Ausfachung mit Leichtonmörtel v. Bayosan

18.02.2006



Hallo,wer weiß Rat ?
Bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen, ev. kann
mir jemand mit Rat helfen der ähnliches Prplem hatte.
Habe 1996 in Dresden ein neues Fachwerkhaus gebaut.
Die Ausfachung( ca. 250 mm dick )habe ich kpl. mit
Leichttonmörtel(Zementgebunden)von der Fa.Bayosan
ausgespritzt.
Nun meine Frage; zwischen Holz und Ausfachung hat sich z.t.
ein Spalt von ca. 5 bis 10mm gebildet, ev. war das Holz noch nicht ganz so trocken wie es hätte sein sollen. Wie dichte ich diese Spalte am besten und wirkungsvollsten ab?
Über Ihre Antworten würde ich mich sehr freuen



Schlechte Ratschläge



Leider ist der jetzige Mangel schon der gravierendste und läst sich so ohne weiteres nicht aus der Ferne beurteilen.
Sollte eine Abdichtung vorgenommen werden, so wäre diese nur eine Schönheitsmakulatur, aber kein wirksamer Schutz.
Baufeuchte dringt ein und will auch wieder hinaus.
Dichtet man nun Gefach umlaufend mit elastischen Zeugs ab, wird sich über kurz oder lang ein weiterer Bauschaden bilden (weitere Ausplatzungen, Feuchteansammlung in den Massivasfachungen).
Und wie ist der Umstand unter dieser Gegebenheit hinsichtlich Winddichtheit?

Grüße zur Thematik und sollte präziser Handlungsbedarf bedstehen, muß man sich dies auch genau am Baukörper anschauen.



Kalkmörtel



würde ich nehmen. Kein Dichtstoff oder -Masse. Wenn die Fugen wirklich 5-10mm breit sind, dann könnten Sie dort einen Kalkmörtel hineinbekommen, teilweise evtl. etwas nachkratzen, wenn es zu eng ist. Ich denke, das wäre für das Holz am besten, da ein Kalkmörtel in der Lage ist, Wasser vom Balken wegzuleiten - in die Putzfläche, wo es später verdunsten kann. Was sagt denn Bayosan dazu? Viele Grüße, Johannes Prickarz



Kalkmörtel



ist nicht die einzige Möglichkeit. Wie aber der Kollege von LehmHandwerk schon ausgeführt hat ist das Kind bereits in den Brunne gefallen. Es scheint als wäre das Holz wirklich noch zu feucht gewesen. Neues Holz im Fachwerk verbauen ist heikel. Ich hatte an meinem Haus im zweiten Jahr den größten Schwund, obwohl das Holz getrocknet verbaut wurde. Auch von mir den Rat auf keinen Fall Dichtstoffe verwenden, du würdest den Schaden auf Dauer nur vergrößern. Mein Tip wäre Fugen aufkratzen bzw. aufschneiden damit man sie ordentlich verfüllen kann. Dies dann mit Kalkmörtel oder Lehm ausführen. Eine abschließende Beurteilung kann allerdings, wie vor schon genannt, nur nach Ortsbesichtigung erfolgen.

Gruß Harry