Dachdämmung

01.09.2011



Hallo, werte Community!
Ich möchte das Dach nicht kaputtsanieren, daher meine Frage an Euch:
ein Hohlziegelgedecktes Dach soll erneut isoliert werden. Aufsparren niht möglich, nur Zwischensparrendämmung.
Empfohlen wurde u.a. folgendes:
1. als Wasserführende Schutzschicht: OSB-Platte 22mm nach Auftragen einer wenige mm breiten und wenige mm tiefen Silikonabstandsschicht (damit etwaiges Wasser nicht an der Ziegellattung "stehen" bleibt und die Lattung verfault).
2. Mineralwolle (16cm), da sie auch sommerlichen Hitzeschutz bietet und nicht so zusammenfällt wie Holzfaser flex
3. Dampfbremse mit PE-Folie

Was haltet Ihr davon?
Mfg

Chris



DG-Dämmung



Nix.
Wenn Sie die Suchfunktion benutzen werden Sie viele Beiträge finden, die sich bereits mit diesem Thema beschäftigt haben.
Sie können auch die Internetseiten der Markenhersteller von Dämmstoffen durchsehen, alle haben sehr gute Beschreibungen und Bauanleitungen.
Wenn Sie ein paar grundsätzliche Informationen zum Verständnis des Problems haben wollen, schauen Sie auf meine Homepage.

Viele Grüße

p.s. Um Genaueres zu ihrem Problem zu sagen brauchen wir auch genauere Angaben; Fotos wären gut.

Viele Grüße





Erstaunlich, wer hat Ihnen denn diesen dämlichen (sorry für die Ausdrucksweise) Vorschlag unterbreitet!? Wer mir sowas vorschlagen würde, dem würde ich vielleicht das Schippchen für den Sandkasten geben, aber von meinem Haus fernhalten! Und Holzflex fällt in sich zusammen, Mineralwolle aber nicht? *laut lachen muss* Mineralwolle bietet einen guten Hitzeschutz? *noch lauter lachen muss*

Prust...



Zu...



...
"...2. Mineralwolle (16cm), da sie auch sommerlichen Hitzeschutz bietet und nicht so zusammenfällt wie Holzfaser flex..."

Hitzeschutz geht nur mit Masse. Die hat MiWo nicht und HWF nicht viel mehr.
Das mit der "Silikonabstandsschicht" find ich abenteuerlich, mal davon abgesehen, dass es wohl kaum prakitikabel ist.
--> Suchfunktion nutzen! Das Thema gab´s schon öfter!

Gruß
Michael



wichtig



wäre eine Hinterlüftungsebene unter den Ziegel/Dachlatten - gibt es eine Unterspannbahn ?

Dämmen würde ich mit Zellulose, aber mehr als 16 cm - also innen eine weiter Ebene aufbauen mit Grund- und Traglatten für die Wandverkleidung (OSB oder Fermacell, nach Lösung von Isoflock oder gleichwertig)



...



Hallo Chris,

nochmal als Unterstützung der anderen BEiträge zu diesem Thema: ... Der beschriebene Aufbau ist mehr als suboptimal!

Die Anordnung der OSB als Unterdeckung ohne weiteren Schutz ist auf Grund möglichen Eindringens von Regen oder Schmelzwassers eher nicht zu empfehlen. Auch ist eine OSB eher als dampfrückhaltend zu betrachten, so daß hier eine Hinterlüftung angebracht wäre. Bei Ihren Ausführungen zu MiWo und Holzfaser sind die Tatsachen eindeutig verdreht (kann man in verschiedenen auch neutralen Ausführungen nachlesen). Der wirksamste Schutz gegen ein Verfaulen der Traglattung ist eine Konter- oder Kreuzlattung.

Hier im Forum werden Sie ausgiebig Beiträge zum Thema finden, die Sie bei Ihrer weiteren Suche unterstützen können! Die schnelle Lösung für den Handwerker ist nicht unbedingt immer die nachhaltige für die Bausubstanz. Die kostengünstigste für den Bauherren ohnehin nicht.

Gruß aus Berlin,



Dachdämmung-2.



Vielen Dank für die eingegangenen Antworten!
Da für mich dadurch noch nicht alles geklärt, aber manches schon erhellt ist, trotzdem noch meine konkretisierten Fragen:

Ich möchte die häufig besprochenen Feuchteschäden vermeiden. Die von mir bisher kontaktierten Personen (Dachdecker, Architekten, Baustoffhändler, Hersteller von Dämmstoffen) gaben weitgehend unterschiedliche Lösungsvorschläge an, doch hält sich mein Vertrauen in die Aussagen in Grenzen (auch nach den gegebenen Antworten hier im Forum).
Luftdichtheit und diffusionsoffenheit wichtig, ist mir klar.

aktueller Dachaufbau:

HohlZiegel-mit Mörtel weitestgehend verschmiert, mit einzelnen "Lüftungsziegel"
Querlattung für Ziegel
8 auf 16 cm Sparren mit 6cm bitmunierter Steinwolle
Traglattung
Rigips

geplanter Dachaufbau
HohlZiegel
Querlattung für Ziegel
Sparren mit Zwischensparrendämmung,
Aufbau: 1) regenführende SChicht, die auch mal einen ZiegelSChaden für 2 Wochen während des Urlaubs abhält
2) Dämmstoff, Dicke mitbestimmt durch Stärke der
regenführenden Schicht
3) Dampfbremse
evtl:(4) Querlattung 6 auf 4 cm mit Zwischendämmung)
Rigips


ICh brauche eine Lösung, die sicher Schäden abhält.
1) Die ökomäßig empfohlene Holzweichfaserplatte (Stärke 18mm) , angeblich paraffiniert, war bei geringem Wassersprühen schon feucht, das Wasser perlte kaum ab sondern zog ein.

2) ein Architekt schlug auf mein Klagen hin OSB-Platten als USB-ERsatz vor.
Ist ein anderes Holz (Rauspund oä) besser geeeignet?

3) einfach eine diff-offene USB einbringen-das ist jedoch kein Schutz vor heradfallendem Mörtel (aus den verschmierten Dachpfannen oder Ziegelbruch etc.)?

4)
Kann man eine "intelligente" Dampfbremse unter der Dämmung sinnvoll einsetzen?

5) Ich muss die Hinterlüftung beachten bzw die wasserführende Schicht darf nicht direkt an der QUerlattung der Ziegeln aufliegen, damit das evtl. herunterkommende Wasser nicht die Querlattung verfaulen läßt.

6) Muß ich mir hinsichtl des Taupunktes Sorgen machen, auch wenn die Arbeit sorgfältig erfolgte?

7) Wenn man die Holzversion statt einer USB wählt, mit genügend Hinterlüftung,
ist eine zusätzlich diffusionsoffene Folie sinnvoll direkt oberhalb des Dämmstoffes? Oder füphrt die Folie zu Feuchteschäden, weil keine weitere Lüftungsebene darunter vorhanden wäre?

Viele Fragen, ich weiß, und danke für Antworten.

Mit freundlichem Gruß
Chris



Da...



..sind mir zwei Dinge unklar:

-->"..nführende SChicht, die auch mal einen ZiegelSChaden für 2 Wochen während des Urlaubs abhält.."
Und nach dem Urlaub kletterst Du aufs Dach und kontrollierst alle Ziegel, ob auch keiner gebrochen ist? M.E. sieht man einen defekten Ziegel nicht immer auf Anhieb. In der Regel also erst, wenns unten nass wird oder es an der Traufe aus der "falschen" Ebene tropft.

--> Wie wird diese nachträglich einzubauende Wasserführende Ebene biss zur Traufe geführt, zumal offensichtlich keine Konterlattung verbaut ist? Ich bin kein Dachdecker, aber bei meinem alten Dach hatte ich ähnliche Randbedingungen und da hätte man definitiv keine Waaserführende Schicht nachträglich einbauen können.

Kommt den umdecken incl. USB-Konterlattung-Lattung garnicht in Frage?

Langfristig spart man mit so einer "Halblösung" denke ich nichts.

Gruß
Michael



...



Hallo Chris,

wenn Du die zweite wasserführende Schicht mit der Bestandseindeckung zwischen die Sparren basteln willst hast Du noch ganz Andere Probleme als evl. nur stauende Nässe im Bereich der Lattung. Wie willst Du denn vermeiden, daß die Sparren dabei Schaden nehmen? ... Eine Neueindeckung ist hier sicher der bessere Weg!

Gruß aus Berlin