Wie dämme ich kostengünstig ein mit Lehm gemauertes Haus?

18.01.2005



Hallo,
ich habe mir ein kleines Haus gekauft das einen 24 Stein hat und mit Lehm gemauert wurde. Leider hat mein Vater zuerst innen Saniert. Mit Rauputz, weil ich den so schön finde. Gott sei dank habe ich nur 3 kleine risse. Nun möchte ich das Haus gerne
von außen Sanieren.
Kann ich auch dies moderne Art (Dämmplatten,Netz und Struckturputz nehmen?), oder habe ich dann irgendwelche schäden.
Es könnte ja sein?? Wer ist so lieb und kann mir einen guten Rat erteilen. Liebe Grüße aus dem Norden.
Michaela





soweit ich weiss keine nachteile ausser vielleicht, dass die sonne das Mauerwerk nicht mehr aufheizen kann, was aber im sommer sowieso nicht gewünscht ist und die atmungsaktivität des mauerwerks nach aussen behindert ist

es gibt auch noch die möglichkeit mit natürlichen baustoffen von aussen zu dämmen ist umweltfreunlicher, atmungsaktiver aber vielleicht auch etwas teurer





Vielen dank für die schnelle Antwort.
Ich habe mir schon gedacht das so eine Dämmung nicht so gut sein kann.
Aber welche möglichkeiten habe ich noch?

Ich habe von dem Strohputz gelesen. Gibt es den auch für Außenwände?

Ich bin so froh das es dieses Forum gibt, das glaubt mir kein Mensch.



Mit Putz dämmen?



Wie weit im norden Steht das Haus. An der Küste Verklinkern die meisten.
Ich würde bei direkten Kontakt mit dem Mauerwerk ein sehr weiches Material wählen weil die Regel lautet nach
außen immer weicher. Euer Mauerwerk ist bestimmt schon sehr Weich. Nun kommt es auch drauf an welcher Witterung das Haus ausgesetzt ist. Habt ihr einen guten Dachüberstand?

Gruß Dennis



Außendämmung



Hallo,
obwohl ich kein Freund bin von Baustoffe die mit nicht erneuerbare Grundstoffe und hohe Erergie produziert wurden,
könnte ich mich in Ihren Fall eine Dämmung aus Mineralwolle (es spezielle Platten für die Aussendämmung) darüben den Grundputz mit Gewebe und schließlich der Oberputz vorstellen. Die Putze sollten mineralisch sein und nicht mit Kunstharze versehen. Der Grund meiner Entscheidung liegt darin dass ich einen homogen mineralischen Wandaufbau habe.
Es gibt noch andere Möglichkeiten wie z.B. einen Ziegelbehang mit Kerndämmung, oder Putz auf Weichfaserplatten. Was Sie nicht machen sollten sind aufgeklebte Riemchen auf PU-Schaumplatten. Lassen Sie sich nicht in dieser Richtung durch Werbespots und "spezialangebote" beeinflüssen.
m.f.g.





Stimmt ich wohne direkt an der Küste ca 600 m vom Wasser entfernt. Einen Dachüberstand werde ich schon im Frühjahr bauen.
Allerdings darf ich nur, weil das Haus direkt an der Straße steht(ohne Vorgarten) "eine" Ziegel nach vorne und an die Seiten setzen. Also der wahnsinns Dachüberstand wird es also auch nicht werden.
Übrigens das mit nach draußen immer weicher habe ich nicht verstanden.



Es geht um die Dampfdiffusion



das Material soll nach außen hin immer durchlässiger werden, damit Feuchtigkeit aus dem Innenraum nach außen transportiert werden kann.
Bei einem Wärmedämmverbundsystem würde ich normaler Weise Holzweichfaserplatten (Unger Diffutherm --> www.pavatex.de, 12-14 cm) empfehlen.
In diesem Falle stelle ich aber auch noch einmal die Frage, ob nicht eine Verklinkerung angesagt ist. Aber wenn der Platz nicht reicht funktioniert das natürlich auch nicht (es werden ca. 22 cm benötigt) allerdings wird dann kein großer Dachüberstand benötigt.
Eine Holzverschalung mit dahinterliegender Dämmung ist auch eine Möglichkeit (je nach Schalungsart ebenfalls ca. 20 cm)



Nasse salzige Witterung



So nahe am Wasser. Verklinkern, so viele dort oben können sich nicht täuschen. Das mag ich an der Gegend nicht sieht ein Haus aus wie das andere und du kannst nicht mal
anders Streichen. Oder weiß einer eine andere Möglichkeit
was diese Witterung dauerhaft standhält?





da hätte ich mal zuerst den unteren lesen sollen. Stelle bitte mal ein Bild rein oder schicke bitte welche rüber. Die Holzweichfaserdämmplatte würde ich so aus der Ferne nicht mehr für so gut sehen, da ich leider weis, wie der Laie reagiert. Dein Haus wird sicher nicht gesperrt sein – und da liegt der Schwachpunkt. Die Feuchte in der Wand könnte ggf. die HWD-Platten schädigen. Ich will mir mal Gedanken machen wenn die Bilder da sind.

Bis dahin
Michael Reisinger