Horizontalsperre mittels Paraffininjektion

27.11.2005



Hallo,
habe in meinem Haus (Bj. 1903) Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit (wegen fehlender Horizontalsperre) im Keller. (Hinweis: Andere Ursachen für die Feuchtigkeit können weitestgehend ausgeschlossen werden.) Hatte vor 2 Jahren den Keller mit einem Sanierputz neu Verputzen lassen. In einem Raum zeigen sich nun jedoch in einer Höhe bis 60 cm leichtere Salzausblühungen und das Ablösen der Farbschicht. Nun zu meinen Fragen: Ist das nachträgliche Einbringen einer Horizontalsperre mittels Injektionsverfahren (Paraffin bzw. Silikonemulsion) langfristig erfolgreich? Reicht es aus nur in den betroffenen Teilbereichen diese Maßnahme durchzuführen? Sind Kosten von ca. 200€ je Meter Abdichtung üblich?
Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte.
Frank Leistenschneider



sicher?



ich meine, ein altbaukeller! und wenns keine horizontale sperre hat, wirds erst recht keine vertikale abdichtung haben. ein altbaukeller bleibt ein altbaukeller und wird keine weiße wanne. was soll eine horizontalsperre gegen angrenzendes erdreich ausrichten?
by the way, 200 euro scheinen mir recht teuer, ich habe mein haus zwar im sägerverfahren horizontal abgedichtet, musste aber mehrere direkt ans haus angebaute denkmalgeschützte außenmauern entkoppeln, mangels Fuge blieb da auch nur der versuch mit der injektage: preise laut meiner rechnung: 60-100 euro (zzgl. mwst) - je nach Wandstärke (zw. 43 u. 70cm). obs funktioniert: beten soll helfen :-))) die zeit wird es zeigen (oder auch das gegenteil). zumindest hat die ausführende firma sehr ordentlich gearbeitet und die abstände viel geringer gewählt, als vom Hersteller angegeben und auch mehrer reihen nebeneinander. aber natürlich war es eine gesamtkalkulation, das bitte auch bedenken, es war ja keine einzelner klein-auftrag.
und bedenken sie auch, dass sie sich im fundament-bereich befinden, sie sollten da nix bosseln, ohne einen Statiker zu rate zu ziehen; eine Trockenlegung kann auf ein Fundament durchaus aus negative auswirkungen haben - in meiner gemeinde, die mit altbausubstanz reichlich gesegnet ist, gibts ein paar hübsche beispiele: gewölbekeller, die nach der trockenlegung (vertikale und horizontale abdichtung, Lüftung und tod und teufel), akut einsturzbedroht sind - leider hat man wohl nicht bedacht, dass dann die salze anfangen, auszukristallisieren.



Wie gut ist eine Horizontalsperre?



Vorab, warum sind Sie so sicher, dass andere Ursachen ausgeschlossen werden?
Ob überhaupt eine Horizontalsperre notwendig ist, sollte schon genau untersucht werden!
Woher kommt denn die Feuchte?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Vor 2 Jahren wurde hier eine Horizontalsperre mit Paraffin ausgeführt. Dazu wurde eine Schleierinjektion angebracht und Sanierputz ausgeführt.
Ob dieses Ergebnis so gut ist?
Mich würde dies nicht zufriedenstellen.



Dazu noch ein Bild von der schleierhaften Injektion, vorher...das selbe Objekt.



Wenn eben falsche Masnahmen durchgeführt werden und nicht gut gearbeitet wird, dann schaut es eben nach nur 2 Jahren so aus wie oben gezeigt.



wobei



das schon nach pi-mal-daumen ausschaut :-))) hier ein dübelchen und da ein dübelchen und dort könnte auch noch eins hin...



gibt es andere Lösungen?



Hallo,
vielen Dank für Ihre Antworten.
Hr. Bromm:
Vertikale Abdichtungen wurden durch Freilegen des Fundamentes im Außenbereich bereits durchgeführt. Weiterhin ist mein Keller ebenerdig zu betreten, so dass Erdreich tatsächlich nur im Fundamentbereich anliegt. Zu welchem Verfahren würden Sie raten?



Dazu braucht man noch mehrere Angaben



Welcher Baustoff?
Welche Nutzung ist vorgesehen?
Verputz?
Feuchte im Baustoff uzsw..
Ich denke Sie sollten mit mir Kontakt aufnehmen, um weitere Details zu besprechen.
Ausnahmsweise weil ich auf der Heim und Handwerk in München auf der Messe arbeiten darf.



Trockenlegung



Zur Trockenlegung ist unter Fachthemen bei
www.wohnhaus-kompetenzzentrum.de etwas nachzulesen.
Wenn´s nicht reicht- bitte anrufen.

Tel.: 0371-210086

Gruß Bernd