Brauchen dringend mal Rat - Feuchtigkeit im EG - Haus ohne Keller

02.06.2008



Guten Morgen liebe Forenteilnehmer,

mich beschäftigt seit einiger Zeit eine Frage und ich hoffe, dass mir jemand bei der Beantwortung helfen kann.

Wir haben ein Fachwerkhaus ( 1900 ) welches wir bereits vor einigen Monaten komplett renoviert haben. Nun passiert folgendes, am Rand einer Innenwand ( Belag Fliesen ) verfärbt sich regelmäßig die Fugenmasse. Sie wird dunkler und wir führen das auf Feuchtigkeit zurück. Letztens nach einem starken Wolkenbruch war die Stelle feucht ( sah aus wie Schwitzwasser ). Erschrocken waren wir auch, als diesmal, durch den starken Regen auch eine Ecke des gefliesten Bades nass war. Bei Nachfragen und Gesprächen mit Bekannten gab es verschiedene Aussagen. Manche meinten es wäre Regenwasser, welches nicht gleich versickert sondern unter dem Haus lang laufen würde. Andere wiederum sprachen von aufsteigender Feuchtigkeit.Wieder andere sprachen von Grundwasser. Gibt es Erfahrungen von Eurer Seite oder Test ...... Das Haus hat keinen Keller und im Erdgeschoss ist bereits vom Vorbesitzer Estrich eingebracht worden. Die wände sind trocken.

Wir hatten uns nun gedacht einmal um das Haus herum aufzugraben und eine Drainage zu verlegen. Ca. 50-60 cm tiel, den Sockel mir Teerfarbe einstreichen, eine Dachpappe schräg an den Sockel legen, Rohr und Kies rein.

Wie ist Euro Meinung dazu und gibt es Forenteilnehmer die ähliche Probleme hatten.

Lieben Gruss Michael





Hallo Michael,

sag doch bitte mal was zum Wandaufbau und zur Nutzung des Raumes. Verfärbung bedeutet "nur" dunkler oder tatsächlich ein anderer Farbton der durchkommt?
Wir die Stelle auch ohne Regen feucht? Drainage ist nicht unbedingt die Beste Lösung.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Antwort - feuchter Boden



Hallo,
danke erstmal für Deine Reaktion auf meine Frage. Der Wandaufbau ist ein offenes Fachwerk ( Sichtbalken) im Innenbereich. Gefach ist gemauert. Die stelle verfärbt sich dunkel und wenn es stark regnet ist auf den Fliesen ein leichter feuchter wasserschleier, wie Tau. Ist im Prinzip direkt an den stellen, an dem der bodenbalken liegt, also der Spalt zwischen Bodenbalken und Fließen. Dort ist ca. 2 cam am Rand verfugt und dieser Spalt verfärbt sich. Die stelle ist so ziemlich mittig vom Haus. Wie gesagt Wände sind absolut trocken.

Grundsätzlich stört mich diese Stelle nicht weiter aber ich habe eben Bedenken, dass dadurch auch die Bodenbalken, welche wohl auf dem Sandsteinsockel liegen geschädigt werden können.

Lieben Gruss
Michael





Hallo Michael,

da es sich um eine Innenwand handelt wird das mit dem Aufgraben nicht den Erfolg garantieren. Vor allem scheinen die anderen Wände ja trocken zu sein.

Da es sich um ein Problem handelt, das anscheinend klar mit dem Regen zu tun hat würde ich auf alle Fälle beidseitig der Wand mal ein Stück Boden rausnehmen und nachsehen was da unten los ist. Zuvor würde ich noch an allen anderen Schwellen Referenzmessungen durchführen, ob es auch andere Feuchte Bereiche gibt, die vielleicht einfach noch nicht augenscheinlich geworden sind.
Das ist jetzt zwar etwas Dreck und Ärger (gerade, da Ihr ja erst vor einigen Monaten fertig geworden seid ...) aber besser jetzt, als in ein paar Jahren auf durchgefaulten Schwellhölzern zu sitzen.
Ohne es zu sehen - das kann viele Ursachen haben. Häufig steck ein defektes Rohr dahinter, ist ein Bach in der Nähe? Wie tief ist euer Grundwasser?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Antwort



Hallo,
das mit dem Rohr ist eher unwahrscheinlich, da wir im Rahmen der Renovierung alle wasser und Abwasser Rohre neu gemacht haben. Also es hängt sicher mit dem regen zusammen, jedoch hat es sich auch schon verfärbt als es eine Woche trocken und warm draußen war. Jedoch der Tau ist nur bei starken Regen zu sehen.

Was hälst du von der Theorie, dass es sich um ablaufendes Regenwasser handelt, welches unters Haus läuft ( von irgend einer seite 9 und sich an der Stelle sammelt. Wenn wir einmal ringsrum Drainage machen würden, so wäre dies doch schon ausgeschlossen und wir könnten davon ausgehen, dass zumindest von außen kein Wasser an das Haus kommt.

Wie hoch das Grundwasser ist ? Keine Ahnung woher weiß ich das denn ?

Vielleicht ist es auch an der Stelle eine d3efekte Stelle in der Sperre, welche wohl ( hoffentlich ) mit eingebracht wurde als das EG mit Estrich ausgegossen wurde.

LG
Michael





Hallo Michael,

ein Estrich liegt normalerweise auf einer Dämmung (mit Trennlage) und diese auf der Betondecke (verschweißte Trennlage). Darunter folgt kapillarbrechende Schicht usw. Frage doch mal Deinen Vorbesitzer was da unten eingebaut wurde und wer das gemacht hat. Die Feuchtigkeit muss da definitiv raus, wenn diese bereits am Balken anliegt.

Kläre doch mal den Bodenaufbau, sonst ist das nur im Trüben fischen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayert





Bevor wir hier weiter im Trüben fischen:
draußen sind es zwischen 25 und 31 Grad, die Luftfeuchtigkeit nicht selten bei 80%.
Da soll gerade auf Stoffen, die nicht absorbieren (Fliesen !) schon mal Tauwasser anfallen. Die Fugen nehmen es eben auf.
An den kühlsten Stellen zuerst.

Grüße





Hallo Herr Beckmann,

da hatte ich zunächst auch daran gedacht, aber wo ist die Verbindung zum Regen? Es regnet => also auch draußen wird es kühler => erst dann kommt das Wasser zum Vorschein.

Gruß aus Wiesbaden, Christoph Kornmayer



Regen ?



Es ist nicht ausgeschlossen, daß es keine Verbindung zum Regen gibt. Im Moment trifft aber beides zusammen, und wahrgenommen wird von Michael der Regen nicht die Feuchtigkeit.

Grüße

Dietmar Beckmann



Ich vermute



hier in erster Linie Kondenswasser. Der Zusammenhang mit Regen besteht wohl darin, dass bei Regenwetter erhöhte Luftfeuchtigkeit und gleichzeitig sinkende Aussentemperaturen vorliegen, und daraus resultiert dann ein höherer Kondenswasseranfall.
Wahrscheinlich ist die Wand hinter den Fliesen bereits stark durchfeuchtet.
MfG
dasMaurer





Hallo Michael,

wird nun nur die Fuge nass oder gibt es auch eine leichte Tröpfchenbildung auf den Fliesen?
Zeitlich verzögert: Wie lange nach dem Regen taucht das auf?
Gibt es die Feuchte nur in der einen Ecke wie beschrieben, oder auch in anderen Bereichen?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Danke Christoph.....



erstmal für Deine Antworten und Dein Angagement was mein Problem betrifft. Ok versiche nochmal genau zu beschreiben:

Die feuchte stelle im Flur tritt lediglich nur in der Fuge auf. Wir haben den Flur komplett gefliest und der Flur ist ca. 5 Meter lang. An der rechten seite des Flurs ist eine Fachwerkwand, mit Sichtbalken und zwei Türen. Die Fliesen stoßen nun an die Wand an und sind zwischen den unteren Balken ca. 2cm verfugt. Die verfärbung tritt auf eine Länge von ca. 30-40 cm auf. Der Rest der Fuge ist dann auch weiß. Lediglich diese ca. 40 cm direkt neben dem ersten Türrahmen verfärbt sich. Auch bei trockenem wetter, also sagen wir eine Woche Sonne - kein Regen, treten leichte dunkle Verfärbungen auf. Wenn es heftig regnet, wird es natürlich dunkler und wenn man mit dem Finger dann über die Fuge streicht merkt man das es leicht nass ist. Wie gesagt an den Wänden ist nichts. Letzten war ein starker Wolkenbruch, bei dem in recht kurzer Zeit viel Wasser runter kam. Hier stellte ich am nächsten Tag im angrenzenden Bad, in einer Ecke, auch Feuchtigkeit auf den BODENfliesen fest. Wobei es hier vielleicht auch Kondenswasser vom Duschen sein Könnte, muß ich nochmal beobachten.

--------------!--------------------!
! !
BAD ! !
! !
X ! !
----- ------------ -----------
X X X Haustür

------------------------------------

Habe mal versucht den Flur darzustellen und mit dem X die feuchten Stellen gkennzeichnet.
Wie gesagt im Grunde kann ich damit leben, aber ich mache mir gedanken wegen dem Balken, der direkt an dieser Stelle liegt.

Lieben Gruss
Michael



Nochmal Skizze



!
!
Bad !
X!
----- ---------- --------
xxx Haustür
-----------------------------



F = Feucht / Vielleicht gehts so



xxxxxxxxxxxxxxxxxxx
X
BAD X
F X
xxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxx
FFF
Flur Haustür

XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX



Feuchter Boden



Hallo Michael,

Zeichnung verstanden. Ich halte das noch immer nicht für Kondesfeuchte. Dann gäbe es auch einen Niederschlag auf den Fliesen selbst und nicht nur in der verfärbten Fuge. Bad und Haustürbereich sind zwar Klassiker, aber beides an einer Wand und sonst nirgends ist schon eher untypisch. Aus der Ferne jedenfalls würde ich den Grund hinter/unter den Fliesen suchen.

Alle Fall- und Entwässerungsleitungen neu. Gibt es noch alte Fallleitungen der Regenrohre? Sind dort schon mal die Anschlüsse an die in der Erde liegende Entwässerungsleitung überprüft worden? Da muss es einen Punkt geben an dem das Wasser nach dem Regen an/unter die entsprechende Stelle kommt. Regen als Oberflächenwasser das unter das Haus fliest ... nee.

Zunächst mal alle Regenwasser führenden Leitungen prüfen. Wenn dort nichts auftaucht hilft nur - auch wenn sehr unangenehm - aufmachen. Mal den Boden ein Stück öffnen und der Feuchtigkeit folgen ist verm. auch einfacher als eine Drainage in Angriff zu nehmen - mit unsicherem Ausgang. Das Öffnen würde ich dann eher von der Haustürseite machen um das Bad nicht vollkommen lahm zu legen. Wo steht denn das Haus?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Zeichung ist nicht ok ....



Also irgendwie haut das mit dem Umbruch nicht hin. Noch was zu den Dachrinnen und Fallrohren. Im Moment ist es noch so, das das regenwasser in dem Fallrohr direkt am Haus unter raus kommt, da wir Regenwassertechnisch nicht am Kanal sind und das wasser auf dem eigenen Grundstück versickern lassen. es kommte also im prinzig unten aus dem fallrohr raus, welches natürlich am Haus befestigt ist. Ich kann hier leider keine Bilder einstellen, aber falls du eine E Mail Adr. hast könnte ich dir mal was zukommen lassen.





Hallo Michael,

vielleicht kommen wir ja hier der Sache näher.

Mailadresse ist im Profil abgespeichert.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Etwas längere Auslassung



Werte Herren,
ich gebe ein paar Erfahrungen zum Besten, die zur Lösung beitragen könnten.
Unser Haus ist bei dem Hochwasser im August 07 betroffen gewesen, das Wasser ist zu guter Letzt ca. 10 cm durch das Haus geflossen. Zu dem Zeitpunkt waren die Fußböden im EG fast alle raus, und ich hatte ca. 60 cm tief ausgeschachtet, um einen ordentlichen Fußbodenaufbau hinzubekommen.
Vor Beginn der Überflutung konnte ich in zwei Räumen beobachten, wie das Wasser aus Dutzenden kleinen Quellen aus dem Boden im Inneren des Hauses aufstieg, wäre es nicht mein Haus gewesen, man hätte es idyllisch finden können.
Ganz, ganz klarer Fall von hohem Wasserdruck unter dem Haus und extrem hohem Grundwasserpegel.
Die Räume waren erst Wochen später wieder trocken. Replay: Grundwasserpegel hoch!
Als gebranntes Kind habe ich dann eine Art Kontrollschacht in einem der Räume ausgehoben, also im Haus, somit Beeeinflussung durch Regenwasser unmöglich.
So konnte ich den Grundwasserpegel immer beobachten. Regelmäßig nach Regenfällen steigt der Pegel mit mehr oder weniger Verzögerung an, und sinkt danach lagsam wieder ab.
Im Anbau befindet sich eine alte Fäkaliengrube mit mindestens 7.000 Litern Fassungsvermögen, deren Boden ist ca. 140 cm unter Fußbodenniveau. Wände und Boden sind zwar gemauert und mit Konrad´s Spezialkleber verputzt, aber nicht mehr völlig dicht. Grundwasser dringt ein. Nach viel Regen steigt der Pegel in der Grube bis Oberkante, was etwa 40 cm unter Fußboden entspricht.
Resümee: bei gefährdeten Lagen ist Grundwasserpegel und Wasserdruck ein ernstes Thema!
Ein Landwirt aus dem Dorf hat in seinem Fachwerkhaus in einigen Räumen im EG wasserdichte Bodenplatten gegossen, mit Folie und allem Pipapo. Ergebnis: Boden trocken, Wände feucht, weil die Feuchtigkeit bleibt, und sich einen anderen Weg nach oben sucht, durch die Fundamente, durch die Balken, in die Wände. Der Herr würde sich am liebsten heute noch in den Allerwertesten beißen deswegen.
Drainage: hat den Zweck, Wasser anzuziehen und kontrolliert
abzuführen. Ersteres klappt meistens gut, Zweiteres meisten nicht, was um so ärgerlicher ist, weil Ersteres gut klappt.
Denken wir doch mal mit: Regen, Grundwasserpegel steigt, Drainage zieht das Wasser an. Wohin damit? Rundum ist alles gesättigt. Also bleibt das Wasser erst mal da, wo es eigentlich weg soll. Eigentor. Wenn schon, dann einen Revisionsschacht, ca. 2,0 Meter tief, in ausreichendem Abstand vom Haus, in ein Loch, das mit Draingeschotter angefüllt wird. Vielelicht ein paar Sauger strahlenförmig wegführen. Die Schachtbauteile durchlöchern, damit Wasser eindringen kann, eine Diodenpumpe installieren, niemandem veraten, was man da macht, es schon gar nicht der Stadt sagen, daß man Drainagewasser ins Kanalnetz leitet, den monatliche Abschlag für Strom um 50 € erhöhen und fortan die Pumpe schnurren lassen, und sonntags beten, daß man nicht angeschissen wird.
Das könnte helfen.
Nochmals: das ist kein Wunderrezept, was ich hier verbreite, das sind meine eigenen, bestimmt auch regional bedingten Erfahrungen und die Ergebnisse monatelanger Beobachtungen und Überlegungen. Vielleicht helfen sie bei der Lösung der Problems.
Außen einen Kontrollschacht anlegen, auf hochdeutsch ein Loch buddeln, absichern, damit keiner reinfällt, den Grundwasserpegel beobachten.
Ich tippe mit hoher Wahrscheinlichkeit auf aufsteigende Feuchtigkeit. Wenn bei hohem Pegel die Fugen dunkel werden, wird aus Vermutung langsam Gewissheit, in meinen Augen fangen die Probleme aber dann erst richtig an. Das meine ich gewiß nicht schadenfroh!
Ich wünsche viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei der Forschung und Behebung.
Mario Albrecht





Hallo Mario, danke für Deinen ausführlichen Beitrag. Was meinst Du genau damit wenn Du schreibst "Vor Beginn der Überflutung konnte ich in zwei Räumen beobachten, wie das Wasser aus Dutzenden kleinen Quellen aus dem Boden ".
LG
Micha



Hallo Micha



Bist Du schon Mal in einem Quellgebiet eines Flusses gewesen?
Aus dem Boden steigt Wasser auf, wie ein himmelwärts gerichteter, kleiner, schwacher Wasserstrahl, der je nach Druck sagen wir mal ca. 5cm hoch steigt, und dann wie eine kleine Springbrunnenfontäne sprudelt, also quasi herunterfällt. Und sowas, im Dutzend, habe ich in meinem eigenen Haus gesehen, in zwei Räumen, verursacht durch enormen Wasserdruck im Boden und hohen Grundwasserpegel. Ich hätte nie gedacht, welche Ausmasse sowas annehmen kann!
Da braucht man sich über von unten feucht werdende Böden nicht zu wundern, wenn!!, ja wenn das die Ursache ist.
Kannst Du Dir jetzt mehr darunter vorstellen?
Grüße, Mario



Was vergessen



Deine Frage bestand ja aus zwei Teilen.
Das beschriebene Phänomen war sichtbar, als draußen die Unmengen Regenwasser niedergingen, es war defintiv kein Wasser von oben, sondern kam aus dem Boden.
Erst später ist das Wasser ins Haus gelaufen, aber da war der Drops sowieso schon gelutscht...
Kanalisation überlastet, Abläufe verstopft, Rückstau im Kanal, überall Land unter, keine Pumpen, kein Strom, und Wasser aus einem Mischkanal, das also nicht nur Wasser
ist...
Genug davon!
Grüße, Mario



Denke so schlimm ist es bei uns nicht :-))



Denke das es bei uns nicht so schlimm ist. Es ist tatsächlich nur eine Stelle und diese ist kommischerweise auch eine Länge von ca. 50 cm abgegrenzt. Das heist in der Fuge zur Wand sind auf einer Länge von ca. 50 cm 2 feuchte Stellen. Die Frage ist natürlich warum, wo kommt es her und wie sieht es unter dem Boden aus.
LG
Micha



Alles gute kommt von oben, alles schlechte ....



Hallo Michael,

Bilder sind angekommen. Also Kondensfeuchte kannst Du wohl ausschließen. M.E. kommt das Wasser klar von unten.
Zum Grundwasser bei Dir kann ich nichts sagen. Ist das Gebiet gefährdet? - Glaube ich aber eher nicht, da das alles nur an zwei Stellen passiert.

Das Regenwasser wird also auf dem Grundstück versickert. Wie passiert das? In einer angelegten Rigole oder einfach irgendwo im Garten? Wie weit ist die Versickerungsfläche vom Haus entfernt? Liegt diese wirklich tiefer als das Haus?

Die Erdleitung zur Versickerungsfläche sollte mal überprüft werden, vor allem aber der Punkt an dem die Regenwasserfallrohre an die Erdleitung angeschlossen werden.
Wie weit ist die nächste Fallleitung von Deinem "Problem" entfernt?

Draußen nachschauen ob alles in Ordnung ist würde ich zunächst mal vorziehen. Das ist auf alle Fälle besser als drinnen aufzumachen und später festzustellen, das der Ärger von einer alten Fallleitung stammt.

Fehlerquellen suchen, finden oder ausschließen steht immer vor irgendeiner technischen Lösung.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Regenwasser vielleicht vom fallrohr



Hallo Christoph, vielen Dank für deine Antwort. Tja das mit dem regenwasser ist so ne Sache. Es gibt für die Dachfläche 2 Fallrohre. Beide enden natürlich direkt am Hausund werden nicht weitergeleitet. Das Regenwasser versickert im prinzip direkt an der Austrittstelle. habe natürlich auch schon überlegt, ob sich das Wasser dann vielleicht einen Weg unter dem Haus sucht. Aber dennoch sagen wir das Wasser läuft unter dem haus entlang es müßte doch eigentlich nach unten gehen nicht nach oben - oder ?
Wir haben gerade vor einiger Zeit viel Geld und Arbeit in eine große Sanierung gesteckt. Jetzt alles afzumachen würde unsere Kraft und unser finanzielles Budget sehr belasten.



Regen bringt nicht immer Segen.



Hallo Micha,

ich würde mal sagen, da habe wir es möglicherweise schon gefunden. Erstmal draußen lösen: Graben ausheben und das Wasser möglichst weit weg vom Haus bringen und in einer Rigole versickern lassen.

Drinnen erstmal beobachten und die beiden Ecken genau im Auge behalten.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Fallrohre



Hallo, ich nochmal.
Wasser dringt in den Boden ein, das kann man sehen.
Was es dann im Boden anstellt, kann man leider nicht sehen. Es gibt im Boden sogenannnte Grundwasser führende Schichten, etwas laienhaft ausgedrückt sind das Schichten, durch die das Wasser nicht/nur langsam versickert, und stattdessen quasi obendrauf irgendwo hinfliesst. Das hängt von der Neigung dieser Schicht ab. Diese Schichten sind nicht immer durchgehend, sondern manchmal durchbrochen, durch Bewegungen in der Erde oder auch Ausschachtungen für Gebäude u. ä.
Somit ist es durchaus möglich, daß das Wasser zum Haus/unter das Haus fließt, unterirdisch.
Ich unterstütze die Vorschläge, die dahin zielen, das Wasser so weit als möglich vom Haus wegzuleiten, 50 cm helfen da nicht weiter. Den ganzen Quatsch mit Rigolen halte ich für bedenklich in Fällen wie dem Ihrigen, können Sie nicht ans Kanalnetz?
Ich rechne für mich immer mögliche Einsparung pro Jahr ins Verhältnis gesetzt zu einer umfassenden Sanierung in 10 Jahren wegen Feuchtigkeitsschäden. Da ist Regenwassergebühr das kleinere Übel...
Wenn Sie genug Muckis haben, graben Sie doch mal etwas entfernt von der Stelle mit dem Problem, vielleicht ist der Boden dort merklich feuchter.
Viel Erfolg, Mario