Innendämmung Lehm




Hallo Herr Garkisch, erst einmal herzlichen Dank für Ihre Antwort. Das mit dem Lehmputz auf der dicksten Wand, hatte ich mir eigentlich auch so vorgestellt (wie dick ist ordentlich?), ich hatte eigentlich nur Bedenken bezüglich der Trocknung jetzt im Herbst. Die "dünnste" Wand ist 25 cm und meine Überlegung war zur Wärmedämmung - Schilfrohrmatten in Lehm. Habe jetzt einen Lehmbauer aus der Gegend kontaktiert, der durchgängig Weichholzfaserplatten (6 cm im Lehmbett) mit entsprechendem Lehmputz Verlegen will. Muß ich denn keine unterschiedliche Dämmung anbringen bei den Varianzen in der Wandstärke? Andererseits hatte ich unter Bau.de gelesen, daß man dort dringend von Weichholzfaserplatten abraten würde, da diese bestimmt zu schimmeln anfingen?!

Nächste Frage: Wie dämme ich die Decken? In ca. 2 Jahren soll ja das Dachgeschoß zu einer separaten Wohnung ausgebaut werden, aber in der Zwischenzeit muß ich die Decken ja auch wenigstens dämmen, damit die schöne Wärme nicht nach oben den "Abflug" macht - im Bereich der Diele sollen die Balken übrigens sichtbar bleiben - wie dämme ich dann hier?

Kann ich später dann oben auch eine Fußbodenheizung legen (Zwischendecke ist ja Holz?

Ich weiß, viele Fragen, die auf eine Antwort lauern - herzlichen Dank im voraus



Dämmarbeiten im histor. Bestand



Hallo erst einmal und gleich zur Sache geschreitet! Arbeite schon längerem mit Herrn Garkisch eng zusammen und ich bin ein selbständiger Lehmbauer. Mit innenliegenden Holzweichfaserdämmungen arbeite ich bereits mehrere Jahre und kann Ihnen da auch Kontaktadressen mitteilen, wo Sie sich über deren Wirkungsverhalten erkundigen können. Ein Überdämmen sollte nicht vorgenommen werden, sondern eigentlich nur ein vernünftiges Polster für die eingesetzte Energie geschaffen werden, um gleichzeitig der Taupunkt des Bauwerkes nach außen zu schieben. Weiterhin habe ich auch schon mehrfach die Wandheizsysteme direkt auf des Altmauerwerk verlegt und in Lehm verputzt. Starke Altbauwände (ab 600 mm Stärke) bedürfen eigentlich keiner Innen- oder Außendämmung. Sollte aber trotzdem in jedem Fall vom Architekten begutachtet werden! Ich verbleibe mit den besten Grüßen aus der Oberlausitz.



Deckendämmung



Hab doch glatt die Hälfte vergessen! Deckendämmung würde ich als Einblasdämmung wählen, da mit wenig Aufwand ein fugenlos einge-
blasener Dämmstoff (zB. Holzfasern)integriert werden kann. Kann ich Ihnen fachfirmamäßig vermitteln, da ich immer im Handwerkerverbund handle und auch selbst arbeite. Hat sich bis jetzt gut bewährt! Vielleicht bis bald, Ihr Lehmbauer