Gewölbe offen - 2. Versuch

06.12.2011


Hallo liebe „Fachwerkler“,

beim ersten mal gabe es leider keine Meinungen, Hinweise, etc., deshalb probiere ich es noch einmal.

Folgender Sachverhalt, in Vorbereitung auf den Neuaufbau Boden über einem Gewölbekeller, habe ich Dielen, Balken + Sandschüttung entfernt.
Auf Grund eines Schadens am Vorlauf der Heizung, welcher von diesem Zimmer von aufputz auf unter Estrich im Nachbarzimmer führt, das Wasser läuft vom Nachbarzimmer durch die Wanddurchführung in das Zimmer mit dem freigelegten Gewölbe, kann ich das Gewölbe jetzt leider nicht zügig wieder abdecken (Leichtbeton).
Frage: Wie lange kann ich ein Gewölbe ohne Auflast stehen lassen?

Desweiteren, war die Meinung des Estrichlegers, dass keine weiteren Vorarbeiten am Gewölbe notwendig sind, sondern der Leichtbeton direkt aufgebracht wird. Der Sand war im Bereich der Zwickel verfestigt, wie weiß ich nicht und nach dem entfernen haben sich ein paar größere Spalte im Anschlussbereich Wand gezeigt. Ich frage mich jetzt, ob ich nicht doch noch die Zwickel mit Estrichbeton auffülle und zwar nur bis auf Niveau Oberkanter der Feldsteine (siehe Bild). Die Gewölbe kappe ist recht uneben, empfiehlt es sich hier doch noch vor dem Leichtbeton die Kappe mit einem Zementputz vorzubereiten?

Danke für Eure Hilfe!

Viele Grüße,
Jörg



die Auflast auf dem Gewölbe



Hallo Jörg,

zu Deiner Frage:
Wie lange kann ich ein Gewölbe ohne Auflast stehen lassen?
in dem Fall wie Radio Eriwan, ganz lange, oder gar nicht,
wenn größere Schäden wären, lägen die Steine schon im Keller,
möglichst wenig auf dem Scheitel und auf dem Gewölbe herumlaufen, beim füllen eine Diele zur Lastverteilung drauflegen, sind unter dem Gewölbe die gleichen Wände wie auf dem Bild??
bei der Sandverfestigung war wohl ein wenig Kalk als Bindemittel drinnen, die größeren Spalte, ich nehme mal an in den Fugen, wie breit sind diese?? diese vermörteln,
was bringt der Estrichbeton im Zwickel??? nur zusätzliche Last
auf den Kämpfer, augenscheinlich stören die Unebenheiten auf dem Gewölberücken nicht, vertraue mal Deinem Estrichleger,
was versteht er oder Du unter Leichtbeton?? Rohdichte, Zuschlag welcher, wie stark kommt der über den Scheitel?? wie wird weiter aufgebaut,?? Statik aus der Ferne,§%&?, vielleicht brauchts deshalb 2 Versuche, hol Dir einen mittelalten
Maurer dazu, dann hast mindest 2 Meinungen,
grundsätzlich darf man alles können, nur nicht alles treiben!
gutes gelingen, Martin



Gewölbe



Was bringt der Estrichbeton im Zwickel?
1. zusätzliche Last- die stabilisiert das Gewölbe und erhöht damit die Tragfähigkeit,
2. zusätzliche Festigkeit, größerer Bereich für die Stützlinie- höhere Tragfähigkeit.
Damit Punkt 2 zum Tragen kommt ist für eine schubsichere Verbindung zwischen Estrichbeton und Gewölberücken zu sorgen.

Viele Grüße



Ich entnehme...



...Ihrer Antwort, dass das Einbringen von Zwickelbeton sinnvoll bzw. notwendig ist!?
Schubsichere Verbindung heisst keine Trennschicht, also direkte Verbindung der Ziegel mit dem Estrichbeton!?
Die entscheidente Frage ist leider unbeantwortet geblieben.

Wie lange kann ich das Gewölbe ohne Auflast stehen lassen?

Schäden sind nicht zu erkennen, der Gewölberücken ist halt uneben, heißt nicht ganz Plan. Sieht aber aus, als ob dies schon seit dem Einbau so ist.

Ich werde jetzt erst einmal Estrichbeton in die Zwickel einbringen, bis auf Höhe der Feldsteine.

Leichtbeton wird Thermozell 250 bis ca 5cm über Gewölbescheitel. Dann Sauberkeitsschicht, PE Folie (oder doch besser Schweißbahn?), Styrodur 10cm, Trockenestrich und Endbelag Kork.
Und ja, die Wände laufen unterhalb des Gewölbes weiter, es überspannt also nur den Bereich der Grundfläche Zimmer.
Rechts und Fotoposition sind Aussenmauern, links schließt sich ein Bad über Gewölbe an mit einer Mauer im Keller noch einmal getrennt und Bildausschnitt ist Mauer zum nicht unterkellerten Bereich. Ist übrigens Hochparterre.

Danke schon einmal für die Antworten!

Viele Grüße,
Jörg