Ausblühungen und Feuchte in der Kellerwand - Sandstein

15.06.2010



hallo,
seit Jahren gibt es ein Problem mit einer Außenwand unseres Hauses. Das Haus ist Baujahr 1900
Das Fundament ist aus rotem Sandstein, darüber sind Backsteine verbaut.
Eine weitere Außenwand mit gleichem Aufbau ist am Haus vorhanden - hier sind keine Probleme!
An der Außenwand sollte vor 3 Jahren mal der Backstein weiß mit Fassadenfarbe getrichen werden - da hielt die Farbe fast nicht. Außerdem sind gelbliche Ausblühungen zu erkennen. Die vorhandene Farbe bleibt wie Kreide an den Fingern hängen, wenn man hete mit der Hand darüber fährt.
Im Keller wurden vor ca 20 Jahren die Wand eines Kellers (Keller A) mit einem Betonputz (?) verputzt.
Ein zweiter Kellerraum (Keller B) wurde zeitweise mal als Keller für Öltanks genutzt und hat einen Verputz der ca 45 Jahre alt ist - der ist irgendwie sandiger - keine Ahnung was für ein Putz das ist.
In Keller A bröselt nun seit einigen Jahren der Anstrich von Fassadenfarbe immer weiter ab und an Stellen an denen nicht verputzt ist, bröckelt der Putz weg (Z.B. am Kamin). Die Wand fühlt sich feucht an.
In Keller B ist auch die Feuchte zu merken und ein Bröckeln zu merken - nicht so stark wie Keller A.
Über dem Keller A befindet sich das nichtgeheizte Treppenhaus.
Über Keller B ist Wohnraum, der an der Außenwand schon seit Jahren mit Feuchtigkeit im Mauerwerk zu tun hat. So viel ich weiß, wurde deshalb diese Wand mit Rigips incl Styropor verkleidet.
Hier in den Foren habe ich schon viel rumgelesen - unterm Strich stellen sich für mich folgende Fragen:
1. Welche Ursache hat die Feuchte und die Ausblühungen? Ich habe ja den Betonputz in Verdacht.
2. Welche Maßnahmen muss ich ergreifen - und welche darf ich nicht machen?
3. Wo finde ich in Offenbach/Frankfurt einen Handwerker, der mich kompetent beraten kann.
Wenn es klappt werde ich noch ein Fotos hochladen.
Vorab schonmal vielen Dank
Luddi



Ausblühungen und Feuchte in der Kellerwand - Sandstein



Außenmauer - Ausblühung am Backstein





Hallo Luddi,

ohne es wirklich gesehen zu haben sind das jetzt Vermutungen.

Verm. Zementputz in Keller A
Verm. Kalkputz in Keller B

Keller B ist nicht ganz so feucht weil der Kalkputz noch ein wenig Feuchtigkeit puffern kann, Keller A ist Dank des Zementputzes recht dicht und kann mit der Feuchtigkeit höchstens noch als Kondensat umgehen ...

Das Mauerwerk dürfte feucht sein. Wie sieht der Sockel von außen aus? Verputzt? Naturstein?

zu 1. Den Verdacht teile ich. Zunächst ist einmal zu klären, woher die Feuchtigkeit kommt. Wie wird der Keller genutzt bzw. belüftet? Gibt es jahreszeitliche Schwankungen hinsichtlich der Feuchtigkeit?

zu 2. Maßnahmen. Ersteinmal klären weshalb es feucht ist, danach richten sich die Maßnahmen. Annähernd sicher ist aber vorab, dass Du Dich vom Zementputz verabschieden solltest.

zu 3. Auszuführende Arbeiten werden bei Dir das bereichsweise Entfernen des Putzes, abtrocknen, wenn gewünscht neu Verputzen (diesmal mit den richtigen Materialien) sein. Die Arbeiten sind alle kein Hexenwerk, die Materialien sollten dem Handwerker vorgeschrieben werden. Bei Bedarf kann ich einmal vorbei kommen und mir das ansehen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Anstrich



Auf dem Bild sieht es so aus als ob der Sockel gestrichen wurde.Auch hier sollte die Farbe möglichst entfernt werden.
Ansonsten schließe ich mich der Aussage des Herrn Kornmayer an..Ursachen erforschen.
Vom Zementputz verabschieden und mit anständigen Luftkalkmörtel instandsetzen.

LG.P.Schneider



Ausblühungen und Feuchte in der Kellerwand - Sandstein



Der Sockel von außen ist nicht verputzt - ist roter Sandstein.Der wurde immer wieder mal angestrichen - immer mit Farbe, die man bei rotem Sandstein verwenden soll.
Ein Foto von den Ausblühungen auf den außen liegenden Mauer gibt es jetzt.
Ich bin der Meinung, dass die Feuchtigkeit im Sommer mehr ist, als im Winter.
Die beiden Keller werden nur zum lagern von Besen, Blumentöpfen etc verwendet. Im Keller A ist der E-Anschlußkasten.
Gruß
Luddi





Die rote Farbe sollte ab. Es gibt keine Farbe die man auf einen Sandstein Streichen soll. Das Ablösen der Farbschicht und das Absanden ist eine Vorstufe zu größeren Schäden, die den Stein an sich angreifen, auflösen.

Aus Sandstein wird dann einfach Sand.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Farbe entfernen



Kann nur raten runter mit den absperrenden Müll...
Nach Entfernung der Farben sollte der Naturstein möglichst offen bleiben.. Sagt im übrigen schon das Wort
( Naturstein) also keine Chemipampen oder absprrende Farben auftragen. Sollte der Sandstein beschädigt sein so kann man diesen mit Keim Restauro sehr gut bearbeiten.
Bei der Entfernung der Farben sollte wenn möglich ein Fachbetrieb die Arbeiten ausführen und die Farbschwarten möglichst ohne Chemi entfernen. Zb.Im Rotec-Heißdampfverfahren oder JOS-Verfahren oder in Kombination

Weitere Infos gerne auf Anfrage.

LG.Peter Schneider



Ich würde schon unterscheiden zwischen Keller und Sockel!



Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
Im Keller ist ein anderes Klima als über Oberkante Gelände.
Gibt es auch Bilder vom keller?
Dringt im Keller Wasser ein, oder sind nur die Wände feucht?
Wie ist die Nutzung - jetzt und später?
Das Bild zeigt Tauwasser auf Zementputz und kommt nicht von außen.



Ich würde schon unterscheiden zwischen Keller und Sockel!



Hier ein Bild von Keller A.
Die Wand ist "nur" spürbar feucht - es gibt kein Wasserproblem.
Solche "Wasserflecken" wie in dem Beitrag von E.B. sind keine vorhanden.
Der Keller wird nur zum Lagern von Besen, Farben usw verwendet. Leider ist in dem Keller A auch noch der Hauptsicherungskasten des Hauses.





Sieht sehr zementär aus der Putz, hier kann Feuchtigkeit nicht in ausreichendem Maße abtrocknen.
Diesen sollten Sie abschlagen und durch einen Kalkputz ersetzen.


Grüße aus Schönebeck



Zement



Zement abstemmen.Untergrund reinigen. Fugennetz überprüfen und ggf.erneuern. Geöffnete Flächen einige Zeit offen stehen lassen damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Im Anschluss mit Luftkalkmörtel verputzen.

Untergrund: Naturstein-, Bruchsteinmauerwerk
Untergrundvorbereitung
Vorhandenen Altputz abschlagen, loses und mürbes Fugenmaterial ca. 2 cm tief auskratzen. Mauerwerk mit Stahl- oder Straßenbesen gründlich abkehren. Haftungsbehindernde Trennschichten wie Staub oder Verwitterungsprodukte etc. mittels Druckluft oder Nebelstrahlverfahren reinigen.
Grundierung
Freigelegte und gereinigte Untergrundfläche mit 4%-iger Tonerdelösung satt einsprühen und sofort frisch in frisch Spritzbewurf einwerfen.

Haftspritzbewurf
Vorbereiteten und grundierten Untergrund dünn und vollflächig mit Solubel Luftkalkmörtel (Körnung 6 mm bzw. 4 mm) vorspritzen. Standzeit max. 1 Tag. Spritzbewurf ggf. aufrauen.

Egalisierung von Untergrundvertiefungen
Auswerfen von Fugen, Fehlstellen, Vertiefungen etc. auf ausreichend angesteiften Haftspritzbewurf mit Solubel Luftkalkmörtel (Körnung 6 mm bzw. 4 mm). Anschließend mit einem Holzbrett auf Mauerwerksniveau abziehen. Nach ausreichender Ansteifung der Putzoberfläche für Carbonatisierung und nachfolgender Putzhaftung aufrauen (Putzkamm, Zahnspachtel). Max. Schichtstärke 25 mm, bei größeren Schichtstärken ist mehrlagig zu arbeiten. Standzeit 1 - 3 Tage.

Grundputz
Anbringen eines Grundputzes auf vorbereiteten und egalisierten Untergrund mit Solubel Luftkalkmörtel (Körnung 4 mm) mit einer mittleren Schichtstärke von ca. 15 mm. Waage- und senkrecht mit Holzlatte abziehen. Nach oberflächlicher Ansteifung für Carbonatisierung und nachfolgender Putzhaftung aufrauen (Gitterrabbot). Standzeit 1 - 3 Tage.

Feinputz
Aufbringen eines Feinputzes auf Grundputz mit Solubel Luftkalmörtel (z.B. 1 mm Körnung). Anschließend kann die Oberfläche abgefilzt oder nach Musterfläche gestaltet werden. Schichtstärke 2 - 4 mm. Evtl. Nachbehandlung ist zu berücksichtigen

Anstrich
Mehrmaliger freskaler Sumpfkalk-Kaseinfarben-Anstrich

Im Außenbereich hatte ich oben schon geschrieben.Antriche restlos entfernen.




Gruß Peter Schneider



Was soll das bringen - Putz abschlagen??



Wenn oberflächlich etwas abtrocknet, dann kommt doch um so mehr nach.
Aber nicht nur Wasser, sondern auch Salze.
Ich habe dazu eine andere Vorstellung.
Wände und Boden feucht lassen.
Somit soll oder kann der Putz draufbleiben.
Nur mal so zum Nachdenken.
Alle Häuser (Fundamente) stehen auf feuchten Dreck – z.T. hunderte von Jahren - ohne Problem.
Auch deswegen, weil Salze in Lösung bleiben, und somit nichts passiert.
Unter einem Zementestrich ist es auch ständig feucht!
Eine Wasserleitung geht auch nur deswegen kaputt, weil bei Frost aus der Lösung = ein Kristall wird und so eine Volumenvergrößerung hat - mit Sprengwirkung usw..
Deswegen verweise ich nochmals auf meine Schrift Nr. 12.
Das Bild zeigt einen feuchten Boden-Wandanschluss.





Interessant wäre, ob es wirklich einen Zusammenhang zwischen dem Keller B und dem darüber liegenden feuchten Wohnraum gibt oder ob unterschiedliche Ursachen zu finden sind.
Teile uns doch mal Dein weiteres Vorgehen mit,

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Es kann doch unten und oben feucht sein, je nach Temperatur und Feuchte



Jedoch dies zu ermitteln....äußerst schwierig.
Fest steht, wenn im Keller die Feuchte sehr hoch ist, dann "durchfeuchten" auch die Deckenflächen.
Somit bleiben diese auch etwas kühler und es kommt vermehrt zu Tauwasserausfall und schaukelt sich hoch.
Ich halte es so:
lasse die Wände feucht
bringe das I-Bausystem auf
und habe einen "trockenen" Keller
Boden abdichten, und somit kann ich meine Luftfeuchte auch reduzieren - ohne was nachzusaugen.
Das Bild zeigt einen ehemals sehr feuchten Keller mit dem I-Bausystem.



System



Der große Nachteil ....Bausystems ist meiner Meinung nach der, dass die Wand dahinter nass bleibt. Pilzkulturen können hervorragend gedeien, ...letztendlich wird das Problem nicht behoben sondern nur eingesperrt nach dem Motto aus dem Auge aus dem Sinn...


LG.Peter Schneider





Durch ein Entsalzen der Wände und ein Verhindern des Neueintrages von Salzen können Sie das Übel (Ausblühungen) an der Wurzel packen. Hier mal ein Link zur Wirkungsweise von Salzen im Mauerwerk: http://www.baufachinformation.de denkmalpflege.jsp?md=1988017124605



Noch ein Link



Hier zum Thema noch ein Link



http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017185786

LG.Peter Schneider



Kirche im Dorf lassen.



Das bei einem 110 Jahre alten Haus im feuchten Keller etwas Putz bröckelt, sich die (schichtbildende) Farbe von der Wand löst und ein paar Ausblühungen auftreten ist ja wohl nicht ganz unnormal.
Salz ist in gewissem Maße ubiquitär und in jeder Wand vorhanden und wenn das Umfeld stimmt schadet das auch nicht. Wenn Sie genau suchen finden Sie wahrscheinlich in jeder Wand einen Salzgehalt und können ein "Entsalzungsprogramm" mit dem Angstknopf starten. Es muss doch nicht alles sein was geht, bisher ist nur von einer simplen Kellernutzung (Lagern von Blumentöpfen und Besen) die Rede.

Luddi schreibt: "Ich bin der Meinung, dass die Feuchtigkeit im Sommer mehr ist, als im Winter." Ohne es gesehen zu haben mutmaße ich, dass der Schaden eher auf einen Tauwasserausfall über einen langen Zeitraum stammt. Wenn dem so ist sind die Maßnahmen einfach und oben bereits beschrieben.

Kommende Woche bin ich in Neu-Isenburg, bei Bedarf einfach melden.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Nun ob uns die Weisheiten von 1985 weiterhelfen?



Es hilft niemanden weiter, wenn wir alles auflisten, was nicht geht.
Dann ist der Beitrag von Herrn Kornmayer wichtig, wie soll was genutzt werden und dann erst bewerten.
.
Herr Schneider bitte äußern Sie sich doch mal dazu, woher Ihrer Meinung nach die meiste Feuchte kommt und auch woher, oder wieso Pilzkulturen stammen können.
Ihre Erfahrungen dazu können Sie auch an meine emailadresse senden.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass die Feuchte überwiegend durch Tauwasser an der kalten Wand entsteht und dann durch das I-Bausystem eine erhebliche Reduktion der Feuchte entsteht.
Sie sollten sich mit etwas aktuellerer Literatur beschäftigen wie z.B. "Gesund wohnen in Altbauten" zu beziehen bei Amazon oder auch direkt bei mir.
Weiter wäre das Buch von Herrn Dr. Künzel für Sie wichtig.
Bauphysik und Denkmalpflege 2., erweiterte Auflage. Helmut Künzel beschreibt hier die Feuchte-Akkumulation. ISBN 978-3-8167-8047-2



Noch zum Buch von Herrn Dr. Künzel



Er beschreibt hier sehr gut welche Feuchteaufnahmen möglich sind und wie diese zu bewerten sind.
Die sogenannte "Aufsteigende Feuchte" (wie von vielen sogenannten Sanierern vorschnell diagnostiziert) wird hier doch sehr stark angezweifelt.



110 Jahre alt



Wie Herr Kornmayer schon schrieb das Haus ist gut 110 Jahre alt....Wieso hier mit irgendwelchen Chemiepampen etc zuteeren.Und alles nur weil ein wenig Putz bröckelt und ein paar Salze aus der Wand schießen.

Anständig zum richtigen Zeitpunkt Lüften.Putz und Mauerwerk überprüfen und ggf.Insandsetzen.
Da Herr Kornmayer demnächst in iher Gegend ist würde ich das Angebot annehmen und die Sache von einen Fachmann in Augenschein nehmen lassen

Lg.Peter Schneider



System



@ Herrn Bromm. Wo bleibt denn die Feuchtigkeit im Mauerwerk wenn ihr System aufgebracht wurde.

Ich bitte um entsprechende Infos

Lg.Peter Schneider



Negativabdichtung



Bei Innenabdichtungen, nicht nur dem System des Herr Bromm, bleibt die Feuchtigkeit natürlich in der Wand.

Ob eine Innenabdichtung wirtschaftlich vertretbar ist kann nur der Auftraggeber entscheiden.


Grüße aus Schönebeck



Zwischenergebnis



Hallo,

erst einmal vielen Dank für die vielen guten Hinweise.
Vorbehaltlich einer ggf anderslautenden Empfehlung durch einen Gutachter vor Ort, bin ich jetzt zu folgendem Zwischenergebnis gekommen:
Die Farbe an der Aussenwand muß ab. Bis ca 1 Meter über ist ja roter Sandstein verbaut. Darüber befindet sich Backstein der weiß angestrichen ist und auch Ausblühungen aufweist. Auch diese Farbe würde ich entfernen.

An der Innenseite der Kellermauer würde ich in beiden Kellern die nachträglichen Putze entfernen und ggf dort auch die Fugen erneuern bzw ausbessern.

3 Fragen hierzu:
1: Kann ich damit eine Verbesserung der heutigen Situation erreichen?
2. Habe ich eine negative Reaktion aufgrund dieser beiden Maßnahmen zu befürchten? ( in anderen Beiträgen habe ich immer wieder mal gelesen, dass es dann durch die Kristallisation der Salze zu Sprengwirkungen kommen könne)
3. Entlang der "feuchten" Mauer befindet sich der Weg zur Haustür, der im Winter von meiner Mutter immer ausgiebig gestreut wird. Ist vielleicht das Streusalz der Verursacher? Wenn ja, was dann??

Danke und Gruß
Thomas "Luddi"





zu Frage 1: ja
zu Frage 2: nein
zu Frage 3: Wie oben schon angeführt: verhindern Sie den Eintrag von allen neuen Salzen ins Mauerwerk, und beseitigen Sie die im Mauerwerk befindlichen Salze. Auch die in das Erdreich sickernde Streusalze werden z.T. von nicht abgedichteten Mauerwerken aufgenommen.
Ob Sie sich aber für eine Entsalzungsmaßnahme entscheiden, hängt u.a. von der Nutzung der Kellerräume ab. Und das können nur Sie allein entscheiden. Wenn die Ausblühungen nicht zu groß sind, könnten Sie auch nur einen Sanierputz ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen aufbringen, den Sie dann allerdings nach einigen Jahren immer wieder erneuern müßten.
Besser wären allerdings zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen.
Wie gesagt, es ist Ihre Entscheidung.
Nutzen Sie doch das Angebot von Herrn Kornmayer für eine Beratung vor Ort.



@ Herr Schneider zu Ihren Fragen...weitere Erklärungen dazu in meinem Buch



Häufige Fragen:
• Wird die Wand nicht noch feuchter, wenn innen nichts mehr verdunsten kann?
Es dauert Jahre bis sich eine Wand über die Kapillaren vollsaugt. Wenn innen also keine Verdunstung stattfindet, die Kapillaren seit Jahren mit Wasser gefüllt sind, kann demnach auch von außen nichts mehr aufgenommen werden. Die Wand „dichtet“ sich, je feuchter sie wird, bis zur maximalen Sättigung mehr oder weniger selbst ab.
• Wenn innen nichts mehr verdunsten kann, steigt die Feuchte umso höher auf?
Es gibt keine Gesetzmäßigkeiten über den Weg der Feuchte. Wie bereits erwähnt: Ist die Mauer erst einmal gesättigt, kann ein Nachwandern nur erfolgen, wenn etwas verdunstet. Dies geschieht normalerweise sowohl nach innen wie nach oben.
Wenn ein Abdichtung in der Mauer (im Querschnitt) fehlt, sollte eine eingebaut werden. Diese Leistung ist völlig unabhängig von der Maßnahme einer Innenabdichtung.
• Was geschieht hinter der Abdichtung?
Nichts! Es fault nichts, die Salze bleiben in Lösung. Die Festigkeit der Ziegel oder des Betons verändert sich nicht hinsichtlich des verputzten Mauerwerks.
Da die Innenkondensation im Wesentlichen entfällt, ist eher mit einem Rückgang der Feuchtebelastung im Mauerwerk zu rechnen. Es stellt sich ein stationärer Zustand ein.
Es kommt zu keiner Schädigung der Wände.
Die Mauern bleiben maximal so feucht wie bisher.
Unter einem Putz oder einem gefliesten Wand- Bodenbelag bleibt die Wand ebenfalls feucht!
Sonst müssten ja alle feuchten Fundamente auch kaputt gehen.
• Können hinter der Abdichtung Schimmelpilze oder Schwamm entstehen?
Nein! Denn es bedarf immer mehrerer Parameter und /oder Voraussetzungen für das Wachstum von Pilzen. Dazu gehört das Vorhandensein von organischem Material, die „richtige„ Temperatur eine „ideale„ Feuchte sowie ausreichend Licht(bzw. Dunkelheit).
Sauerstoff und Säuregrad spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle. Wenn auch nur einer der aufgeführten Punkte nicht zutrifft, kann kein Schimmel gedeihen.
• Wie ist die Umweltbelastung der Folie zu bewerten?
Diese Folien sind höchst unempfindlich und geben keine umweltbelasteten Stoffe ab. Zu den Umweltverträglichkeiten dieser Niederdruckpolyethylenfolien einige technische Angaben:
• Niederdruckpolyäthylen (PE - HD) gehört, wie alle andern Polyäthylene, zu den der Kunststoffen, die im täglichen Leben am häufigsten zur Anwendung kommt, weil er keinen Chlor, keine Weichmacher und auch keine anderen Zusatzstoffe enthält.
• Polyäthylen besteht aus Kohlenstoff und Wasserstoff und ist der ökologisch sinnvollste Werkstoff, weil für seine Herstellung und Verarbeitung im Vergleich mit anderen Werkstoffen relativ wenig Energie benötigt wird.
• Das werkstoffliche Recycling gebrauchter Polyäthylenprodukte zu wieder verwendbarem Granulat ist möglich.
• Polyäthylene verursachen in der Deponie keine Grundwasserbeeinträchtigung.
• Polyäthylene sind nach den Empfehlungen des Bundesgesundheitsamtes für die Herstellung von Bedarfsgegenständen im Sinne des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes zugelassen.
• Polyäthylenrohre finden für öffentliche Trinkwasseranlagen Verwendung.
.
Somit ist sicher, dass im Normalfall eine Instandsetzung der Kelleraußenwände an der Innenseite mit dem I-Bau System eine kostengünstige und ökonomisch sinnvolle Alternative ist.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den obengenannten Literaturangaben.
Das Bild zeigt einen Kellerraum einer alten Metzgerei in München mit Fliesen an der Wand und am Boden.