Fachwerkhaus mit Bruchsteinkeller dämmen.

26.05.2007



Hallo,
habe ein Fachwerkhaus mit Lehm/Stroh... gekauft .
Baujahr ca. 1900
Keller aus Bruchstein , Decke : Eichebalken mit Lehm/Stroh dazwischen.
Würd die Kellerdecke gerne dämmen ,weil WZ drüber immer seeehhr Fußkalt.Hohe Heizkosten.
Im Baumarkt sagte man mir :
60mm dicke Styrodurplatten an die Decke (auf die Balken ) fertig.
Weil Bruchstein immer etwas schwitzt.

Jetzt sagte mir ein Andererer , auf keinen Fall Styrodur, sonst würden mir die Balken wegfaulen.
Ich soll imprägnierte Steinwolle nehmen mit einer Membrane als Dampfsperre.
Ein Dritter meinte , mir würde dann die Steinwolle schimmeln.
Nun meine Frage:
Was stimmt denn nun ?

Wie mach ich es denn jetzt richtig, mit welchem Material ?
Vielen Dank im voraus
Pickmueck
P.S.
Vielleicht Jemand in meiner Ecke , der sich das mal vor Ort ansehen mag/kann/würde ?
Raum Westerwald.



Fachwerkhaus mit Bruchsteinkeller dämmen



Wie hoch ist denn der Keller, also die lichte Höhe innen?
Ein paar Fotos von der Decke und vom Keller wären auch hilfreich!
Was für ein Fußbodenaufbau ist im Wohnzimmer vorhanden?

Viele Grüße
Georg Böttcher



Aufbau Keller



Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das mit den Fotos ist eine gute Idee, werd mir mal eine Digicam leihen.

Keller :HÖhe ca. 1,60m
Boden ist Lehmboden,
Wände aus Bruchstein ,
Decke aus Eichenbalken,drüber vor ca. 8-10Jahren neue Balken verlegt (= doppelte Balken)
Latten mit Stroh/Lehmgemisch(sollte wohl mal als Dämmung dienen).
Was dann kommt weiß ich nicht, falls da noch was kommt.
Dann kommen Spanplatten =Fußboden im Wohnzimmer und darauf haben wir Laminat verlegt.
Ich hoffe mit dieser Aussage können Sie etwas mehr anfangen. Vielen Dank im voraus.
Bin für jeden Tipp sehr dankbar
cu Pickmueck



Fachwerkhaus mit Bruchsteinkeller dämmen



Danke, mit den Angaben kann man jetzt etwas mehr anfangen.
Die Aussagen der Baumarktmitarbeiter sind typisch für die "fachliche" Beratung dort.
Eine Dämmung an die Unterseite der Decke, also die "kalte" Seite zu bringen ist der übliche und bauphysikalisch richtige Weg. Wichtig ist, diese Dämmung diffusionsoffen zu halten, da die Decke von oben her dicht ist.
Problem ist aber die geringe lichte Höhe.
Die neue Decke deutet auf eine obenliegende Dämmung; Ihr Vorgänger hatte wohl das selbe Problem und die Dämmung oberhalb eingebaut. Wenn es trotzdem fußkalt ist, scheint sie nicht richtig zu funktionieren (Winddichtigkeit).
Da Sie den Fußboden bereits saniert haben, ist eine Öffnung der Decke von Oben wohl nicht mehtr möglich.
Daher empfehle ich Ihnen die Anbringung einer Dämmung von unten in Form einer verputzten Holzwolle- Leichtbauplatte.

Viele Grüße
Georg Böttcher



verputzten Holzwolle- Leichtbauplatte



Hallo und vielen Dank, für die Antwort.
Die Höhe der Kellerdecke ist mir eigentlich egal.
Da muß ich nue zum ablesen der Wasseruhr rein, ansonsten ist der Keller für mich unwichtig( noch ?).
Durch die 2. Balken, die man damals verlegt hat, ist die Raumhöhe im Wohnzimmer geringer geworden.
Und dadurch kam /kommt für mich nur eine Dämmung der Kellerdecke in Frage.

Von einer verputzten Holzwolle-Leichtbauplatte habe ich noch nie etwas gehärt.
Wenn Sie da noch weitere Infos haben, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Z.B. wie dick sie sein sollte (Styrodur 60mm)usw.(0 Ahnung)
Mir kommt es darauf an das es nicht nur eine halbe Sache wird ,sondern ich wollte es richtig machen, um spätere Schäden zu vermeiden.Darum informiere ich mich hier auch so.
Also, bitte klären Sie mich auf, machen Sie mich Schlau, es wäre eine Schande dieses Haus durch falsche Maßnahmen zu ruinieren.
MfG Pickmueck



Fachwerkhaus mit Bruchsteinkeller dämmen



Die HWL- Platten (der Volksmund sagt Sauerkrautplatten)sind 35 mm dick, zum Verputzen können Sie einfachen Luftkalkputz oder Kalk- Zementputz nehmen. Wenn die Balkenunterseiten einigermaßen gerade sind, können Sie die Platten direkt an die Balken schrauben.
Es gibt die Platten auch als Mehrschicht- Leichtbauplatten mit einem Kern aus PS- Hartschaum oder Mineralfasern. Sie sind teurer, haben aber bessere Dämmeigenschaften.
Eine Platte ML 50/3 von 50 mm Stärke hat einen Kern von 40 mm Dämmmaterial.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Balkendecke



mein Gedanke war ja Material an den Balken fest zu machen.

Jetzt habe ich im Forum gestöbert und bin auf einen Eintrag gestoßen .
Dieser meint, NIE einen Hohlraum bei einer Balkendecke .
Was meinen Sie dazu ?

MfG
Pickmueck



Fachwerkhaus mit Bruchsteinkeller dämmen



Eine Holzbalkendecke hat konstruktionsbedingt immer Hohlräume.

Viele Grüße
Georg Böttcher



HWL- Platten ?



Hallo, hab mich mal im Internet schlau gemacht.
Da heißt es die HWL-Platten und auch die Mehrschicht- Leichtbauplatten sollen nicht unbedingt die besten Dämmwerte haben.
Da ich tlw. bis zu 6-7 Grad unterschied habe zwischen Fußboden und Fensterbankhöhe, denke ich sollte die Dämmung schon gigantisch sein.
Trotzdem günstig sein und weder die Balken noch sonstwas schädigen.
Hat da noch Jemand Tipps ??
Bin für jede Antwort dankbar.
cu Pickmueck



Fachwerkhaus mit Bruchsteinkeller dämmen



Wenn Du eine gigantische Dämmung willst,
verleg die Wasseruhr und schäum den Keller mit Bauschaum aus.
Ansonsten gibt es die Mehrschicht- Leichtbauplatten bis 100 mm Dicke.

Viele Grüße
Georg