vom Bitumanstrich habe ich Abstand genommen, die Botschaft habe ich verstanden. Es ist also sinnvoll, den Sandstein so zu belassen und Außen einen Spritzschutz (Kiesschicht) anzubringen, oder? Ich werde kfr. Bilder anfertigen. Vielen Dank für weitere Hilfe.

Lg Lars