Schallschutzmauer nachträglich errichten

22.09.2003



Ich habe eine alte Doppelhaushälfte gekauft. (Holzbalkendecken. Nachträglich stellt sich nun der Schallschutz zwischen den beiden Haushälften als sehr schlecht heraus. Offenbar gibt es nur eine gemeinsame Trennwand. Was kann ich tun, um den Schallschutz deutlich zu verbessern?



schallschutz



Den Schallschutz deutlich zu verbessern wird wohl schwerig sein. Die massive Wand bringt bereits etwas Luftschallschutz. Das Problem liegt bei der Übertragung des Schalls durch die Decken ins Nachbarhaus. Etwas Verbesserung bekommen Sie durch den Bau einer zweiten Leichtbauwand ohne Verbindung zur gemeinsamen Wand. Auch wenn das paradox klingt, bekommen Sie auch etwas Schallschutz durch eine Trittschalldämmung des Fussbodens (Dieser Schallschutz müsste jedoch den Nachbar durchführen, damit Sie seinen Schall nicht hören). Auch eine abgehängte Decke bringt schon was (Nicht vergessen dass der Schall haupsächlich durch die Decken zum Nachbarhaus geht). Diese Massnahmen können sehr teuer werden.
Aber vielleicht hat noch jemand in diesem Forum eine bessere Idee.
m.f.g



Schallschutz



Eine Leichtbauwand ohne Verbindung zur Massivwand, mit schwacher Bedämpfung des Hohlraumes, z.B. 80 mm lockerer Dämmstoff wäre ideal - Fußprofil entkoppeln !
Oft ist für eine separate Leichtbauwand aber kein Platz mehr. In diesem Fall habe ich gute Erfahrung mit der punktweisen Verklebung einer Mineralfaserplatte (Innendämmplatte) als Putzträger. Verbesserung: + 3 bis + 5 dB. Idealerweise natürlich auf beiden Seiten. Die Deckenhohlräume sollten mit Sand (Glühsand, Sackware) auf eine Feldbreite angefüllt werden. U.U. müssen dafür nachträgliche Blindböden montiert werden. Gleiches gilt für die Decke. Auf eine Trennung von Bodenbelag und Wand achten !