Noch ne Frage

28.06.2005



Habe vor der Sanierung wahnsinnig viel Lehmwände im Haus gehabt. Diesen Lehm möchte ich jetzt wieder verwenden - als Lehmputz im innen und aussenbereich. Der Lehm in seiner jetzigen Form ist hart und verklumpt. Jetzt meine Frage: Wie bekomme ich den Lehm am besten schön klein (ohne viel Aufwand :-) so dass ich ihn einweichen und Verputzen kann.
Über Anregungen und Erfahrungswerte wäre ich dankbar.

Grüße
Marco Richter



Lehm Recycling



Hallo !

Ich verwende momentan auch "gebrauchten" Lehm mit Stroh als Unterputz für eine Wandheizung zwischen Wand und Schilfmatten. Der Lehm ist ziemlich "fett", also wenig Sand und steinhart. Ich habe ihn erst mit grobem Werkzeug, dicker Hammer, Hacke, was da ist, in handliche Stücke zerkleinert, einfach im Hof auf dem Boden drauf rumdreschen. Dann in Mörtelwannen 1-2 Tage eingesumpft. Ich verwende ihn 1:1 mit einem "neuen" Lehmputz, wird in einem normalen Betonmischer gemischt, geht hervorragend.
Ich hatte zuerst noch die Idee ein paar große Kieselsteine mit in die Trommel zu geben um die Klumpen zu zermahlen, war aber nicht nötig.

Viele Grüße,
Karsten



Lehm aufarbeiten



Hi Marco,
wir haben die Lehmplatten (sie haben sich so von den Wänden gelöst) mit der Kreiselegge und Schlepper in einem Siloplatz (glatte Betonplatte mit seitlicher Begrenzung) zerschreddert. Für c.a. 4,5 t Lehmputz haben wir 2,5 bis 2 Stunden benötigt.

Gruß Frank



Einfach in Wasser einweichen



Der Lehm muß wuken oder mauken, d.h. ca. 1 bis 4 Tage den Lehm in Wasser einweichen (nicht zuviel Wasser) und später die Zuschlagstoffe zugeben. Den Lehm vorher zu zertrümmern macht nur unnötig viel Arbeit, dieser Kraft- und Arbeitsmittelverschleiß ist völlig unnötig.
In der Zeit des wukens gewinnt der Lehm an Klebefähigkeit. Das ist nicht wie bei Zement, der ja auch im wasser abindet.

Und auch Kinder "mischen" gerne mit.

Alles klar?
Und
Alles Gute

Beatrice



..aber nicht zu lange



Hallo !

Ich hatte einen Eimer mit nicht verbrauchtem Material vergessen und 2 Wochen bei dem warmen Wetter herumstehen, richtig schön nass damit´s nicht austrocknet. Das war für das Stroh wohl etwas zu lang, hat ganz schön angefangen zu stinken.

Viele Grüße,
Karsten