Welche Dämmung bei Holzdielenboden und dauerfeuchtem Keller?

21.08.2007



Hallo liebe Fachwerker,

Wir haben ein altes Schätzchen von 1880.
Gemauerte Außenwände und Fachwerk-Innenwände
mit einem Anbau aus den 60ern. (Langweiliger Beton)
Demnächst ist der Fußboden im EG an der Reihe:
Geplant sind neue Holzdielen auf den alten zu verlegen, da diese leider nicht mehr zu retten sind.
Soweit, so gut, Was wäre die sinnvollste Art den Boden von unten zu dämmen,
denn darunter befindet sich der alte halbhohe Keller,
der dauerfeucht ist und auch bleibt.
Die Unterseite des Bodens ist teilweise freigelegt worden von uns, da in einigen Räumen eine leichte Holzverlattung mit Lehm unter den Bodendielen angebracht war die stellenweise sehr brüchig und feucht war. Andere Räume sind mit diesen, wir nennen sie immer Sauerkrautplatten, verkleidet. Also keinerlei Schüttung oder sonstiges.

Jetzt ist die Frage wie am besten etwas gedämmt werden kann, wenn dann natürlich nur von unten, da die alten Dielen ja liegen bleiben. Muss dass ähnlich werden wie eine Dachdämmung, mit Folie und so. Auch kämen meiner Meinung nach nur feuchtigkeitsbeständige Dämmmaterialien in Frage.
Gerade im Bezug auf den Feuchten Keller wäre ich für gute Ratschläge dankbar.

Bis dann

Sascha



Nicht die perfekte Lösung, aber hilfreich



Hallo!
Wir haben auch einen feuchten Keller. Bei uns kommt das Wasser immer durch den Boden hoch.
Wichtig ist schon einmal Lüften und empfehlenswert ist ein Luftentfeuchter. Es gibt welche die im Dauerbetrieb betrieben werden können und auch einen Schlauchanschluss haben, so dass man den Tank nicht immer leeren muss.
MfG Christine



Nicht ganz das was ich meinte,



aber dennoch Danke für die Antwort Christine.

Hab mich vielleicht ein wenig falsch ausgedrückt:

Meine Frage richtete sich nach der möglichen Wärmedämmung des Fußbodens im EG (Holzdielen auf Bohlen) zu diesem feuchten Keller hin.
Der Keller ist und bleibt feucht (soll er doch) Da wir ihn eben auch dauerhaft lüften wäre eine Dämmung nach oben ja sicherlich angebracht.



Was versprechen Sie sich davon,



die alten Dielen drinzulassen? Wenn sie nicht mehr zu retten sind, sind sie auch keine geeignete Unterlage für neue Dielen. Schon ein Bestseller aus vergangenen Zeiten empfahl, nicht auf Sand zu bauen.

Also: Alte Dielen ausbauen, Lehmschüttung und Sauerkrautplatten entfernen. Balken begutachen. Danach weiter wie in der hier zitierten Frage:



---Forenreferenz-----------
Meine Variante -
Legen Sie den Einschüb möglichst tief, verwenden Sie einen Rieselschutz, der diffusionsoffen ist, und dämmen Sie den Zwischenraum komplett mit Blähton (Liapor o.ä.). Blähton ist versintert, nimmt also nur in sehr geringem Maße Feuchtigkeit auf. Die Einschubbretter würde ich vorsichtshalber beidseitig mit einem Boraxpräparat Streichen (und vor dem Einbau auf Lagerhölzern wieder trocknen lassen) oder imprägnierten Rauspund verwenden.

Weichfaserplatten können nicht flächig auf eine Balkenlage aufgebracht werden (WEICHfaser). Der Einschub ist mit ca. 150mm Liapor hinreichend gedämmt, Sie können die Dielung direkt auf die Balken verlegen.

Mit einer 24mm Dielenstärke Eiche kommen Sie gerade so hin, ich würde 28mm verlegen.

Der Borax- Anstrich schadet auch den Balken nichts, im Bereich der Auflager könnte an kritischen Stellen eine Bohrlochinjektage sinnvoll sein. Das Lagern auf Dachpappe ist sinnvoll, es sollte nicht gerade die dünnste Bahn sein. Der Balkenkopf sollte bis auf das Auflager überall frei liegen.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas mehr ...
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Definitiv keine diffusionsdichten Folien, der Keller sollte gut gelüftet sein.

Grüße

Thomas