Restfeuchte? Welche Werte schuldet der Dielenlieferant nach DIN

16.12.2004



Hallo!

Ich habe mir bei einem Tischler ca 100qm Dielen Douglasie, 6m Lang; 30mm dick; fallende Breiten 330mm-200mm kammergetrocknet(!) bestellt. Die Lieferung erfolgte durch dessen Lieferanten sichtbar ohne Mängel. Bei Prüfung der Restfeuchte haben wir dann Werte zwischen 14 und max. 17 % feststellen müssen, mithin zu hoch für die Verlegung. Auch in der geplanten Einlagerungszeit von 3-4 Wochen dürfte sich hieran nicht viel ändern.

Auf Reklamation meinte der Hersteller, Doauglasie ließe sich nur auf ca. 16 % trocknen. Mehr ginge nicht.

Meine Fragen:

Gibt es irgendwo Regeln (DIN?), welche Restfeuchte geschuldet ist, wenn Massivdielen (!) kammergetrocknet angeboten werden? Diese müssten nach meiner Auffassung (bis auf die Akklimatisierung im Raum) mit 10% Restfeuchte verlegereif sein.

Ist irgendetas an der Auffassung des Herstellers zur erreichbaren Restfeuchte richtig? (Ich vermute vielmehr, das die Lieferung nicht in den Trockenofen gepasst hat).

Danke


I



Eine DIN für kammergetrocknetes Holz kann



ich nicht benennen, allerdings sollten Fußböden mit der zu erwartenden Gleichgewichtsfeuchte eingebaut werden. Dies wäre nach DIN 1052-1 bei allseits geschlossenen beheizten Räumen 9 +- 3 % (dieses Wissen würde ich bei einem Holzfachmann voraussetzen).
Nach Informationen der Arbeitsgemeinschaft Holz gehört Douglasie zu den Hölzern, die sich sowohl technisch wie auch natürlich leicht trocknen lassen. (siehe Infoschrift einheimische Nutzhölzer)
Darüber hinaus werden Dielenböden aus Douglasie mit Holzfeuchtigkeiten um die 9 % angeboten.