Grundofen

01.01.2008



Hallo,

wir beabsichtigen einen Grundofen oder eine Kombinatin aus Grundofen und Kamin (=Heizkamin?) bauen zu lassen. Als Heizkamin verstehe ich eine Konstruktion, die die Vorteile eines Grundofens (lange Wärmespeicherfähigkeit und Abgabe) mit dem Vorteil der schnellen Raumerwärmung über Konvektion (Gusseinsatz im Grundofen, der die Luft erwärmt)kombiniert. Welche Vor-/Nachteile haben diese beiden Ofentypen, wie sieht es mit dem Wirkungsgrad aus?

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Grundmeier



Ich würde mehr zum ...



...reinen Speicherofen tendieren.

Die Variante mit Gusseinsatz sorgt für beträchtliche Konvektion (mehr als die oft gescholtenen Heizkörper), mitunter riecht es nach verkohltem Staub.

Zu DDR-Zeiten hatten wir solch ein Teil (hieß "Berliner Ofen"), und ich will ihn genausowenig zurück wie den Erich Honnecker.

Ist der Ofen als Alleinheizung gedacht?

Grüße

Thomas



Grundofen



Hallo,

nein, der Ofen ist nicht als Alleinheizung gedacht, es besteht weiterhin eine konventionelle Heizung (Gas) sowie eine Fußbodenerwärmung in der Küche, die unter anderem auch vom Ofen beheizt werden soll - neben 2 weiteren Räumen. Gesamtfläche ca. 45qm.

Gruß
Thorsten



Auf jeden Fall



fachmännischen Rat einholen, auch über Heizleistung und Raumgrössen. Die Heizleistung solcher Öfen und Kamine wird gern unterschätzt. Und ich selber hab in den 80er Jahren etliche Kamine eingebaut, die dann 2-3mal angeheizt wurden und seitdem nur noch Deko sind. Die guten Leute haben bei offenem Fenster vor sich hingeschwitzt und dann aufgegeben. Wär´ schade drum.
MfG
dasMaurer



Dann sollte...



...der zusätzliche Luftschacht überflüssig sein.

Der Tip von Ulrich Warnecke sollte beherzigt werden.

Grüße

Thomas



Grundofen



Hallo,
wir haben uns einen großen Lehmgrundofen in die Küche bauen lassen. Ein Wärmetauscher wurde integriert. Der Ofen ist sehr effektiv. Wird er kontinuierlich geheizt, macht er das ganze Haus incl. Brauchwasser warm. Die Küchentür muß dabei offen bleiben, weil es sonst zu warm wird. Diese "Heizreserve" haben wir hier im Gebirge aber bewußt gewählt.
Für den Wärmetauscher ist ein ausreichend großer Pufferspeicher notwendig.
Solche Öfen sind wirklich nur was für Leute, die sich die Zeit zum Heizen nehmen wollen (Holz schlagen, stapeln, sägen, Asche raustragen etc....).
Nutzt man diese Öfen kontinuierlich, dann kann aber seinen Heizkosten effektiv senken.
Lassen Sie sich von einem Ofenbauer beraten. Bilder unter meinem Profil.
Vie Spaß.
Uwe Gießling



Grundofen



Vielen Dank für die hilfreichen Ratschläge. Wir haben bereits bei 2 Ofenbauern Angebote und technische Details eingeholt. Der eine hat für die 3 zu beheizenden Räume 7,5kW Heizleistung, der andere 5KW veranschlagt (ca. 45qm Fläche, unisolietes Haus mit 24er Aussenwänden).
Die Züge sind beim 7KW Ofen ca. 5m lang, beim 5KW Ofen ca. 8m, was mich überrascht hat. Dabei garantiert der 5KW Ofenbauer 85% Wirkungsgrad, der 7KW Ofenbauer (OB)80%. Der 5KW OB baut nach der angeblich schärferen Östereichischen Norm, der andere OB nach der deutschen Norm. Beide geben an, dass auch in 2014 die Grundöfen dann auch die zu erwartenden verschärften Feinstaubanforderungen erfüllen.
Inwieweit lohnt sich der Einbau einer "Wasserkasette" und Anschluß an die Gaszentralheitzung über einen Pufferspeicher?
Wann in etwa amortisiert sich eine solche Investition?
Was ist der Unterschied zwischen einem Lehmofen und einem Grundofen?
Wenn der Grundofen in der Heizleistung zu groß ausgelegt ist, kann man diesen dann auch effizient mit "halber" Leistung fahren?

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Grundmeier