Risse in Dielenboden ausbessern

18.07.2013 Student



Liebe Community,

Ich habe den Dielenboden in meiner Wohnung freigelegt und festgestellt,dass er teilweise große Risse hat.
Meine Frage ist, wie ich die Risse am besten verspachteln oder auf eine andere Art verschließen kann, um anschließend den Boden mit Lack zu überstreichen.

Liebe Grüße



Moin Student,



nach den 3-4 Schleifgängen mit dem Walzenschleifer, wird nicht mehr soviel davon übrigbleiben.

Besorg dir Fugenkittlösung und misch' die mit dem vorletzten Schleifmehl zu einer dünnflüsigen Paste. Mit weichem Spachtel scharf abziehen, trocknen lassen, Endschliff.

Falls deine Dielen stärker federn & knarzen, wird dir der Kitt in den Fugen allerdings bald wieder entgegenkommen.

Etwas Abhilfe schafft vorher diese Dielen nachzuschrauben, die zugespachtelten Schraublöcher sehen zwar nicht so doll aus, das Ergebnis bleibt aber länger erhalten.

Ansonsten rate ich dir den Boden lieber mit einem Hartöl statt einem Lack endzubehandeln.

Gruss, Boris



Also



ich seh da kaum Risse, sondern Fraßgänge von Insekten. Da könnte Schleifen eher noch mehr davon freilegen.



Alte Ochsenblutdielen schleifen und lackieren



"... in meiner Wohnung" - wirklich, Student?

Wenn es tatsächlich Deine Wohnung ist, dann könnte sich die Arbeit lohnen. Aber es wird viel Arbeit und ob es Sinn macht solltes Du gut abwägen - evtl. mal eine Teilfläche probieren.

Wenn es nicht Deine Wohnung ist, sondern Du nur zur Miete wohnst, dann keine Veränderung ohne schriftliche Vereinbarung mit dem Vermieter.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Kitte...



bringen bei Dielenböden nichts, die bröseln schnell wieder 'raus.

Lack hat auf Nadelholzdielen nix zu suchen. Ein gutes Fußbodenhartöl ist die bessere Wahl.

Grüße

Thomas



Naja



Streichen mit deckender Ölfarbe (meistens in diversen Rotbrauntönen) war ja Jahrzehntelang üblich.



Üblich war das, sicher.



Es war aber eben auch üblich, daß die "Ochsenblutlacke", unter denen wir um die Jahrhundertwende hauptsachlich Leinölfarben oder Schellack/Kolophoniumgebundene Pigmente verstehen können, in einem nerven- und zeitaufwendigen Verfahren (wöchentlich!)mit Bohnerwachs verkrustet wurden, weil der Lack eben empfindlich war. Das will doch heute kein Mensch mehr. Wer mit einer Bohnerkeule schon 'mal in vollem Schwung ein Tischbein erwischt hat, steht dieser Technik noch ein wenig ablehnender gegenüber.

Grüße

Thomas