Lehm Brotbackofen: Wie dick sollte die Außenschicht sein?

18.03.2014



Hallo Leute,


ich bin gerade dabei, im Garten einen Brot/Pizzaofen aus Lehm zu konstruieren. Von der Konstruktion ist er diesen Öfen sehr ähnlich:

http://www.tiergarten-sued.de/Lehmofen-fertig.5243.0.html

Die innere Kuppel habe ich aus Schamottsteinen gemauert und bin jetzt gerade dabei, von außen Lehmschichten aufzubringen. Meint ihr, es gibt dabei eine ideale Dicke dieser äußeren Schicht? Wenn sie zu dünn wird, bleibt der Ofen nicht lange genug warm, wenn sie zu dick wird, habe ich die Befürchtung dass sie schneller reißt. Gibt es da irgendwelche Erfahrungswerte hier im Forum?


Viele Grüße
LehmNewbi



Backofen



Wenn der Brennraum aus schamotte gemauert ist dann ist es ein normaler Ofen, kein Lehmofen.
Das ist aber gut, Lehm würde reißen. Ich habe zwei Backöfen aus Trockenlehmsteinen gemauert, beide Schalen sind gerissen.
Beim ersten Ofen war es besonders krass, trotz langsamen Trockenheizens. Der war so gebaut wie Sie es vorhaben, ein halbsteiniges Tonnengewölbe als Brenn- und Backraum und eine ca. 5 cm starke Lehmauflage zur Wärmespeicherung, zuerst Strohlehm und dann eine Schicht mineralischen Lehmputz. Die gewölbte Schale dehnte sich beim ersten richtigen Hochheizen auf und Riss trotz Strohbewehrung im Scheitel.
Der zweite Ofen bestand aus einer doppelten Schale aus kleinen Trockenlehmsteinen (je ca. 5 cm stark) mit ca. 2 cm Luftspalt dazwischen. Die äußere, mit Lehm verputzte Schale hielt, die innere riss wieder.
Den dritten Ofen habe ich mit einer inneren Schale aus halbsteinigen Ziegelmauerwerk gewölbt, die Steine innen praktisch trocken gestoßen. Die äußere, viertelsteinige Schale ist mit Luftspalt zur ersten als thermische Entkopplung. Der Ofen steht im Freien, die Außenschale ist mit Trasszementmörtel verputzt.
Ofen 1 ist mittlerweile abgerissen, Ofen 2 steht noch und eignet sich sehr gut zum Pissabacken und Grillen.
Ofen 3 geht zum Grillen, Pizzabacken und Brotbacken. Dafür habe ich ein abnehmbares Ofenrohr als Abzug, beim Brotbacken wird es abgenommen und die Öffnung verschlossen. Mit offenem Abzug ist der Wärmeverlust zu groß, ohne Abzug das Anfeuern und Bedienen eine Quälerei.



Sicher?



... das mit dem Abzug meine ich... in Bezug auf einen Ofen im Garten...

Feuerungsverordnung:
§ 1
Anwendungsbereich
Für Feuerstätten, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke gilt die Verordnung nur, soweit diese Anlagen der Beheizung von Räumen oder der Warmwasserversorgung dienen oder Gas-Haushalts-Kochgeräte sind. Die Verordnung gilt nicht für Brennstoffzellen und ihre Anlagen zur Abführung der Prozessgase.

MfG,
Sebastian Hausleithner



Feuerstättenverordnung



Nach den geltenden lokalen Vorschriften dürfte ich meinen Ofen im Sommer auch nicht betreiben da er mit Holz gefeuert wird; das Verbrennen von Gartenabfällen wie Reisig und Holz im Freien ist bei uns generell verboten.
Deshalb lasse ich mir weder von der Feuerstättenverordnung noch von der städtischen Satzung das Pizzabacken- und zwar mit Abzug- im Garten verbieten.



Lehmofen



Ich kriege das falsche Bild vom obigen Beitrag nicht geändert (das war Ofen Nr. 1 in der Bauphase).
Hier das richtige Bild:



Lehmofen



Hier im Pizzabackmodus. Die Ofentür ist innen mit Blech und einer Promathplatte bekleidet.



Zurück ztur Dicke



Hallo,


danke fuer Ihre Antworten. Zurück zu meiner ursprümglichen Dickefrage: Was für eine Dicke für die Lehmschicht ist denn notwendig um Brot zu backen? Reicht da eine halbsteinige Kuppel aus Schmotte plus 10 cm Lehm?


Vielen Dank
Newbi