Kleines Fachwerkhaus soll saniert werden

16.05.2013 Tydericus



Hallo!

Ich bin seit dieser Woche Eigentümer eines 60qm großen Fachwerkhauses, gebaut 1954, welches ich nun sanieren möchte. Als totaler Laie stellt sich mir nun aber die Frage wie ich am besten vorgehen sollte und hoffe hier einige Tipps zu bekommen.

Geplant ist folgendes:

1. Die Elektrik muss komplett erneuert werden

2. Die gesamte Wasserinstallation (Rohre etc.) ebenfalls

3. Die derzeit vorhandene Flüssiggaszentralheizung wird ebenfalls komplett ausgebaut. Stattdessen soll ein Kaminofen eingebaut und das Haus mit Holz, unterstützt durch eine Elektroheizung, beheizt werden.

4. Der Wandaufbau sieht derzeit folgendermassen aus:
- Mit Backsteinen ausgemauertes Fachwerk
-10 cm Luft
-HWL-Platten
Mir wäre es am liebsten die HWL-Platten komplett herunterzunehmen und die Wände einfach nur mit Lehm zu verputzen. Bezüglich einer Innendämmung bin ich eher skeptisch, habe mir aber diesbezüglich noch nicht endgültig eine Meinung gebildet.

5. Die Fenster und Türen werden ebenfalls komplett erneuert. Angedacht sind hier Holzfenster mit Sprossen.

6. Der Dachstuhl soll in jedem Fall gedämmt werden, dies aber wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt (sprich in ein, zwei Jahren).

Mein Plan ist derzeit, dass ich das ganze alte Zeug (Heizung, Wandverkleidungen etc.) in Eigenregie erst einmal herausreiße und dann Termine mit Handwerksbetrieben (Elektriker, Wasserinstallateuer, Heizungsbauer, Maurer, Tischler für die Fenster und Türen) ausmache um mit denen dann den weiteren Ablauf zu besprechen.

Ergibt das Sinn so wie ich das hier skizziere? In welcher Reihenfolge würdet ihr vorgehen? Davon ausgehend, dass auf eine Wärmedämmung verzichtet werden soll: Kann ich die HWL-Platten einfach herunternehmen und die Wände mit Lehm neu Verputzen lassen oder muss ich hier noch etwas beachten? Und falls ich mich doch für eine Wärmedämmung entscheide: Wende ich mich dafür einfach an den Maurer meines Vertrauens oder gibt es hierfür bessere Ansprechpartner?

Würde mich freuen ein paar Meinung zu hören!
Gruß Tydericus



Da Du nun...



... bekennender "totaler Laie" bist, solltest Du Dir jemanden suchen, der sich damit auskennt und Deinen anstehenden Umbau betreut und koordiniert.

Natürlich arbeitet der Fachmensch nicht für 'nen warmen Händedruck und 'ne Grillwurst, aber das lässt sich alles im Vorfeld klären.

Gerade in Celle und Umgebung sollte sich via Mundpropaganda jemand fähiges finden lassen können.

MfG,
sh





Bezüglich des Lehmputzes und einer evtl. Innendämmung ist ein Lehmbauer oder Zimmerer der bessere Ansprechpartner.
Ein Ingenieur oder Energieberater mit Altbau/Fachwerk Erfahrung der schon mehrere Innenwanddämmungen in Fachwerkhäusern berechnet und begleitet hat kann das Vorhaben recht sicher beurteilen.
LG
SB



Hallo



Wir sanieren seid 15 Jaren Fachwerkhauser, arbeiten mit Lehm, und machen noch mehr. Wenn sie interesse haben rufen sie mich an. Wir können vorbei kommen und von ort alles anschauen wir sind aus Braunschweig.017623961172 Sening. MFG



SIe müssen die ENEV beachten



Hallo
wie soll das Gebäude genutzt werden? Bei einem Wohngebäude müssen Sie bei solch einem Umbau die EnEv beachten. Der Verzicht auf eine Wärmedämmung ist weder zulässig noch sinnvoll. Eine Innendämmung ist bei richtiger Materialauswahl und korrekter Ausführung problemlos realisierbar.

MfG
Stephan Wagner