Innendämmung - Fachwerkfassade erhalten

24.07.2018 Sander



Hallo Zusammen ich bin neu hier, habe schon einiges mitgelesen und nützliche Tipps nutzen können.

Nun stehe ich vor einer Herausforderung: Ein ehemaliger Stallteil soll zu einer Wohnung ausgebaut werden (75m2). Leider bin ich total unsicher wie ich die Innenwände dämmen kann und das Fachwerk erhalten kann. Das Fachwerk ist ausgemauert, jedoch sehr ungleichmäßig und undicht. Von außen soll das Fachwerk erhalten bleiben.

Ich würde mich über Anregungen und Tipps freuen !

Vielen Dank !



Eine Möglichkeit besonders bei unebenen Untergründen



Ein möglicher Ansatzpunkt können die Innendämmsysteme der UdiDÄMMSYSTEME GmbH (https://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/community/a/showMitglied/18918$.cfm) sein. Das Thema Innendämmung stellt hier einen Schwerpunkt dar. Gerade das UdiIN RECO System kann bei Projekten mit unebenen Untergründen zum Einsatz kommen. Der flexible Untergrundausgleich aus Holzfaser passt sich hohlraumfrei an die vorhandene Konstruktion an. Dies bietet ein Höchstmaß an Systemsicherheit und Langlebigkeit.



Ausgleich nur + - 20mm



Vielen Dank für die Antwort und Anregung. Ich habe mich mit dem System belesen. Leider ist nur ein Ausgleich bis + - 20 mm möglich. Meine unabenheoten belaufen sich jedoch auf bis zu 90-110 mm.

Ich bin am überlegen ob ich die Variante mit der Leichtlehmschüttung nutze!

Besten Gruß

Julian



Sprühen



Für diese Situationen gibt es Zellulosedämmung zum sprühen.
Homogen, kapillar, sorptionsfähig. Verputzt mit Lehm oder Kalk.
Mal nach Climacell inside suchen. Gibt auch Videos im Netz.
Gruß
Simon



Ja, die Industrie



bietet so vieles.

Wenn man hier im Forum aufmerksam liest, wird man immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Innendämmung nicht stärker als max: 80 mm ausgeführt werden sollte.
Warum ? ....... weil es sonst Bauschäden im erhöhten Maße gibt.

Als Ideal werden 40 - 60 mm angesehen.

Und dann noch eine Frage meinerseits:

Muss eine Wand, im Fachwerkhaus, zwingend Lot gerecht und rechtwinkelig ausgeführt werden ?
Ist es nicht viel sympatischer auch mit schiefen, unebenen Wänden zu leben.

Das ist doch das schöne am Fachwerkhaus und der Unterschied zur Moderne.

Außerdem kann eine schiefe Wand auch Vorteile haben.
Hinter einem, an der Außenwand, aufgestelltem Schrank z. B. kann die Luft zirkulieren, was wiederum gut ist um Schimmel zu vermeiden.

Mal drüber nachdenken, vielleicht wird es dann einfacher.

Viele Grüße
Hanno



Du hast recht...



Hallo Hanno, du hast vollkommen Recht!
Ich habe mich jetzt entschieden und werde mit Lehmmörtel das Fachwerk ausgleichen und dann mit einer 4 cm oder 6 cm Holzfaserplatte mit einem Lehmputz arbeiten. Somit bleiben die Wände so “natürlich gerade” und der Charme bleibt erhalten!

Besten Gruß Julian



Frauenhofer Institut sprach vor vielen Jahren von 6 cm...



und damit, gekoppelt mit einem sinnvollen Heizungssystem habe ich die besten Erfahrungen gemacht, siehe link:https://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/34219$.cfm . Unser Problem heute ist, das wir das Haus nicht mehr komplex betrachten.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Man beachte aber....



...wenn man mit Holzweichfaserplatten arbeitet, dass darin keine Befestigungen möglich sind, die eine gute Haltbarkeit von angehängten Elementen dann ermöglicht.
Aus gerade diesen Gründen haben wir seit Jahren unsere Anwendungssysteme auf Heraklith magnesithgebundenh umgestellt.
Sind außerdem noch schimmelresistent ausgewiesen.