Welche Heizung ist die richtige?

08.09.2009



Hallo an Euch

Wir haben vor ein 100Jahre altes Fachwerkhaus uns zukaufen.
Ein Vertgutachten haben wir bereits bekommen, das Problem ist am Haus es gibt nur eine Ofenfeuerung. Das Haus hat 120qm Wohnfläche eine gut erhaltene Scheune im Hof die man auch zu einer Wohnung ausbauen könnte sprich platz ist genug vorhanden für eine moderne Heizung.
Aber welche Heizung ist die richtige für das Haus??

Danke schon mal für die Antworten



Nun ja, eine sehr allgemein gehaltene Frage,



aber wie sagte schon unser aller Dichterfürst: "Selbst der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt."

Also was gibts,

Öl
Gas
Pellets
Holz
Elektro
Sonne
Erdwärme

Wieviel Leute seid ihr, wieviele davon berufstätig? Wieviel Geld seid ihr bereit, für die Heizung hinzublättern? Seid ihr ökologisch eingestellt? Liegt ein Gasanschluß am Haus? Von wieviel Einzelöfen wird das Haus bisher beheizt/wieviel zu beheizende Zimmer? Wie lief die Heißwasserversorgung bisher?

Am Ende ist ein "Energiemix" das Angesagte, bitte nicht über eine Ölheizung nachdenken...

Gruß...J.



Antwort



Wir sind beide Berufstätig sprich meine Frau und Ich,
das Haus wird in der oberen Etage mit ein alten Kachelofen befeuert der in der Etagen mitte eingebaut ist und 4 Zimmer beheitzt. Untere Etage ist ein großer Ofen der jetztige Eigentümer (83 Jähriges Ehepaar) sagte das sie immer alle Türen im Haus aufgelassen hat damit es Warm wurde. Insgesammt werden es ca 10 Zimmer werden die Beheitzt werden sollen (Nach Umbau usw)

Gasanschluß liegt vor dem Haus aber da die Gaspreise auch nicht grade niedrig sind will ich das nicht im Bezug nehmen.
Erdwärme wird schlecht da wir hier 500 hoch liegen und das Haus auf Masiefen Fels gebaut wurde.

Die Warmwasserversorgung läuft zZ über einen E-Boiler.

Für die Heizung haben wir ca 15000-20000 euro eingeplant.



Welche heizung ?



Hallo,

dafür kriegen Sie einen Scheitholzkessel für 50 cm lange Scheite und eine moderne Installation mit Verrohrung und Radiatoren.
Frage ist aber, ob das so richtig ist.
Denn dann müssen Sie Holz hacken: 7 bis 15 Meter im Jahr.
Es ist aber unschlagbar wirtschaftlich.

Moderner geht es auf Holzbasis mit einer Pelletsanlage mit automatischer Fütterung. Der Preis orientiert sich am Gas, weswegen auch gegen moderne gasnutzung nichts gesagt werden kann.

Möglich: Brennwertkessel + Solarthermische Kollektoren zur WW-Bereitung und Heizungsunterstützung oder
Gasbrennwert + Mikro-Blockheizkraftwerk.
Über diese Dinger lasse ich gerne mal was zukommen, wenn es Sie intressiert.

Grüße vom Niederrhein



Welche Heizung



Hallo und danke für die Antwort

Ja Holtzscheitkessel habe ich schon überlegt da hier sehr viel Wald ist wäre es eine gute Alternative wobei das Blockheizkraftwerk sehr interessant ist. Wäre sehr nett wenn Sie mir einige Info zukommen lassen könnten.



aha, auf meine Antwort wird kein Bezug genommen,



na dann viel Spaß mit dem Scheitholzkessel und gleichzeitiger Berufstätigkeit...

Gruß...J.



welche heizung



doch doch die habe ich vernommen nur ist es doch eine alternative zum gas mein ich damit



" bitte nicht über eine Ölheizung nachdenken..."



Tja, also ich habe Öl. Und ich finde es gut!

- es ist die günstigste Art zu heizen (rechnet man derzeitge Anschaffungs- und Brennstoffkosten)

- es ist technisch ausgereift und störungsfrei

- die Versorgung ist sicher (zumindest derzeit; es gibt hunderte von Ölhändlern)

- ich habe (mit 3000 L Öltank) Vorräte für mehr als ein Jahr

- ich kann dann tanken, wenn die Preise niedrig sind

- verbrennt sauber (im Gegensatz zu meinen Nachbarn mit Kamin - heizen die mit Müll oder was ??)

Ehrlich, so schlecht finde ich Öl gar nicht. Derzeit würde ich mir's wieder kaufen, Niedertemperaturkessel von Weishaupt mit genial einfacher und effizienter Regelung

Ansonsten: Auch mal bei Haustechnik-Dialog reinschauen (http://www.haustechnikdialog.de/) da führen die tausender solcher Diskussionen.

Wichtig: erst dämmen, dann Heizung kaufen.

Angesagt ist derzeit die Wärmepumpe, aber das geht wohl nur mit niedriger Vorlauftemperatur, also bei gut gedämmter Hütte.

Gruss
stt



@S Tra



d



Also, lieber Jürgen



Realität ist ja auch wichtig, nicht nur "Zukunft".

Und da sieht es eben so aus, dass für die nächsten Jahre und wohl auch Jahrzehnte die Versorgung mit Öl durchaus gewährleistet ist - und länger hält eine Heizung üblicherweise nicht.

Auch alle anderen Aussagen stimmen, was auch nachprüfbar ist.

Wer in diesem Forum nachfragt, braucht guten Rat, und keine Ideologie(n), da sind wir uns doch wohl einig, oder?

Gute Nacht
stt



j



j



wie war das noch?



Will mich ja nicht streiten, und schon gar nicht so kurz vor dem Träumen, aber

wie war das noch letztes Jahr?

"ja heutzutage klappt das noch...morgen werden die Karten neu gemischt..."

Als der Preis für Öl stieg, stieg auch der für Gas. Und dann der für Pellets. Und sogar der für Holz.

Dieses Jahr fiel der Ölpreis aber schon wieder um 70%. Ist das bei Gas und Pellets und Holz auch so? Ne, nä?

Alle Energieträger konkurrierten miteinander. Es wird nicht passieren, dass nur einer davon teurer wird.


Gute Nacht und schöne Träume* wünscht
stt

* und für Jürgen noch extra bessere Umgangsformen



Naja,



will mich nicht mit einem Ölheizer streiten...

Gruß...J.



Hallo Rene,



ich kann nur empfehlen, vorher mal mit eurem Schorni zu sprechen, der muss das Ganze nämlich abnehmen und kann dir sagen was dein Kamin für eine eventuelle Neuinstallation hergibt. Und denkt auch an die 2 Wochen Skiurlaub, wer heizt dann?

Gruss, Boris



Danke



Danke für die zahlreichen Antworten, werde mir die ratschläge durch den Kopf gehen lassen und mit mein Installateur reden.



Stop!



nix Installateur, der installiert, was Sie beauftragen, im Zweifelsfall das, was er immer macht.

Meine Frage nach der Berufstätigkeit und dem Gasanschluß zielte Richtung (Heiz)komfort. Sie können doch das Haus im bisherigen Sinne weiterbeheizen und trotzdem zwanglos ein kluges Heizsystem andenken.

Der Gasanschluß (ich wünschte, ich hätte so was) deckt im Notfall immer die Heizlastspitzen ab, auch in einem ausgeklügelten Wohnraumwärmekonzept.

Beispiel: Sie kommen im kältesten Winter nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Bude saukalt. Sie heizen ein und wenn es dann mal endlich warm wird, wird es Zeit, ins Bett zu gehen. Schöner wär es jedoch, die Hütte ca. 2 Stunden vorher anzuwärmen. Das geht mit Gas und das ist die preiswerteste Heizungsanlage, die es gibt.

auch wenn Solarwärme oder anderes dazu kommt, ist ein Gasanschluß nie überflüssig.

Gruß...J.



Stop...



...Jürgen. Fast richtig ;-)

Es gibt mittlerweile auch "intelligente" Scheitholzanlagen, die mit Gluterhaltung arbeiten (meine z.B.).

Auch in kalten Wintern ist es möglich, die Heizung so einzustellen (max. 9 Std.) dass die Heizung läuft wenn man nach einem anstrengenden Tag Nachhause kommt.

(Ne Sch... Arbeit ist es aber trotzdem, weil das Holz eben aufgearbeitet, wenn aber gekauft, mindestens gestapelt werden muß).

Und wie oben schon geschrieben: Winterurlaub ist nicht, es sei denn man hat einen netten, geduldigen Nachbarn der sich drum kümmert.

@s.trapp
Hammerspruch:
"Und da sieht es eben so aus, dass für die nächsten Jahre und wohl auch Jahrzehnte die Versorgung mit Öl durchaus gewährleistet ist - und länger hält eine Heizung üblicherweise nicht.
"

"Kurzfristiger" oder auch mit weniger Weitblick geht es ja kaum. Nichts für Ungut.
Und wie sieht es denn z.B. mit Co² beim Öl (und auch beim Gas) aus?
Wieso verbrennt eine Ölheizung sauber? Weil man nichts sieht?



Über Strahlungsheizung (Hüllflächentemperierung)



lohnt sich schon nachzudenken.
Grüße aus dem Leinebergland von
C.Jaskulski



Strom?



Wie stehts eigentlich mit Strom als Zusatzheizung?
Also normal mit Ofen heizen und wenn man mal eine Woche weg sein sollte oder als Zusatzheizung mit modernen Elektroradiatoren oder sowas beiheizen.

Wie viele 2-Wochen Winterurlaube kann man mit Elektro beiheizen bevor sich der komplette Einbau einer Zentralheizung (egal ob Gas oder Öl oder Erdwärme) rechnet?



Na ja,



5 Ölradiatoren auf Stufe 1
= 5KW/h à 0,20€
= 1€/h
= 24€/Tag
= 168€/Woche

...apropos, könnt ihr überhaupt Skifahrn?.....

;-) Boris



Der arme Wald



Ach ja, Martin, und du meinst, die ganze Welt soll jetzt mit Holz heizen, ja? Prima ökologisch gedacht.

Die armen Wälder!

Denk bitte auch mal über die Abholzung der Urwälder (in den Tropen UND in den borealen Gebieten) nach. Und das daraus resultierende Artensterben.

Und wer soll dann das CO2 binden?

stt (mag Bäume)



Jo, schon klar!



... ich heize ja auch mit Tropenholz.

Schon mal was von nachhaltiger Forstwirtschaft gehört?

I mog nimmer und klinke mich hier aus.

ermüdete Grüße an die Ölheizer
Martin



Zurück zumMittelalter?



Ich glaub ich muss das hier auch nochmal schreiben:

Im Mittelalter und in der Neuzeit war Holz in D die einzige nennenswerte Energiequelle (na ja, neben Wasserkraft und Windmühlen).

Und, was passierte?

OBWOHL der Energiebedarf damals niedrig war, sicherlich noch nicht mal ein Zehntel des heutigen Energiebedarfs, wurden die Wälder fast komplett abgeholzt.

Erst die Einführung der Kohle im 19. Jahrhundert als Energieträger führte zur Erholung des Waldes.

Schau(t) dich (euch) mal um - wieviele Bäume, selbst in den entlegensten Gebieten - sind älter als 200 Jahre ? Buchen und Eichen uva würden gut und gerne 300 - 500 Jahre alt, und älter.

Richtig: KEINE (bis auf gaaanz wenige Naturdenkmäler).

Was lehrt uns das? Vorsicht: Der Wald ist schneller erschöpft als man denkt, und reicht ganz sicher nicht zur Deckung unseres heutigen Energiebedarfs.

Was natürlich nicht heisst, dass man Holz, wenn man's billig kriegt und /oder wenn's eh nur rumliegt, nicht auch mal verheizen kann.

Nur: Es muss daneben auch noch was anderes geben.

Gruss
stt



Wie gesagt...



...ermüdete Grüße.



ja genau



ich les jetzt auch noch'n bisschen und leg mich dann hin

mach's gut und hab's schön warm



Guten Morgen ihr Nachtschwärmer!



Ich würde sagen die gesunde Mischung macht es. Ganz Klimasauber werden wir es sowieso nicht hinbekommen. Es gibt so viele Möglichkeiten zu Heizen, doch Öl und Gas find ich nun auch nicht gerade die tollsten. Es gibt Wärmepumpen (Erde, Luft, Wasser), Hackschnitzelheizung, Stroh, Pellets, Blockheizkraftwerk mit Bioöl, Solar, Biomassegas.
Aber alle diese Möglichkeiten haben auch Ihr für und wieder.
Es kann auch nicht jeder mit dem selben Material Heizen, dann wäre vielleicht auch die schwarze Soße schon alle bei 5 Milrd.Menschen. Aber auch die Oben genannten haben Ihr wieder, obwohl diese zu meinen Alternativen zählen. Bei Wärmepumpen z.b. wird nicht wenig Strom verbraucht, bei Stroh gibt es die Meinung, dass alle Brennstoffe die aus bäuerlicher Biomasse bestehen und zu Energie umgewandelt werden, der Erde (Boden) dann als Humusschicht fehlen und dies Einfluss auf Klima und Umwelt (OZON) hat. BIO- Öl für BHKW´s kommt oft aus der dritten Welt und schädigen gleich mehrfach die Umwelt (Abholzung Tropen, lange Transporte).
Da gibt es aber die Hoffnung des Bio-Öl der neuen Generation. Z.B. Aus Allgen oder Müll. Holz! stt.(S. Trapp) hat schon recht, der Wald langt nicht für alle. bei Pellets ist es zur Zeit so, dass die Verarbeitung aus Industrieresten noch lange nicht ausgeschöpft ist (ca 10%). Aber! Kostet auch Energie, aber die Späne sind da. Leider ist auch der Preis nicht ganz so super. Es gibt Stimmen die behaupten, dass man der Erde mit Solaranlagen Lebensenergie entziehen würde, wenn es zu viele werden würden (z.B. wenn man die ganze Sahara voll stellen würde).
Fazit! Ich Feuer auch mit Holz. Das fällt halt an bei uns.
So bis später, jetzt geh ich ersteinmal mei Schornstein (of sächs´sch Esse) abreißen und hochmauern, denn auch das hat nachteile.

Gruß Ronny



168€ die Woche geht doch ...



@Boris

Hm das geht doch dann eigentlich ...

Wenn ich mal 30tsd€ Anschaffungskosten für einen Heizkessel samt Heizkörpern und Rohren rechne (kommt man damit eigentlich hin?), kann man viele Skiurlaube machen bis man das nachholt. Zumal ich nicht mal Skifahren kann wie du schon richtig vermutet hast.

Glaubenskriege haben mich noch nie interessiert, mich würde hier einfach mal die Wirtschaftlichkeit interessieren.



@Anna:



Fand ich klasse deinen Einwand, zumal die Herstellung der Hzg. ja auch Ressourcen verbraucht.
Ein Norweger hat für Autos mal durchgerechnet,das aus Sicht der Gesamtenergiebilanz es wesentlich ökologischer ist, einen alten "Stinker" zu fahren, statt sich ne neue "Öko-Kutsche" zu kaufen.

Ausserdem nimmst du ja wohl selbstverständlich Öko-Strom, oder?

Der is bestimmt auch sanfter zu deinen Haaren beim Föhnen...

;-) Boris