Feuchte aus dem Fundament

24.06.2008



Hallo zusammen,

im Keller meines Hauses Baujahr 1965 wurde damals Asphaltestrich mit einer geschätzten Stärke von 3cm gegossen. Zu den Kellerwänden findet sich eine 1-2 cm breite Fuge, die mit Putz gefüllt wurde.
Wird dieser Putz aus der Fuge gekratzt, so ist dieser feucht. Und auch der Stein unter der ca. 2cm über dem Estrich gelegenen Horizontalsperre (Bitumenpappe?!)ist dunkler, kälter (Ziegel) als der über der Sperre (Kalksandstein). Das Haus (zweischalige Fassade) weisst keine äussere Dämmung bzw. Dichtung auf, also verfügt nur über einen Schwarzanstrich.

Der Voreigentümer berichtete von einem vollgelaufenen Keller vor ca. 10 Jahren. Das Wasser wurde innerhalb eines Tages abgepumpt. Teilweise wurde der Sockelbereich erneuert und Zementputz (war zeilmich fest beim Abschlagen...) aufgebracht, dies erfolgt aber nicht durchgängig.

Ich hatte jetzt überlegt, die Fuge freizukratzen und mit Dichtschlämmen (wenn, dann welches Material) zu füllen und zwar so, dass auch die Horizontalsperre überbrückt wird. Dies ergäbe zwar einen 'Sockel' beim Übergang Boden->Wand, dies
wäre aber nicht tragisch.

Ist diese Vorgehensweise ok? Gibt es andere Möglichkeiten oder sollte ich besser Hoffnung schreiben? ;-)

Vielen Dank für Tipps und Ratschläge im voraus!

Selbermacher
(der auch seine Grenzen kennt!)



Sockel naß



Dichtschlämme: z.B. von Remmers, System "Aida-Kiesol".
Unbedingt nach Werksanleitung vorgehen !

Grüße aus der Nachbarschaft



Injektionsverfahren ...eher nicht!



Hallo,
soweit ich mich informiert habe, ist das Remmers Produkt 'Aida Kiesol' auch über Injektion einzubringen.

Ich möchte aber Bohrungen in Sockelnähe vermeiden und dachte eher an eine Möglichkeit, die Fuge 'auszuschlämmen' und so ein dichte Ebene Estrich-Fuge-Horizontalsperre zu bekommen.

Selbermacher



Dichtung



Genau so ! Lesen Sie bitte die Datenblätter.

Grüße



Kette von Produkten....



so, habe jetzt diverse Datenblätter in einer ersten Sichtung 'überflogen'.
Wenn ich nun alles richtig lese, ist die Vorgehensweise wie folgt, wenn auf Remmers zurückgegriffen wird (werde mich dort aber noch genauer informieren)

Ausgangslage:
1-2 breite und bis zu 3cm Tiefe Fuge im Estrich-Wand Übergang, Horizontalsperre ca. 2ccm über Estrichniveau

A) Verarbeitung Aida Kiesol als Grundierung
B) Auftrag Dichtschlamm (max. Schichtdicke 5mm!!)
Ist dies auch der Haftschlamm?
unter Einbezug der Horizontalsperre (also ca. 5 cm
Sockelhöhe)
C) Auftrag Dichtspachtel 'frisch in frisch'
ggf. Ausformung als Hohlkehle

Dicht!



Feuchter Keller



Was wollen Sie damit eigentlich bezwecken bzw. warum ist diese Maßnahme notwendig?

Viele Grüße



Zweck der Aktion



Hallo,
das Problem der 'feuchten Fuge' ist im gesamten Keller verteilt sichtbar, auch an Estrich/Wand Übergängen von Mauern
im 'Innern' des Kellers. Besonders akut ist das Problem aber im Teil der unterkellerten Terasse und hier in den Eckbereichen. Dieser Kellerteil ist zur Linken und zur Rechten von Erdreich umgeben. Eine Freilegung von Aussen ist hier nicht möglich (links: gefliesste Terasse des Nachbarn, nicht unterkellert! rechts: Ein Wintergarten über Eck, der auf einer 25cm dicken Betondecke aufgebaut wurde, ich gehe hier von einer hohen Bodendichte aus). Die Frontseite hat ein grosses doppelverglastes Kunststofffenster. Der Kellerteil wird 'ordentlich' gelüftet; der Voreigentümer tat dies mit Sicherheit nicht, dies belegen die Kondenswasserschäden rund um den Fensterbereich.

In den Eckbereichen liegt die rel. Luftfeuchtigkeit um die 90%; die Ecken sind kalt und klamm; für mich zunächst ein Indiz einer Kältebrücke mit Kondenswasserniederschlag.

Ich vermute nun, dass die Feuchtigkeit im Keller aus den Fugen vornehmlich 'gespeist' wird. Der Putz in denFugen ist macht einen gesättigten Eindruck, bei Berührung mit der Fingerspitze verhält es sich so, als ob man mit einem nassen Finger in Zucker eintaucht. Natürlich könnte auch der 'schwarze Anstrich'rissig sein und so Wasser in die Wand gesogen werden. Auffallend ist allerdings die Konzentration auf den Eckbereich und die Feuchtigkeit im Fungenbereich ausschließlich unter der Horizontalsperre.

Mit der Verkieselung, Schlämmung und Spachtelung möchte ich nun die Feuchtigkeitszufuhr aus den Fugen verhindern.
Vielleicht wird damit nicht das Problem vollständig gelöst, ich erwarte aber, dass die rel. Luftfeuchtigkeit abnimmt.

Viele Grüße,
Selbermacher



Schimmel?



Ist Schimmel im Keller vorhanden?



Keller lüften



Hallo ,
Der Keller darf nur gelüftet werden , wenn es draußen kälter ist , als im Keller.
Also im Sommer bitte nur abends(nachts)lüften.
viele Grüße



schimmel, feuchtigkeitsgleichgewicht



Also schimmel ist (noch?!) Keiner vorhanden.
Mich interessiert ua. Wieviel qm Flaeche Kalksandstein
und obemn beschriebene Fuge an Feuchtigkeit abgegeben
kann, so dass durch Lueftung der Abtransport ueberkompensiert
Werden kann, so dass eine stete Trocknung einsetzen kann.
Gelueftet wird Thermo und Hygrometer (innen/aussen) ueberwacht,
allerdings nicht automatisch.



Feuchter Keller



Sie können natürlich die betreffenden paar cm Wand dichten, das Remmers- System funktioniert ganz ausgezeichnet.
Meine Frage zielte darauf, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt, wenn es um einen Keller mit normaler Nutzung geht.

Viele Grüße



beabsichtigte nutzung



Dieser teil des kellers soll als eine art buero genutzt werden.
Angedacht ist auch der Einbau einer heizung.
Minimalst sollte jedoch der raum zur Lagerung von papierkram bzw.
Texttilien herhalten; dies setz wohl aber eine rel. Luftfeuchtigkeit
Von kleiner 65 prozent voraus. Mit intensiver
lueftung schaffe ich derzeit nicht unter 70, im mittel
sind es wohl eher 80 (raummitte)

Viele gruesse,

Selbermacher





Vergessen Sie das !
Das Papier zieht so viel Feuchtigkeit, daß alleine durch die Lagerung die Luftfeuchtigkeit um ein paar Prozente abnimmt, dann ist es allerings hin.

Grüße



wenn ich...



nur auf das lueften setze, dann geb ich ihnen sofort recht.
Mit dem Ausbau kann ich mir sehr viel zeit lasse
und so sukzessive die wirkung einzelner masnahmen
beobachten. Lueften ist sicherlich eine davon. Aber
das lueften sorgt ja eher fuer den abtransport von
Feuchtigkeit. Das dichten der og fuge unterbindet
Zumindest eine weitere zufuhr aus dieser quelle.
Weitere massnahmen koennten sein:
Sensor geregelte lueftung
Feuchtigkeitsregulierende putz?!
Heizung
Lueftentfeuchter
Injektionsverfahren bei den waenden, welche
von aussen nicht zugaenglich sind
Frontseite ausgraben, dichten, daemmen

Alle massnahmen vorbehaltich einer
kosten-nutzen bewertung

Muss ich trotzdem die hoffnung aufgeben?

Gruesse,

Selbermacher



moin,



ja Sie sollten die Hoffnung tatsächlich aufgeben, wenn Sie nicht unsummen investieren wollen.



Na, nicht ganz so schnell mit solchen Ratschlägen



Ich denke das ist sowieso "nur" Tauwasser. Da hilft auch keine Dichtungsschlämme. Egal von welchen Hersteller.
Hier hilft doch eher ein gut dimensionierter Luftentfeuchter.
Also erst mal Luftfeuchte und Temperatur kontrollieren.





Hallo Selbermacher,

auch wenn man mit Ferndiagnosen vorsichtig sein soll sieht es den Bildern und Deiner Beschreibung nach einem Kapillarwasserschaden (evtl. mit Druckwasser) aus. Nähere Infos findest Du in diesem Link:

http://www.porofin.de/POROFIN_INFOMAPPE_PMD.PDF

Hoffe Du findest hier die nötigen Info auf unserer Porofin Seite. Bei Fragen findest Du meine Nummer auf der letzten Seite.

Gruß



Schau mal hier!



Schau mal hier : http://www.isoliermeister-vogel.de/



Hüllenlose Werbung



Hallo Tobi,

meinst Du nicht, wenn Du hier schon für Deine eigene Internetseite wirbst, dass da wenigstens was drinnen stehen sollte? Deine Seite im Aufbau fehlt Substanz.

Bis später



Feuchter Keller



Hallo Toby,
was ist ein "Isoliermeister"?
Was isoliert er?
Elektrische Leiter?
Heißwasser- und Dampfleitungen?
Wo kann man diese Qualifikation erwerben?

Viele Grüße



Alle drauf reingefallen?



War wohl ein Aprilscherz mit dem Isoliermeister.

Grüße aus Schönebeck