Der Holzboden ist wahrscheinlich morsch, deshalb Keller verfüllen, aber wie und womit?

08.10.2008



In unserem Fachwerkhaus ist nur unter einem Raum ein "Kriechkeller" ( er ist wirklich sehr niedrig, ich bin 1,58 und kann NICHT drin stehen ). Die Wände sind Lehmig/ Sandig, kein Verputz. Der Boden ist ebenfalls nur Lehm, da unten ist es sehr kühl. Dadurch ist der einfache Holzboden im laufe der Jahre wahrscheinlich morsch geworden, wenn man darauf herumläuft ist es sehr nachgiebig. Dummerweise ist im Keller auch die Wasseruhr, so ist die Idee mit dem einfach zuschütten ja nicht so einfach. Wir brauchen jedoch einen festen Boden in dem Zimmer, da wir die Küche in diesen Raum installieren wollen. Die Frage ist nun: womit verfüllt man soetwas? Der Eine sagt, gieß mit Beton auf und gut is, der Andere sagt um gotteswillen da muß Du Lava nehmen usw usw. Um die Verwirrung komplett zu machen stelle ich jetzt hier die Frage ins Forum, wie bekomme ich einen festen und tragfähigen Boden in dieses Zimmer?
Oder vielleicht nennt mir Jemand eine Fachfirma in unserer Region ;-).

Gruß Leone



Keller zuschütten



Das ist ja wohl die falsche Lösung, schließlich scheinen da Ihre Hausanschlüsse zu liegen.
Ich würde ganz einfach die Decke erneuern:
Balken einziehen, Bretter drauf, Dämmung drunter.

Oder wenn es etwas besser sein darf: Betondecke mit unterseitiger Dämmung einbetonieren.
16 er - 18er Decke, ausreichend Betonstahl, den Rest macht der Bauhandwerker.

Grüße





Man kann solche "Kriechkeller" (oder besser "Gebückt-Geh-Keller" folgendermassen aufwerten:
Vom Eingang her in der Mitte einen Graben machen, und zwar so tief, dass man bequem aufrecht drin gehen kann - Dämmung der Decke von unten berücksichtigen). Die Seitenwände aufmauern (geht zur Not auch mit Ziegeln vom Abbruch, wenn der Graben nicht tiefer als ca. 1 m wird). Der Graben sollte nachher noch ca. 1 - 1.2 m breit sein. Schön von den Fundamenten wegbleiben und auch keine Anschlüsse beschädigen.
Der Zweck des Ganzen: Man kann sehr gut links und rechts auf den übrigbleibenden Banketten oder Grabenrändern allerhand Vorräte lagern, hat also fast einen vollwertigen Keller gewonnen. Voraussetzung ist allerdings, dass sich kein Wasser ansammeln kann oder dass man dieses abführen kann.



Keller verfüllen



Die erste Wahl wäre auch für mich die Decke einfach zu erneuern und dabei wärmetechnisch nachzurüsten.

Wenn es denn unbedingt die Verfüllvariante sein muss:
- Wasseranschluss nach oben in den Hausanschluß- oder Hauswirtschaftsraum Verlegen lassen,
- Mit Recyclingmaterial auffüllen lassen,
- Unterbeton drauf,
- normalen Bodenaufbau (Abdichtung, Dämmung, Estrich oder Dielung) drauf,
- fertig.

Dabei sollte aber die Zugangsmöglichtkeiten beachtet werden.
Wer will schon ein paar LKW- Ladungen mit der Schubkarre transportieren?

Viele Grüße