Ich habe mal eine Frage zum Dach.

11.10.2007



Ich bin bei mir gerade dabei das Schuppendach neu zu machen. Nun sind an beiden Seiten höhere Gebäude. Dies bedeutet also, dass ich das Dach an diesen Wänden Abdichten muss. Die Profi-Dachdeckerlösung habe ich mir schon angschaut. Die Schweißbahn mit einer Alu-Kappleiste an die Mauer geschraubt und dann mit Silikon die Leiste abgedichtet. Also mir fehlt da etwas das Vertrauen in eine längerfristige Dichtheit dieser Ausführung. Da gibt es doch bestimmt auch andere Lösungen? Oder ist dass so i.O.?

Schon mal Danke

Marko



Tja....



Dachdeckers geben da mind. 5 jahre Gewährleistung drauf, halten tut es auch um einiges länger.
20-jährige Anschlüsse dieser Art kenne ich schon aus eigener Erfahrung. Gesehn habe ich auch schon noch ältere.
Vorraussetzung ist eine fachgerechte Ausführung.
Das Silikon ist eigentlich nur Hosenträger zum Gürtel und sollte gelegentlich überprüft und ggfs. erneuert werden (Silikon ist halt nur Abdichtung für eine Wartungsfuge)
Was erschüttert Sie in Ihrem Glauben?
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Genau das war mir von Silikonfugen



eben bekannt: "Wartungsfuge"! So etwas gefällt mir nicht so ganz. Kenne ich schon von meinem Gartenhaus. Ordentlich Sonne drauf und dann darf man alle paar Jahre wieder mal ran. Eine Langzeit-ABM wollte ich mir eigentlich nicht verschaffen. Ich dachte eigentlich mehr an eine solide Ausführung. Solide im Sinne von fest, stabil und dauerhaft. Auch habe ich Bedenken, dass Silikon an saugenden Materialien wie eben eine Ziegelwand das günstigste Material ist. Ich habe auch noch keine Silikonfuge auf Holz gesehen, würde mich da aber auch gerne eines Besseren belehren lassen. Und schön aussehen tut es auch nicht. Na gut auf dem Dach interessiert das eigentlich niemand.Was wurde eigentlich vor der Erfindung des Silikon gemacht?

Wie man halt so ein bischen mundartlich sagt: "Mit Silikon und Schaum kannst du dir viel erlaum."

Gruß Marko



Ohne Silikon



und nach alter (DDR-)Traditon wird die Kappleiste am oberen Ende noch mal 5-10mm breit in Richtung Wand abgewinkelt (ca. 45°). Die Wand bekommt an genau der Stelle eine ebenso tiefe Fuge mit der Flex in den Putz geschnitten. Der abgewinkelte Teil der Leiste kommt genau dort rein.
Die Kappleiste wird übrigens nicht durchgeschraubt, sondern mit Haken an die Wand gedrückt, die oberhalb der Fuge eingedübelt werden.

Das habe ich mit aber nicht selber angeeignet, sondern gebe hier nur schlaumeiernder Weise meine Beobachtungen weiter :-)