Schweller und Deckenbalken wurden erneuert - Meinungen dazu erwünscht

02.06.2014 Minnefeld



Hallo,
bei mir wurden jetzt der Schweller und 8 Deckenbalken erneuert. Die Zimmerei hat dafür nun 40Stunden (2 Mann a 20 Std.) veranschlagt. Kvh zu 550€ cbm netto. Die Vorarbeiten (freilegen der defekten Balken) wurden von mir gemacht. Wie findet Ihr die Ausführung anhand der Bilder? Ist das so richtig??



Das waren wohl...



keine Zimmerleute. Stand "Rudi's Resterampe" auf dem Auto?

Grüße

Thomas



So gut...



...hättest du das wohl auch selber hinbekommen. Die Last des Deckenbalkens wird also über (vermutlich) zwei Spax und das Hölzchen abgetragen?

Rechts oben in Bild sehen wir einen alten Balken? Dass der keinen Balkenschuh mehr halten würde glaube ich. Wie und woran ist eigentlich das untere Querholz befestigt?



Cacatum non est pictum



Mit Verlaub ... das sieht nicht nach der Arbeit eines Zimmermanns aus. Die Last des Balkens liegt auf dem Abschnittstück eines Rahmenholzes? Lagesicherung nicht erkennbar. Nicht abnahmefähig. Was ist das für ein Balken darunter und wie ist dieser befestigt?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Dachlatte



Stell Dir eine Dachlatte hinter die Eingangstür, so 1,20m sind ein gutes Maß... für den Fall, dass der „Zimmermann“ auf die Bezahlung bestehen sollte...



Da ist garantiert...



keine meterlange Dachlatte übriggeblieben :-)))



da stimme ich zu



das ist echt das allerletzte ...

der tobser



und so günstig!!



Es soll nur 2.314€ kosten. 2 Mann a42€/std. netto mal 20 Stunden (gesamt 40 Std.). Das Kvh gibt's für 550€ netto cbm. Pauschale für Befestigungsmaterial, Verschleiss nur 100€ netto.

Es waren ja auch ein Schweller von 3,5m (und ein kurz Schweller seitlich anbringen), 3 Ständer und die 7 unterschiedlich hohe Deckenbalken zu verbauen. Das untere Anstückeln kam dann, weil ich mich über die verschiedenen Balkenhöhen gewundert hatte und ich so ja keine gerade Decke bekomme. Die bekomme ich aber auch jetzt nicht, weil da noch alte Balken belassen wurden, die nun nach unten überstehen. Das untere Anstückeln wurde ja auch berechnet und deshalb habe ich dann nix mehr gesagt. Am Donnerstag kommt die Firma wg. meiner Bemängelung zum Gespräch. Mal sehen, wie es abläuft.

Was würdet ihr mir für das Gespräch empfehlen (außer der Dachlatte 1,20)? Wie geht man mit solcher Arbeit und auch mit der Rechnung um?

Ich werde mal weitere Bilder posten.
(Wie kann ich eigentlich gleich mehrere Bilder senden?)


"Cacatum non est pictum." (deutsch: "Gekackt ist nicht gemalt.") im web gefunden.



Gutschrift!



Ich persönlich würde mir noch den Rechnungsbetrag als Gutschrift ausstellen lassen. Der fachgerechte Rückbau mit Abstützarbeiten dürfte diesen Betrag ausmachen. Danach dann über eine Fachfirma mit nachzuprüfenden Referenzen die Arbeiten neu ausführen lassen.


Grüße Alex



Im Ernst



Schiedsstelle der Innung und/oder der Handwerkskammer einschalten... das geht ja gar nicht...
Ansonsten: Streit, Beweissicherungsverfahren, Baustopp, Gutachter, doppelte Kosten, Klageweg, Gerichts- und Anwaltskosten vorstrecken, Pleite der GmbH bei Neueintrag durch die Schwiegertochter, etc... alles schon erlebt...



Jedenfalls...



nix (also überhaupt nichts!) zahlen. Die Leistung ist komplett wertlos.

Grüße

Thomas



Ob er das auch so sieht?



Auf meine Beschwerde hat er folgendes geantwortet:

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Es war besprochen das wir das alles so günstig wie möglich herstellen aber natürlich so das es funktioniert, und das eine richtige
Restaurierung mit gleichen Querschnitten und anderen Holzarten usw. wesentlich teurer kommt. Falls ein Holz bzw. Unterlagsholz nicht
richtig befestigt ist oder eine Schraube ins Leere geschraubt wurde, wird das natürlich erledigt. Beim KVH handelt es sich um eine Mindermenge in verschiedenen Querschnitten unter 0,5m³, die wird eigentlich nicht zum Preis von 460 Euro geht, das hört sich für mich nach einem Holz-Listen Preis an ( Bestellung 14 Tage vorher und mindestens 4-5m³) an. Die Verbrauchs Holz Liste bekommen Sie bei unserem Termin.
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Das mit der Holzart stimmt. Da hatten wir drüber gesprochen. Ich hatte nach Eiche gefragt und zur Antwort bekommen, das sei viel zu teuer und KVH reicht dafür vollkommen aus. Gut, wenn er das als selbständiger Zimmermannsmeister so sagt...

Jetzt habe ich mir ein Stück KVH beim Holzhändler im richtigen Format für eine andere Stelle, die ich ausbessern werde, besorgt und konnte es gleich mit nehmen. Preis dafür war 430€/cbm zzgl mwst.

Und wer möchte nicht haben, dass etwas günstig ausgeführt wird? Aber doch dann bitte trotzdem richtig. Und wirklich günstig ist der Preis nun auch nicht.

Braucht man dafür wirklich 40Stunden? Das ist für einen Handwerker ne ganze Woche! Es waren 2 seiner Leute lt. der Abrechnung je 20 Stunden mit den "Arbeiten" berechnet .

Weitere Bilder sind in meinem Profil zu sehen. Auch vorher - nachher.

Kann ich einfach nix zahlen?

Einen unparteiischen Sachverständigen für Zimmerarbeiten der Handwerkskammer habe ich bereits kontaktiert. Aber auch das ist wieder mit Kosten verbunden, wenn er tätig wird.



Ich kann da Wort...



"günstig" nicht mehr lesen. Was soll das, im Zusammenhang mit einer Bauleistung? Warum sollte Dich ein wildfremder Zimmermann begünstigen? Beschissen hat er Dich.

"Günstig" kommt von "Gunst" und die Zimmerei ist kein Gunstgewerbe.

Sowas kommt heraus, wenn ein Pfuscher auf einen Bauherren trifft, der alles besonders billig haben will. Und jetzt jammerst Du noch, daß der Gutachter Geld kostet. Arbeitest Du umsonst?

Eine verwertbare Aussage, was diese Ansammlung von Holzresten wert sein könnte, gibt es nicht für lau im Netz.

Ich rate, das Gebarme um Pfennige hintanzustellen. Du hast da eine komplexe Baumaßnahme, also suche Dir einen sanierungserfahrenen Planer. Der ist sein Geld nämlich wert und und sorgt dafür, daß Du nicht in solche Situationen kommst.

Grüße

Thomas



Wir haben



auch statt Eiche KVH erhalten (ausser Schwellenbalken). Aber wenn ich Deine Bilder ansehe, denke ich, dass hätte ich alleine noch besser hinbekommen. Das sieht aus, wie wenn mein 5 jähriger Neffe mit meinem Restholz spielt.

Auch verstehe ich, wenn Du etwas günstig (gute Ausführung mit gutem Material, aber es währe eben auch mit teurerem Material ... gegangen) haben möchtest und nicht billigen Pfusch.

Aber ich denke, wenn Du irgendwann Freude an Deinem Haus haben willst, musst Du jetzt nochmals in den sauren Apfel beissen und Dir einen Sachverständigen, Gutachter ins Boot holen und zwar sofort! Natürlich kostet der sein Geld. Aber wenn Du mit einer Firma gearbeitet hast, die hemmungslos solchen Pfusch ausführt, bleibt Dir leider nichts anderes übrig, als jetzt alles richtig zu machen.

Gunst in Wiki: Unter Gunst versteht man das Wohlwollen, eine freundliche, gnädige Gesinnung einem anderen Menschen gegenüber. Ein Gunsterweis ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass man für einen anderen Menschen nur etwas Gutes will. Zum Teil wird das Wort Gunst auch im Sinne von Bevorzugung gebraucht.

Und das erwarte ich, wenn nicht mir gegenüber, dann doch meinem Haus gegenüber. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Handwerker der seine Arbeit liebt, diese auch in einer solchen Gesinnung ausführt.

Viel Glück und Erfolg wünsche ich Dir Minnefeld
Nicole



@ Nicole



Da erwartest Du wohl für Dich und Dein Haus ziemlich viel. Eine gnädige Gesinnung gar? Handwerker gehen üblicherweise aus dem Hause, um Geld zu verdienen. Darin unterscheiden sie sich nicht von anderen Berufsgruppen. Idealisten sind selten (bei Fachwerk.de. freilich ist eine gewisse Häufung festzustellen :-)

Wenn der Bauherr keine konkrete Aufgabenstellung hinbekommt, werden viele Handwerker schauen, wie sie mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel verdienen können. Also sollte der sparsame Bauherr die nicht vorhandene eigene Sachkunde vom Architekten dazukaufen. Blauäugig auf Freude am Beruf und Handwerkerehre zu spekulieren, kann jedenfalls in's finanzielle Desaster führen.

Grüße

Thomas



Eine eingenagelte Schraube hält besser als ein eingeschraubter Nagel



Das zweite Bild ist ja noch schlimmer. Ist das ein Stück Felsen oder eine Natursteinwand aus der etwas herausgeschlagen wurde in der der gute Mann das Auflager mit 5 Schrauben festgezogen hat? Steht dort etwa die rechts im Bild befindliche Fachwerkwand mit drauf? Sollen die gelegentlich befestigten Bohlen unter den Trägern den Querschnitt erhöhen oder hat das einen anderen Hintergrund?
Was sagt denn der Statiker der die Balken bemessen hat hierzu?

Mit günstig hat das jedenfalls nichts zu tun, eher mit ungünstig. Auch wenn jemand in der Lage ist etwas preisgünstig herzustellen muss er sich doch an gewisse Mindeststandards halten. Die Reparatur alter Fehler kostet meist mehr als die Anschaffung neuer.

Was wurde / wird denn noch alles am / im Gebäude umgebaut?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Bohlen



Ich hatte mich gewundert, dass die Balken unterschiedlich waren. Oben gleich und unten verschieden. Da geht dann keine gerade Decke. Daraufhin wurden die "Bohlen" bzw. Stückchen von unten dran geschraubt. Das hätte ich auch mit einer Deckenunterkonstruktion selbst hin bekommen. Dumm nur, dass ich das Gestückelt jetzt mit ca. 50€/Std. berechnet bekomme und die Decke doch nicht einfach so hin bekomme, weil alte Balken nicht weit genug entfernt wurden und nun noch weiter nach unten ragen. Fazit: Die Bohlen hätte man sich auch sparen können.
Aus meiner Sicht gehören die Balken entfernt und durch gleiche Dimensionen ersetzt, die an den Aufliegeflächen bei Bedarf ausgeklinkt gehören. Ob das aber der Chef der Firma dann auch so sieht, wird sich morgen zeigen. Er war bei den Arbeiten seiner Leute nicht anwesend, soweit mir bekannt.



Decke



Ich bin als Sachverständiger so einiges gewöhnt und ziemlich abgebrüht hinsichtlich Baupfusch aber das letzte Foto schockt selbst mich.



Schock?



@Herr Böttcher

Könnten Sie den Schockgrund etwas präzisieren? (Argumentationshilfe für das Gespräch morgen).

Das untere Querholz ist mit Spax mehrfach an einen vorhandenen Balken geschraubt.



Mängel



Ich sehe z.b. das untere Querholz an der Bruchsteinwand angeschraubt und den Balken darauf aufliegend, so unterschiedlich können Auffassungen sein.
Es hat keinen Zweck das Sie versuchen hier schnell ein Gutachten oder Argumente zu sammeln .
Der "Handwerker" muß Ihnen jetzt beweisen das sein Werk mängelfrei, gebrauchstauglich und anhand der geltenden Regeln der Technik erstellt wurde. Das soll er Ihnen von mir aus vor Ort erklären und dann schriftlich geben. Das werden Sie dann prüfen (lassen) und ihm eine Antwort zukommen lassen. Hat er schon die Schlußrechnung gelegt, darüber entscheiden Sie erst nach Prüfung seiner Antwort auf Ihre Mängeanzeige.
Es ist sinnlos sich als Laie mit einem Handwerker in eine fachliche Diskussion ziehen zu lassen von der Sie weniger Ahnung haben als er. Sie ziehen den Kürzeren.
Deshalb anhören, mitschreiben was er sagt oder ein Gedächtnisprotokoll anfertigen, schriftliche Stellungnahme abwarten.



Ich krieg



bei allen Bildern das grausen ,die Anschuhungen der Ständer ,unterdimensioniertes Holz stumpf gestoßen und verschraubt.
Das ist kein Handwerk ,das ist alles Murks.

Vieles was dort angeflickt wurde ,hat überhaupt keine Wirkung!

Die Holzauswahl ist durchaus richtig,Eiche würde ich für Deckenbalken auch nicht nehmen,Fichte ist da flexibler.

Nee und zahlen würd ich dafür auch NIX!

Grüße Martin



Nix zahlen?



Nix zahlen? Geht das überhaupt? Er wird mir sagen, dass das so richtig ist. Dann muss ich mir den Sachverständigen holen und sagt dann, was Sache ist. Wenn er die hier vorherrschende Meinung teilt, gehen seine Kosten auf den Verursacher. Der muss dann nachbessern. Wie auch immer das dann auszusehen hat.

Kann mir jemand sagen, wie ich meine Bilder drehen kann? Die erscheinen hier teilweise auf dem Kopf. Auch über ändern geht es nicht. Da kommt ne Fehlermeldung.



Nix zahlen...



...geht ganz einfach. Und die von Georg vorgeschlagene Vorgehensweise ist die bessere. Kostet nämlich erstmal nichts.

Wenn eine Leistung vom Grunde her untauglich ist, ihre Bestimmung zu erfüllen; was soll man da bezahlen?

Grüße

Thomas



hält doch



Und was, wenn er sagt: Das hält doch und wenn der Boden drauf und die Decke drunter ist, sieht es eh keiner mehr!?



Wie gehört es richtig gemacht?



Ich hab jetzt so viel gehört, wie es nicht gemacht werden darf.
Wie wären die Arbeiten im Einzeln den richtig gewesen? Reicht es aus, wenn die Balken alle gleich groß und ggf. ausgeklinkt werden, wo sie aufliegen?



Richtig gemacht



Wo ist deine Baustelle?

Dazu müsste man das gesamte sehen,erst einmal würde ich die Verbindungen ansprechen,da is nix traditionell,die Balkenauflager,wenn ich einen Deckenbalken anflicke ,kann ich den nicht einfach seitlich ,mit n paar Schräubsker an den alten Restbalken anschrauben......

Mein Tip Mönck/Erler Schäden an Holzkonstruktionen ,nicht ganz preiswert das Buch,aber jeden Cent wert!

Grüße Martin



Baustelle



Das wurde in Dieburg so gemacht. Der Handwerker wurde mir übrigens vom Kfw Berater Denkmal empfohlen, weil er sich mit Fachwerk auskennen soll.



Empfehlungen



Ich kenn da auch einen Herrn Zimmermeister der vom Denkmalamt empfohlen wird und mit viel Winkeln und langen Schrauben verbindet.

Das Problem ist das die Fachwerksanierung ein sehr spezielles und traditionelles Handwerk ist,das lernt man nicht in der Lehre.
Heutzutage muss man als Bauherr fast so tief in der Materie stecken,wie der ausführende Handwerker um zu verhinden das sowas wie bei dir rauskommt.
Gab es ein Angebot?Hättest du diese geplante Ausführung hier gepostet hätt s den Handwerker zerissen.

Grüße Martin



mündliches Angebot



Es gibt kein schriftliches Angebot. Ursprünglich war was von ca. 1400€ im Gespräch. Ich weiß halt nicht, ob die 40 Stunden gerechtfertigt sind. Kommt mir zu viel vor. Konnte leider nur am letzten Tag teilweise anwesend sein. Aber selbst da stimmen die Stunden nicht und ich hatte den Eindruck, dass es noch länger gedauert hätte, wenn ich nicht schon um 11h zur Pause der 2 Handwerker da gewesen wäre. Nach der Pause ging es um 11:30h dann zügig weiter. Auch die Aussage von einem der beiden "Dann haben wir ja jetzt Hitzefrei" um kurz vor 13h als sie gingen, lässt mich vermuten, dass da doch leider die gut bezahlte Anwesenheit zu früh beendet ist.



Naja



im Grunde ist s egal wie lange die dafür gebraucht haben,das taugt nix und du zahlst nix.
Ich hab keine Ahnung ob die es nicht besser wußten oder dich übern Leisten ziehen wollen ,das Ergebnis ist so nicht abnahmefähig.
Normalerweise werden jeden Tag vom Bauherrn Stundenprotokolle unterschrieben,wo aufgeführt ist ,was ,wie ,wo gemacht wurde.

Egal,schlag es dir aus dem Kopf das die da noch nachbessern können,oder du am Preis drehn kannst ,das gehört nicht bezahlt ,das gehört neu geplant und ausgeführt.

Grüße Martin



Protokolle



Mir wurden von 3 Arbeitstagen an 2 Arbeitstagen Protokolle gemailt. Am 3. Tag nicht. Die Tage waren auch nicht zusammenhängend. Am 3. Tag wurde mir 2x von 8-13h berechnet.Gesamt 10h zu je 50€. Eingetroffen sind sie um 8:20h, bei meinem Eintreffen um 11:05h habe ich die beiden bei Frühstück bzw. Mittag im Firmenbus angetroffen, der um 11:30h zur Weiterarbeit verlassen wurde. Ich hatte den Eindruck, dass bei meiner Anwesenheit eine Arbeit an einem Schweller und einer Ecke recht zügig ging. Für mein Gefühl recht schnell, für die lange Dauer der anderen Ergebnisse.



Ich...



bin nun schon seit ca. 25 Jahren am Holze. Seltenst werde ich bezahlt nach den Stunden, die ich gebraucht habe, Basis eines Auftrages ist üblicherweise ein konkret beziffertes Angebot.

Die erbrachte Bauleistung stimmt nicht. Somit ist es belanglos, wielange die Flickschuster da rumgemurkst haben.

Grüße

Thomas



Belanglos oder nicht, was tun ist für mich die entscheidende Frage...



Ich würde es aber auch nicht gut finden, wenn die vorhanden Rechnung weiterhin Bestand hätte. Wenn er nun die Balken austauschen würde (wovon ich nicht ausgehe, er wird nicht einfach so dazu bereit sein) und ich dann die aus meiner Sicht überhöhte Rechnung zahlen müsste, würde mich schon etwas ärgern. Allein der Versuch hier ne leichte Mark (Euro) zu machen, nervt ungemein. Ich sag nur: ein Mann wäre hier für eine volle Woche (5 Tage) von 8 bis 16 h beschäftigt gewesen. Und das "nur" für Holzarbeiten. Wie lange dauert das Anbringen von einem solchen Balken? Der Schweller und die Ständer stelle ich mir schon schwieriger und damit zeitaufwändiger vor.

Soll ich mich zufrieden geben, wenn er die Deckenbalken ausbaut und neue, gleiche in richtiger Größe an deren Stelle anschraubt?

Und dann die Rechnung zähneknirschend zahlen?



Wow



Da könnte meine Fachfirma sich mal ne Scheibe von abschneiden in Preis und Leistung. Termin rückt näher und näher. Bin mal auf 8h gespannt.



Pfusch oder Leistung



Hallo

es gibt ein Sprichwort, das besagt:
"Wer bestellt, der bezahlt"
und vor allem: Sie bezahlen (immer oder meistens) was von Ihnen bestellt ist … 

Will heissen, wenn die Bauleistung VORHER (gell Herr Böttcher) nicht VORHER ordentlich beschrieben ist, und ausgemacht ist nach welchen Kriterien gearbeitet werden soll … dann muss das bezahlt werden … 

Wenn ausgemacht wurde: "nach zimmermannsmässiger Technik" udn ein Zimmermann war dran … dann ist es eben so … 

Wenn genau beschrieben wurde, was Grundlage ist (Holzqualität, Schutz, Ausführung. einzapfen, Auflager … ) dann muss das natürlich erbracht werden … 

Wenn's heisst: "Nu machen sie mal … schnell und preiswert … " dann haben Sie es bekommen … denn die paar Spax werden die Teile schon 5 Jahre zusammenhalten, dann ist doch die Gewährleistung rum … und das Baugewerbe wieder an Ort und Stelle … 

Vergleich:
Wenn ich zum Aldi gehe und dort Fleisch kaufe brauche ich das eben nicht mit einem Material von einem Feinkostmetzger vergleichen und mich hernach beschweren … 

Stand denn in seinem Angebot was von VOB oder sonstigen Normen … oder war das mal so "pauschal" gefasst … ?

Florian Kurz



Zimmerer



Es nützt nichts jetzt auf den Fragesteller einzudreschen weil er bei der Auftragserteilung Fehler gemacht hat, Florian.
Wenn ich keine genaue Leistungsbeschreibung als Auftragsgrundlage habe dann gilt eben:

"Lässt sich keine Leistungsbeschaffenheitsvereinbarung feststellen und beschreibt die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung die geschuldete Leistung nicht näher, muss anhand gewöhnlicher Verwendungskriterien und durch Feststellung des Üblichen bei Werken gleicher Art überprüft werden, ob die erbrachte Leistung dem entspricht, was der Besteller des Werkes erwarten durfte. Wenn das hergestellte Werk dem widerspricht liegt ein Mangel vor....
Eignet sich die erbrachte Leistung für die gewöhnliche Verwendung und weist eine Beschaffenheit auf, die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die ich nach Art des Werkes erwarten konnte?
Wurden die Regeln der Technik eingehalten?..."
(Aschenbrenner/Hopfensperger/Metzger/Onischke, Baumängel und Bauschäden erkennen und erfolgreich reklamieren, 3. Auflage Seite 17 Haufe Mediengruppe)



Selbst...



wenn es ausdrücklich entgegen der Belehrung der Fachfirma so beauftragt wurde (was hier ja wohl nicht der Fall ist), wäre so eine Ausführung nicht zulässig. Die Baufirma hätte die Ausführung dann verweigern müssen.

Die "Belehrung" nützt nichts und hat vor Gericht keinen Bestand. Der Kunde ist nämlich Laie und kann sich immer darauf zurückziehen, daß er die Konsequenzen nicht überschauen konnte. Der Zimmerermeister sollte aber wissen, was er tut. Die Zimmerei ist aus gutem Grunde ein zulassungspflichtiges Handwerk. Insofern ist er immer haftbar.

Grüße

Thomas



Gespräch gehabt



Jetzt war der Chef da. Das hält alles so und wenn es von oben und unten verkleidet ist, dann sieht man auch nichts mehr davon, war eine seiner Aussagen. Wenn ich aber Balken einzelne Balken ausgetauscht haben will, dann kann das min. 3 Wochen dauern. Da ich es günstig haben wollte, ging es nicht anders zu machen. Er bot nun an, die Rechnung von 2.300 auf glatt 2.000€ zu kürzen. Ich hab mich jetzt mal auf jeden Balken getraut und habe belastet. Das scheint zu halten. Ich glaube, ich werde mich darauf ein lassen. Möchte mich nicht länger herumärgern und meine Nerven belasten.
Beim nächsten Handwerker werde ich garantiert ein schriftliches Angebot einholen und Details nach meinen Möglichkeiten alles abklären.



Gibt es...



noch andere potentielle Bewohner, die Sie mit Ihrem Leichtsinn gefährden?



Gefährdung



Ich möchte niemanden gefährden. Es geht hier um eine Flurbreite von ca. 1,75m. Die Balken liegen auf der Außenseite auf einem Doppel-T Träger. Dort sind sie teilweise mit Hölzchen unterbaut. Da werde ich mit prüfen und mit weiterem Holz verstärken. Auf der anderen Seite liegen sie ebenso auf. Dort allerdings auf einem alten Querbalken. Auch hier teilweise mit Hölzchen unterbaut. Lediglich an einer Stelle wurde ein Brett an den vorhandenen Querbalken (wo die anderen aufliegen) mehrfach verschraubt, damit es eine Aufliegefläche gibt. Ich hab da überall mal mein Gewicht drauf und da bewegt sich nichts. Wenn nun noch von unten die Decke und von oben der Boden befestigt ist, dann gibt es ja noch weitere Lastverteilung auf die verschiedenen Balken. Da geht dann doch keine Gefährdung von aus. Ich werde die Verbindungen noch weiter mit Holz verstärken und dann hält das doch...wenn es auch nicht nach Handwerkskunst gemacht wurde.





> Ich glaube, ich werde mich darauf ein lassen
Da frage ich mich, warum fragt man erst hier.

Die statische Belastung auf einen Balken muss 200kg/qm und (ich glaube) eine Tonne gesamt aushalten.
Stell doch mal Deine ganze Familie nur auf den Balken, der an die Wand geschraubt ist.
Da verteilt sich nichts, durch Decken- und Bodenlast wird das noch viel schlimmer.
Das sich die Last verteilt, dazu muss ein vernünftiger Wechsel geschlagen werden. Ich frage mich eh, wieso die das nicht gemacht haben. Das ist ein Arbeitsaufwand von höchstens 2 Stunden.



Frage



Ich habe hier nach Meinungen gefragt und die habe ich dankenswerter weiße ja auch zahlreich bekommen. Damit konnte ich mir ein Meinungsbild verschaffen.



Zeitverschwendung!



Warum verschwendet man für solch einen Menschen seine Zeit. Er hat den Wert und die Achtung die man vor dem Gebäude haben muss bisher nicht erkannt. Da ist "jede" Sekunde zu schade. Und mal ehrlich, ich möchte nicht wisssen wie die weitere bzw. bisherige Sanierung läuft/lief. Da ist jede Hilfe zwecklos. Der falsche Bauherr für das Haus!

Grüße

Alex



Handwerker geholt



@Alex

Ich habe mir extra einen für Fachwerk empfohlenen Zimmermann für die Arbeiten geholt.
Sollte ich deine Zeit vergeudet haben, dann tut es mir aufrichtig leid.



.



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Also doch....



Wer bestellt, der bezahlt und bei 2000 glatt hat der Unternehmer immernoch genung Gewinn erziehlt.

Ich hatte bei mir den gleichen Fall, dass war sozusagen Lehrgeld.
Allerdings habe ich alles durch eine andere Firma ( diesmal mit ohne Auszeichnung in der Denkmalpflege) nochmal sanieren lassen und die diesmal guten Arbeiten das zweite mal bezahlt.
Immerhin will ich ja beruhigt in meinem Haus wohnen können und nicht mit dem Gedanken an irgendwelche Mängel hinter verkleidungen.
Mit Grüßen



…nur mal so zum Nachdenken



"Es gibt kaum etwas in der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte. Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas Geld zurück legen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen."
John Ruskin (1819-1900)





... das mag wohl richtig sein was der alte John Ruskin gesagt hat – doch vollumfänglich lässt sich das nicht auf das Bauwesen übertragen.

Ein Zimmermeister hat sich eben an die einschlägigen Bauvorschriften, Normen, UVVs u.v.m zu halten und kann sich nicht einfach darüber hinweg setzen mit dem Bewusstsein: Wenn es zusammenbricht geht es mich nichts an. Der Bauherr hat das so bestellt. Ein Bauherr ist zu Beginn immer erst einmal als Laie anzunehmen. Jeder Bauherr will verständlicherweise das Beste für sein Geld bekommen.
Erkennt der Zimmermeister, dass die auszuführende Leistung nicht im Kostenrahmen des Bauherrn ausgeführt werden kann, hätte er den Auftrag nicht annehmen dürfen.

Zimmerleute sind im Regelfall genau und präzise arbeitende Zeitgenossen. Die Holz- und Zimmerarbeiten gehören auf meinen Baustellen schon immer zu jenen, bei denen es den wenigsten Ärger gibt. So etwas habe ich noch nicht abgeliefert bekommen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer