Innendämmung von dünner Ziegelwand

03.02.2015



Hallo,

vor zwei Jahren habe ich mir ein recht altes Haus zugelegt (mind. 1880) welches irgendwann zu DDR-Zeiten einen kleinen (ca 20qm) Anbau erhalten hat, Aufgebaut mit 8x 24cm dicken Stützpfeilern und je 12cm dicken Wand dazwischen.
Den Anbau haben wir nun entkernt und geplant von aussen zu isolieren, mittels Isover-Dämmplatten und hinterlüfteter Fassade.

Leider liegt eine Mauer direkt auf der Grenze zum Nachbarn, der mir hier derzeit noch nicht entgegenkommen mag.
Nun ist die Überlegung die Isolierung zumindest an dieser einen Wand von Innen zu bewerkstelligen.
Wäre es sinnvoll Multipor (14cm) vollflächig zu verkleben? Oder könnte es bei der dünnen Ziegelwand aufgrund von Feuchtigkeit von aussen zu Problemen kommen.

Ein Bauberater war schon da, der meinte jedoch das Dichtschlämme drauf soll und dann EPS-Platten.

Macht die Dichtschlämme tatsächlich Sinn, oder würde diese "zuviel" abdichten?

Was wäre Sinnvoller, EPS oder Multipor?

Viele Grüße,
David



Also



Dichtschlämme drauf soll und dann EPS-Platten mach überhaupt kein Sinn!

Multipor ist eine Alternative wobei 14 cm schon sehr viel (Hier schlagen die Wärmebrücken erheblich zu). Bei der Innendämmung sind die ersten Zentimeter die wichtigsten, viel hilft leider nicht viel.

Grüße Gerd



Wenn man



bei der Dämmstärke auf Nummer sicher gehen will müssen eben an Wand und Decke die entsprechenden Dämmkeile verarbeitet werden. Wichtig ist bei so einer dünnen Wand dann eben nur, dass von aussen Konstruktiver Schutz gegen Witterung da ist.

Grenzwände sind ja häufig dafür genutzt, vom Nachbarn als Schmuddelecke zugestellt zu werden. Hier ist die Gefahr von Feuchtigkeit durch die Wand eben größer.



Leichtputz außen und Innen 2.te Mauer



Bei einer so dünnen Wand würde ich Außen einen Leichtputz auftragen, gerne ca. 2cm und innen eine zweite Wand aus leichten Ziegeln und den Zwischenraum mit einer Dämmschüttung auffüllen. Ziegel ebenfalls mit Leichtputz verputzen, der hat eine gewisse Dämmwirkung. Keine Dispersionsfarbe, sondern Silikatfarbe oder ähnliches diffusionsoffenes Farbmaterial.
Gruß
Matthias





Vielen herzlichen Dank schon einmal für eure Kommentare.

Was die Kombi aus EPS & Dichtschlämme angeht so nehme ich an das dies keinen Sinn macht da das EPS ohnehin schon Diffusionsdicht ist?

Wie sieht es in der Kombi mit Multipor aus? Auch dort unnötig?

Die Pfeiler stehen derzeit jeweils 14 cm in den Raum und so hatten wir vor den Innenraum zu füllen und zusätzlich eine Isolierende Wirkung zu erhalten.
Die Dicke der Multipor-Platten hatte ich also weniger wegen der Isolierung so gewählt, sondern vielmehr um eine gerade Fläche an der Wand zu erhalten.
Gäbe es andere Möglichkeiten auf die Stärke zu kommen ohne zu sehr zu Dämmen?

Bezüglich der Dämmkeile.
Da auf der Mauer direkt die Dachbalken (Pultdacht) und die Beplankung aufliegt? Wie würde man diese anbringen? Die Decke selbst soll abgehangen werden, mit Isolierung dazwischen.

Die Idee mit der zweiten Wand und der Dämmschüttung finde ich auch nicht so verkehrt, werde ich mal mit meinen Helfern besprechen.

Viele Grüße,
David



Mauerwerk



Mauern Sie die Felder zwischen den Pfeilern aus, mit Porenbeton oder Poroton. Dann mehrlagig putzen, Übergänge armieren. Den unterschiedlichen Dämmwert zwischen Pfeilern und Wandfeldern kriegen sie nicht weg.



Stützpfeiler



Woraus bestehen die Pfeiler ?

Beton -> besonders gut wärmeleitend, sollte man unbedingt rundum dämmen.

14 cm Multipor fände ich übertrieben, auch wenn die EnEv da vielleicht anderer Meinung ist. Bei uns kam in einem Raum 6 cm zum Einsatz.

Tipp: Neuer Amortisationsrechner auf u-wert.net, da kann man die energetische und finanzielle Amortisationszeit von zusätzlicher Dämmstärke berechnen. Multipor in zwei Schichten eingeben, dann kann man sehen wie schnell sich die Zusatzdämmung lohnt. Von 6 auf 14 cm nach meiner Rechnung etwa 8 Jahre.