Kamin

24.01.2005



Wir haben in unserem Fachwerkhaus einen zur Zeit nicht benutzten Schornstein, d.h. es sind keine Öfen angeschlossen. Wir würden aber gern einen kleinen Ofen anschließen, den wir dann auch auch nur gelegentlich mal beheizen würden – also nicht zum ständigen Gebrauch.
Der Schornstein ist noch gut erhalten. Also keine feuchten Stellen oder versottet. Nur auf dem Stück, welches aus dem Dach ragt, haben sich einige Ziegel gelockert. Der Schornstein hat die Außenmaße von 70cm je Seite und verjüngt sich im Dachgeschoß auf 62 cm je Seite. Oben drauf ist eine Blechplatte in 30 cm Abstand zum Schornstein befestigt. (wohl damit er besser zieht?) Nun wurde uns gesagt, daß der Schornstein zu stark sei, um nur einen kleinen Ofen zu betreiben. Vor allem beim Verbrennen von Holz würde sich da Feuchtigkeit im Inneren niederschlagen.
Nun stehen wir vor der Frage, ob wir nur das gelockerte Mauerwerk wieder in Ordnung bringen und den Schornstein so belassen, oder ob wir einen neuen Schornstein mit einem kleineren Querschnitt brauchen und ob man da vielleicht den vorhandenen mit einem Einsatz oder so umrüsten könnte. was kostet so etwas?
PS.: Wir haben Denkmalschutz
Vielen Dank fürs Lesen!
Familie Horbank



Schornstein



Dachog, nach den angegebenen Maßen müßte es sich um einen 4-rohrigen Schornstein handeln. Daraus ergibt sich, daß durchaus an jedes Rohr öfen angeschlossen werden können. Den Schornsteinkopf würde ich schon in Ordnung bringen lassen. Am besten Sie setzen sich mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister in Verbindung. Das Gerede, vom zu großen Querschnitt für einen kleinen Ofen ist gelinde gesagt Quark. Es ist doch kein Heizungsschornstein. Nu aber dralle henn.





Hallo Familie Horbank,
Wenn das Haus denkmalgeschützt ist und der Abzug früher funktionierte, dann ist theoretisch und praktisch auch der Schornstein denkmalgeschützt. Dann muß er nur oben saniert werden und nicht insgesamt neu hochgezogen. Event. kann ja ein Rohr innen eingesetzt werden.
Das alles entscheidet der Bez.Schornsteinfegermeister, wie Siegfried Kurze schon schreib.
Für jedes Denkmal gilt: So wenig Eingriffe wie nötig.

Freindliche Grüße
D.Fr.