Aufbau neue Bodenplatte im Innenbereich, Feuchtigkeit in Grundmauer

24.12.2008



Hallo Gemeinde,

ich baue gerade einen Raum im EG meiner 150 Jahre alten Scheune zum Wohnbereich aus. Folgender Sachverhalt:

- Fläche 7,50 x 3,70 m
- den alten Fußbodenaufbau, bestehend aus Sandsteinplatten, altem Beton und gestampftem Lehmboden habe ich entfernt und ca. 0,5 m tief ab UK Schwellbalken ausgeschachtet. Erde ist leicht feucht bis trocken
- Grundmauern bestehen aus Sandstein und sind meines Erachtens nach leicht feucht. Die darauf liegenden Schwellbalken fühlen sich im unteren Bereich auch ein wenig feucht an, sind aber von der Substanz her noch vollkommen intakt. Eine Horizontalsperre gibt es (zumindest offensichtlich) nicht.

Nun stellt sich mir die Frage nach dem optimalen Fussbodenaufbau. Mir schwebt eine Betonbodenplatte mit Fussbodenheizung vor, folgender Aufbau:

- 15cm kapilarbrechende Kiesschicht
- PE-Folie
- 15cm Betonplatte
- Sperrbahn (Bitumenschweißbahnen, je 10 cm überlappt)
- 8 cm Uponor Noppenplattensystem Tecto ND30-2 (Dämmung+Basis für Fußbodenheizugn)
- 2 cm Heizschläuche
- 4 cm Estrich
- 1,5 cm Oberbelag (Fliesen o.ä.)

Fragen:
1. Ist der Aufbau prinzipiell richtig? Gibt es Alternativen?
2. Sollte man die 15cm-Betonplatte konstruktiv armieren?
3. Reicht die Feuchtigkeitssperre aus?
4. Welche Möglichkeiten gibt es, die aufsteigende Feuchtigkeit in den Grundmauern gegen den Schwellbalken zu zu isolieren? Wie sicher sind hier Injektionssysteme oder wäre ein Einbringen einer mechanischen Horizontalsperre (Dachpappe) die bessere Lösung? Wie erfolgt die Anbindung an die Feuchtigkeitssperre der Bodenplatte? Kann durch Dampfdiffusion bzw. Diffusionsdruck die Grundmauer noch stärker durchfeuchten?

Allen Ratgebern an dieser Stelle schon mal herzlichsten Dank!

Weihnachtliche Grüsse,
Stefan Ortmann



deckel auf dem topf!



hallo erstmal.
ich werde ihnen leider nicht die ideallösung liefern,aber einen denkansatz geben.
das mit dem ausschachten war auf jeden fall eine gute sache und das mit der kapillarbrechenden schicht ist auch gut aber jetzt entsteht das problem. die aufsteigende feuchtigkeit unter der bodenplatte muß irgendwohin. nun kann sie durch den Betonboden nicht raus-also wandert sie nach außen und trifft die wände , welche sie durch ihre kapillarität gerne aufnimmt. dadurch werden ihre wände zwangsläufig feucht und das wird sie nicht freuen.
ich habe in meinem haus das gleiche problem. da ich aber kein freund von fußbodenheizung bin habe ich eine andere ausgangssituation. ich heitze mit einem großen holzofen(strahlungswärme).
um die von unten kommende feuchtigkeit loswerden zu können habe ich den raum auch ausgehoben,geschottert und dann mit dem normalen aufbau den man unter plaster herstellt versehen. dann habe ich den raum mit gebrannten pflasterklinkern ausgepflastert und die fugen nicht eingesandet. ich hoffe nun dass die feuchtigkeit durch die fugen aufdunsten kann und durch den ofen, der ja wahnsinnig viel raumluft durch den Kamin entsorgt,weggeleitet wird.
das ist meine idee. wenn sie auf fußbodenheizung bestehen ist es denke ich ein nicht wirklich zu lösendes problem. alles dicht machen ist nicht immer das optimum.
viel erfolg.